- 05.04.2017, 09:08:22
- /
- OTS0018
WK Wien: Mindestlohndebatte ist Themenverfehlung
AK und Gewerkschaften sollen aufhören, die alte Leier mit dem falschen Lied vom Mindestlohn zu drehen – Ruck: Österreichs Betriebe sind jetzt schon Vizeeuropameister beim Mindestlohn
Immer wieder fordern Arbeiterkammer und Gewerkschaft die Anhebung des Mindestlohns auf 1700 Euro. Dabei ist es den Experten offenbar entgangen, dass die österreichischen Arbeitgeberbetriebe ohnehin schon zur absoluten Spitze in puncto Mindestlohn gehören. Richtig ist: Österreichs Mindestlohn wird 14-mal ausgezahlt, während das im Rest von Europa nur 12-mal passiert. Monatlich 1.500 Euro Mindestlohn bedeuten inklusive Weihnachts- und Urlaubsgeld also tatsächlich 1.750 Euro brutto. Damit liegt Österreich schon jetzt hinter Luxemburg an 2. Stelle in Europa!
Mindestlohn-Ranking in Europa (Quelle: Eurostat)
1. Luxemburg: 1998,59 Euro
2. Österreich: 1750 Euro
3. Irland: 1563,25 Euro
4. Niederlande: 1551,60 Euro
5. Belgien: 1531,93 Euro
6. Deutschland: 1498 Euro
7. Frankreich: 1480,27 Euro
8. Großbritannien: 1396,90 Euro
9. Slowenien: 804,96 Euro
10. Polen: 453,48 Euro
11. Slowakei: 435 Euro
12. Kroatien: 433,35 Euro
13. Ungarn: 411,52 Euro
14. Tschechien: 407,09 Euro
15. Rumänien: 275,39 Euro
16. Bulgarien: 235,20 Euro
„AK und Gewerkschaft wären gut beraten, sich diese Zahlen anzusehen. Wir müssen eine gemeinsame Lösung in den einzelnen Kollektivverträgen anstreben und uns nicht gesetzlich etwas vorschreiben lassen – das wäre der vollkommen falsche Weg. Vielmehr lade ich die Gewerkschaft ganz herzlich dazu ein, gemeinsam den Kampf gegen die Rekordarbeitslosigkeit in Wien zu starten“, sagt Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien.
Rückfragen & Kontakt
Wirtschaftskammer Wien
Christian Wenzl – Abteilung Presse und Öffentlichkeitsarbeit
T. 01 51450 1585
E. [email protected]
W. wko.at/wien/presse
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | WHK






