- 07.04.2017, 12:40:06
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E-Mobilität in Wien auf die Überholspur bringen
E-Tankstellennetz in Ladezonen, Gratis Parkpickerl
Utl.: E-Tankstellennetz in Ladezonen, Gratis Parkpickerl =
Wien (OTS) - Seit 1. April gibt es für E-Fahrzeuge grüne Kennzeichen,
die es Gemeinden und Städten ermöglichen, neue Anreize für den
Umstieg auf umweltfreundliche E-Mobilität zu schaffen. Daher fordern
der Abgeordnete zum Nationalrat und ÖVP Verkehrssprecher Andreas
Ottenschläger, die Bezirksvorsteherin der Josefstadt Veronika
Mickel-Göttfert und der Inhaber von Doll’s Blumen Bernd Doll, die
Stadt Wien auf diese neuen Möglichkeiten zu nutzen und präsentieren
konkrete Vorschläge.
"Wir haben auf Bundesebene die Rahmenbedingungen wie steuerliche
Erleichterungen, finanzielle Förderungen und jetzt die spezielle
Kennzeichnung von E-Autos geschaffen um bewusste Anreize für
Elektroautos zu implementieren. In einigen österreichischen Städten
und Gemeinden gibt es bereits entsprechende Maßnahmen. Es wird Zeit,
dass auch in der Bundeshauptstadt etwas getan wird", so
Ottenschläger.
Umweltpolitisch ist die Umstellung nicht nur für die Reduktion von
CO2 sondern auch für die Lärm- und Feinstaubreduktion gerade in der
Stadt wichtig. So verursacht ein E-Auto insgesamt um 88% weniger
Treibhausgas-Emissionen als ein Diesel-Fahrzeug und ist im Betrieb
schadstofffrei. „In Wien hatten wir Anfang des Jahres massive
Probleme mit der Luftqualität und haben bereits jetzt an 19 Tagen den
Grenzwert überschritten. Es ist daher dringend notwendig, dass Wien
die E-Mobilität forciert um unsere Luftqualität zu verbessern. Auch
in Hinblick auf die Lärmreduktion ist die E-Mobilität ein absoluter
Gewinn. Man braucht sich nur vorzustellen wie leise es am Gürtel
wäre, wenn nur E-Autos dort fahren würden. Das würde eine völlig neue
Lebensqualität schaffen,“ so Mickel-Göttfert.
„Die Grundvoraussetzung dafür ist natürlich, dass wir ausreichend
Ladeinfrastruktur schaffen und ich möchte folgendes Modell
vorschlagen: Wir haben in der Josefstadt derzeit 74 Ladezonen. Die
Stadt Wien soll bis 2025 die Hälfte dieser Ladezonen mit einer
E-Ladepunkte ausstatten. Zu Tageszeiten zu denen die Ladezone gültig
ist, sollen Unternehmen, die liefern die Möglichkeit haben ihr Auto
zu laden, danach soll für private Fahrzeuge die Tankmöglichkeit
bestehen. Während des Tankens soll keine Parkgebühr fällig werden.
Ich bin überzeugt, dass ein derartiges, flächendeckendes Modell neuen
Schwung bringt,“ so Mickel-Göttfert.
Um den Umstieg auf E-Fahrzeuge attraktiv zu gestalten, schlagen
Veronika Mickel-Göttfert und Andreas Ottenschläger weiters vor,
E-Fahrzeugbesitzerinnen und –besitzern für zwei Jahre ein gratis
Parkpickerl zu geben. Das bringt in der Josefstadt eine Ersparnis von
240,- Euro. Unternehmer, die auf E-Mobilität umsteigen, sollen
ebenfalls in den Genuss eines kostenlosen Unternehmerpickerls kommen.
Dadurch sparen sie bis zu 2.000,- Euro im Jahr.
Der Unternehmer Bernd Doll hat bereits seit mehreren Jahren den
Wunsch seine Firmenfahrzeuge auf E-Autos umzustellen, allerdings hat
die Stadt Wien bis jetzt keine Infrastruktur bereitgestellt. „Ich
hoffe auf die Politik, dass sie die Infrastruktur und die
Möglichkeiten schaffen wird und mein nächster Klein-LKW ist 100%ig
ein E-Fahrzeug aber man muss es gemeinsam angehen,“ so Bernd Doll.
„Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou hat vor genau einem Jahr
verkündet, dass die E-Mobilität in Wien ausgebaut wird, geschehen ist
jedoch gar nichts. Mit unseren Vorschlägen bringen wir E-Mobilität
auf die Überholspur. Dass die Umstellung auf E-Mobilität
funktionieren kann, sieht man am Beispiel Norwegens. Hier ist es
innerhalb weniger Monate zu einem Anstieg auf 20% E-Autos bei
Neuzulassungen gekommen,“ so Mickel-Göttfert abschließend.
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