Grüner Einsatz zeigt Wirkung: Zentrales Register für Samen- und Eizellspenden kommt

Senkung des Alters für Auskunft über Herkunft von Spenderkindern weiterhin wichtig

Wien (OTS) - „Ich freue mich, dass der Grüne Einsatz für ein zentrales Spenderregister für Samen- und Eizellspenden Wirkung zeigt. Immer mehr Menschen greifen auf die Möglichkeiten der unterstützten Fortpflanzung zurück. Es ist wichtig, dass wir dabei Transparenz und Überblick bewahren. Menschen, die mittels Samen- oder Eizellspende gezeugt wurden, sollen eine zentrale Anlaufstelle haben, um herauszufinden, wer ihr biologischer Vater bzw. Mutter ist“, sagt die Familiensprecherin der Grünen, Judith Schwentner.

Im Rahmen der Verhandlungen zum Fortpflanzungsmedizin-Rechtsänderungsgesetz 2015 haben sich die Grünen mit Anträgen für die Einführung eines zentralen Registers für Samen- und Eizellspenden sowie einer Senkung des Mindestalters für die Auskunftsrechte von Kindern eingesetzt. Nach zweijähriger Prüfung gaben die zuständigen Ministerien für Justiz und Gesundheit nun Grünes Licht für die Einführung eines zentralen Spenderregisters für Keimzellen.

Bedauerlich ist für Eva Mückstein, Gesundheitssprecherin der Grünen, dass die Ministerien der Grünen Forderung nach einer Senkung des Mindestalters nicht nachkommen werden. Die Altersgrenze, ab der Kinder, die mittels Keimzelle gezeugt wurden, Einsicht bzw. Auskunft über die biologischen Elternteile erhalten, wird beim vollendeten 14. Lebensjahr belassen. „Es ist für Kinder und deren Identitätsentwicklung von großer Bedeutung, über ihre eigene Herkunft Bescheid zu wissen. Kinder, die mittels Samen- oder Eizellspende gezeugt wurden, sollten spätestens dann Auskunft über ihre biologischen Eltern erhalten, wenn sie das Bedürfnis danach äußern. Ich verstehe es nicht, warum man sie warten lässt, bis sie 15 Jahre alt sind. Die Grünen werden sich im Interesse der Kinder weiterhin für eine Senkung der Altersgrenze einsetzen.“

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