- 11.04.2017, 10:31:27
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SJ-Herr/Tzaferis: „Hoch die Internationale Solidarität!“
Philipp Tzaferis beim Kongress der Young European Socialists zum Vizepräsidenten gewählt
Utl.: Philipp Tzaferis beim Kongress der Young European Socialists
zum Vizepräsidenten gewählt =
Wien (OTS) - „Wachsende Ungleichheit und ein Erstarken der Rechten
sind globale Entwicklungen, die auch einer internationalen Antwort
benötigen“, so Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, vergangenes Wochenende beim Kongress der Young European
Socialists (YES) in Duisburg, Deutschland. Darum ist es wichtig, dass
sich die SJ auf internationaler Ebene engagiert und ihre Ideen, Kraft
und Motivation einbringt. „Wir freuen uns, dass die SJ mit Philipp
Tzaferis auch die kommenden zwei Jahre auf europäischer Ebene stark
vertreten ist. Der aktuellen europäischen Politik, die zu hoher
Arbeitslosigkeit, wachsender Armut, neoliberalem Sozialabbau und
unmenschlichem Umgang mit Flüchtlingen führt, können wir nur mit
Internationaler Solidarität begegnen!“, erklärt Herr.
Für Philipp Tzaferis, neu gewählter Vizepräsident der YES, muss das
Augenmerk linker Politik auf den Kampf gegen die brutale Austeritäts-
und die unmenschliche Asylpolitik gelegt werden. „Der Sozialstaat ist
europaweit unter Beschuss. Damit schwindet die soziale Sicherheit in
der Bevölkerung und Zukunftsängste wachsen an!“, so Tzaferis. Für ihn
ist das ein wesentlicher Grund für den Erfolg der extremen Rechten,
welche diese Ängste auf Flüchtlinge lenkt.
Der wachsende Nationalismus führe dazu, dass die EU mit über 500
Millionen EinwohnerInnen auf den Zuzug von einer Million Flüchtlingen
mit Abschottung statt Solidarität antwortete und der Neoliberalismus
drückt sich in der andauernden Kürzungspolitik aus. „Die EU zwingt
Südeuropa Einschnitte in der Sozial- und Gesundheitspolitik auf,
streicht ArbeiterInnenrechte und erschwert gewerkschaftliche
Organisation. Gleichzeitig lässt sich in der Asylpolitik kein
gemeinsames Vorgehen unter Einhaltung der Menschenrechte zustande
bringen!“, streicht Tzaferis hervor und kreidet dabei auch das
Vorgehen der österreichischen Regierung an.
Für Tzaferis sind mehr Demokratie und hohe gemeinsame Sozialstandards
für die Zukunft des europäischen Gemeinschaftsprojektes wesentlich.
„Der Brexit ist nicht vom Himmel gefallen. Viele Menschen sind
zurecht unzufrieden und fühlen ihre Interessen nicht gehört. Aufgabe
von uns Linken muss es sein, diesen Menschen wieder eine laute Stimme
zu geben und für ein soziales Europa zu kämpfen!“, so Tzaferis.
Julia Herr betont, dass für die SJ ‚Internationale Solidarität‘ mehr
als eine wichtige politische Forderung ist, sondern auch aktiv gelebt
wird. Letztes Jahr veranstaltete die SJ ein Seminar mit
TeilnehmerInnen aus 15 verschiedenen Ländern und auch im Sommer
fuhren über 100 AktivistInnen zum YES Summer Camp, um sich über
anstehende Herausforderungen auszutauschen und besser zu vernetzen.
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