SoHo „entsetzt“ über systematische Verfolgung Homosexueller in Tschetschenien

Wien (OTS/SK) - Die SoHo zeigt sich über die behördlichen Verfolgungen von Homosexuellen in Tschetschenien, über die gestern mehrere Medien berichteten, „entsetzt und verärgert“. Peter Traschkowitsch, Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen LSBTI-Organisation und seine Stellvertreterin Michaela Menclik sprechen sich dafür aus, dass das Außenministerium den russischen Botschafter zu einem Gespräch einbestellt und „Klartext redet“. „Erweisen sich die geschilderten Vorfälle in der russischen Teilrepublik als wahr, zeigen sie, wie katastrophal es um die Menschenrechte dort bestellt ist“, betont Traschkowitsch. ****

In Tschetschenien stünden Menschenrechtsverletzungen – insbesondere gegenüber Oppositionellen und der LSBTI-Community – an der Tagesordnung, kritisiert der SoHo-Vorsitzende. „Die LGBTI-Community wird seit Jahren verfolgt, vor allem in der muslimisch geprägten Region. Russlands Präsident Putin lässt die Behörden weiter gewähren, damit die ihre streng traditionellen und religiösen Wertevorstellungen durchsetzen können“, so Traschkowitsch.

„Die Aussagen des Sprechers von Machthaber Kadyrow, man könne ‚niemanden verhaften oder unterdrücken, den es in der Republik gar nicht gibt‘ sind an Zynismus nicht mehr zu übertreffen und sagen eigentlich alles über den Umgang mit Homosexuellen“, betont Menclik. „Menschenrechte sind nicht verhandelbar, das muss unser Außenministerium deutlich machen“, so Traschkowitsch und Menclik. (Schluss) sc

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