Presseförderung für alternative Fakten oder alternative Medien?

Die neue Presseförderung muss die nicht-profitorientierten Print- und Onlinemedien bevorzugt berücksichtigen
Gabriele Gerbasits, Geschäftsführerin der IG Kultur Österreich

Wien (OTS) -

"Die neue Presseförderung muss die nicht-profitorientierten Print- und Onlinemedien bevorzugt berücksichtigen", fordert die Geschäftsführerin der IG Kultur Österreich, Gabriele Gerbasits.

Für eine zeitgemäße und faire Reformierung unabdingbar sind (Näheres auf http://igkultur.at/artikel/pressefoerderung-alternativ):

  • Qualität und demokratiepolitischer Mehrwert als oberstes Vergabekriterium

  • Förderung nichtkommerzieller Print- und Onlinemedien

  • Erscheinungsintervall ist kein Vergabekriterium

  • Keine Fixzahlen von Angestellten, sondern in Relation zum Umsatz; Aufbau von Personalstrukturen fördern; Einhaltung des Kollektivvertrags; faire Sätze für freie MitarbeiterInnen

  • Modellförderung für Print und Online analog zur nichtkommerziellen Rundfunkförderung

Es ist völlig inakzeptabel, dass eine Gesetzesreform mit so weitreichenden gesellschaftspolitischen Konsequenzen hinter verschlossenen Türen diskutiert und handelnde AkteurInnen nicht in den Entwicklungsprozess eingebunden werden. Wir fordern BM Drozda bzw. seine koalitionären VerhandlungspartnerInnen auf, in einem offenen Beteiligungsverfahren tatsächlich alle Stakeholder an einen Tisch zu holen und auf Basis deren vielfältiger Expertise den bestmöglichen Gesetzesvorschlag auszuarbeiten.

Nur so wird die österreichische Presseförderung ein demokratisches und wirksames Instrument, das gemäß den komplexen Anforderungen unserer Gesellschaft keine FakeNews, sondern FairFacts produziert.

Rückfragen & Kontakt:

Gabriele Gerbasits
IG Kultur
gerbasits@igkultur.at, Mobil: +43 (0)650 503 71 20

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