Porzellanfabrik in Frauental: Übles Spiel mit Beschäftigten durch ausländische Eigentümer

GBH: Zukunft der Betroffenen hat oberste Priorität

Graz (OTS) - Die Porzellanfabrik PPC Insulators in Frauental ist offenbar Geschichte. Der Standort wurde von den ausländischen Besitzern letztendlich scheibchenweise mit hohen Fremdkosten „ausgehungert”. Der Standort wurde mit hohen Kosten für eine Werkserrichtung in Thailand und internationalen Marketingkosten in Millionenhöhe belastet. Der Schließungsantrag kam für die Arbeitnehmervertreter und die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) überraschend, weil es seit August 2016 Gespräche mit dem Vorstand über einen möglichen Fortbestand gab. ++++

GBH-Bundesvorsitzender Abg. z. NR Josef Muchitsch ist über die unfaire Vorgangsweise der ausländischen Besitzer verärgert: „Man hat uns einen Fortbestand ‚vorgegaukelt’. Alle unsere Bemühungen und Gespräche waren anscheinend inszeniert und sind jetzt von den internationalen Besitzern wegewischt worden. Dabei haben wir im Jänner den Eigentümern ein gefordertes Einsparungspotenzial für den Fortbestand übergeben. Wir fühlen uns als Gewerkschaft mehr als nur ‘verarscht‘. Jetzt sehe ich auch keinen Anlass mehr, auf die Eigentürmer Rücksicht zu nehmen. Im Gegenteil, wir werden alle Möglichkeiten ausschöpfen, um das Bestmögliche für die Arbeitnehmer herauszuholen.“

Zwischen Betriebsrat und Gewerkschaft wurde in den letzten Stunden eine weitere Vorgangsweise abgestimmt. Die Gewerkschaft wird fair, aber hart in Gespräche betreffend einen Sozialplan und die Einrichtung einer Arbeitsstiftung gehen. Muchitsch: „Wir erwarten uns zumindest jetzt ein faires Entgegenkommen seitens der Eigentümer, um das Beste für die 160 Betroffenen zu erreichen. Wir als Gewerkschaft werden alle österreichischen Kunden und Abnehmer über den Verlauf der Gespräche informieren. Ich erwarte mir einen rot-weiß-roten Rückenwind. Bevor kein akzeptables Ergebnis auf dem Tisch liegt, appelliere ich an die österreichischen Abnehmer keine langfristigen Verträge mit diesem internationalen Konzern abzuschließen.“

Wie immer bei solchen Situation ist das Krisenmanagement der Gewerkschaft gefordert. Für GBH-Landesgeschäftsführer Andreas Linke hat die Unterstützung der betroffenen Beschäftigten oberste Priorität: „Jetzt gilt es, die betroffenen Arbeitnehmer gemeinsam mit dem Betriebsrat bei ihren Ansprüchen bestmöglich zu beraten und in dieser schwierigen Zeit zu begleiten. Oberstes Ziel muss es sein, alle Betroffenen in neue Jobs zu bringen.“

Linke und Muchitsch abschließend: „Die Beschäftigten dürfen nicht auf der Strecke bleiben!“

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