- 04.04.2017, 14:03:13
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Gemeinsame Planung für Gesundheit und Pflege
LH Wallner, LR Bernhard und LR Wiesflecker erläuterten Vorarlberger Weg, um bestmögliche Versorgung und Finanzierbarkeit sicherzustellen
Utl.: LH Wallner, LR Bernhard und LR Wiesflecker erläuterten
Vorarlberger Weg, um bestmögliche Versorgung und
Finanzierbarkeit sicherzustellen =
Bregenz (OTS) - (VLK) – Landeshauptmann Markus Wallner,
Gesundheitslandesrat Christian Bernhard und Soziallandesrätin
Katharina Wiesflecker stellten am Dienstag, 4. April, im Pressefoyer
den Bericht der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG) zur regionalen
Versorgung in Gesundheit, Betreuung und Pflege vor. Das Land
verknüpft erstmalig diese Bereiche in einem gemeinsamen Plan und geht
einen Vorarlberger Weg bei der Umsetzung der Experten-Empfehlungen.
"Wir wollen die hohe Qualität der Patientenversorgung und den Zugang
für alle Bevölkerungsgruppen sicherstellen, dafür brauchen wir das
nötige Personal – gut ausgebildete Ärztinnen und Ärzte sowie
Pflegefachkräfte. Und das System muss finanzierbar bleiben", so
Wallner.
Wesentliche Faktoren, die eine vorausschauende Planung für die
Zukunft der Gesundheits- und Pflegelandschaft erfordern, sind die
demografische Entwicklung sowie die zunehmenden Anforderungen an die
Qualität der Leistungserbringung, aber auch die
Ärzteausbildungsreform, das Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz sowie
das neue Gesundheits- und Krankenpflegegesetz. "Fakt ist, dass wir
die Strukturen weiterentwickeln müssen, um dem medizinischen
Versorgungsbedarf, der medizinischen Entwicklung und der vorhandenen
Ärztekapazität zu entsprechen. Zudem müssen wir eine attraktive
Fachärzteausbildung im Land anbieten und am Ende alles finanzieren
können", betonte Landesrat Bernhard.
Landesrätin Wiesflecker hielt fest, dass laut Erhebung der Bedarf
in der stationären Pflege bis zum Jahr 2020 gedeckt ist und erst
zwischen 2021 und 2025 ein Ausbaubedarf – mit regionalen
Unterschieden – entstehen wird. Zugleich verwies sie auf die Zunahme
bei der 24-Stunden-Pflege. "Zum jetzigen Zeitpunkt können wir davon
ausgehen, dass in absehbarer Zukunft auf jeden Neuzugang im
Pflegeheim ein Neuzugang in der 24-Stunden-Betreuung kommt. Wichtig
wird hierbei die Qualitätssicherung in der 24-Stunden-Betreuung
sein", so Wiesflecker.
Zu den von der GÖG empfohlenen Strukturveränderungen bis 2020
zählen u.a. die Zusammenfassung aller Landesspitäler zu einer
Mehrstandort-Krankenanstalt, eine standortübergreifende Abteilung
für Chirurgie in Feldkirch und Bludenz sowie eine Kooperation der
Gynäkologie-Abteilungen in Feldkirch und Bludenz.
Für die Umsetzung der Experten-Empfehlungen wurde ein
Lenkungsausschuss mit Vertreterinnen und Vertretern des Landes, der
VGKK und des Gemeindeverbandes installiert. Zudem wird pro
medizinischem Fachgebiet eine Umsetzungsgruppe eingerichtet,
bestehend aus Primarii, weiteren Ärztinnen und Ärzten und
Pflegedirektoren.
Ein Schritt zur Verschränkung des Gesundheits- und Pflegebereichs
ist auch die gemeinsame Personalprognose für den Pflegebereich, die
ab Herbst 2017 vorliegen wird. Eine personelle Verknüpfung besteht
darin, dass Soziallandesrätin Wiesflecker eine Aufsichtsratsfunktion
in der Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) übernommen hat.
Der GÖG-Ergebnisbericht zum Regionalen Strukturplan Gesundheit,
Betreuung und Pflege Vorarlberg 2020/2025 steht zum Download zur
Verfügung. Siehe auf
www.vorarlberg.at/pdf/ergebnisberichtdergoeg-re.pdf
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