Stronach/Lugar: E-Card mit Foto soll Missbrauch stoppen!

Von 180 Millionen Euro Schaden ist auszugehen

Wien (OTS) - „Bei österreichweit rund 200.000 gestohlenen oder verlorenen E-Cards allein im vergangenen Jahr muss von einem Schaden von rund 180 Millionen Euro ausgegangen werden. Dieser Schaden geht zu Lasten aller Beitragszahler!“, kritisiert Team Stronach Klubobmann Robert Lugar. Aus der Beantwortung einer Anfrage des Team Stronach ging nicht nur die Zahl der verlorenen E-Cards hervor, rund 600.000 in drei Jahren, sondern auch die Kosten des Kartenmissbrauchs von mehreren hundert Euro in einigen Fällen. „Eine E-Card mit Foto soll diesen Missbrauch stoppen!“, verlangt Lugar.

„Die Politik weiß genau, dass mit den E-Cards Missbrauch betrieben wird. Aber es ist die typische rote Sozialromantik, darüber hinwegzusehen“, erklärt Lugar. Es gelte offensichtlich das Motto: „Schauen wir so lange weg, bist sich jeder einen Zugang zur Gratisbehandlung erschlichen hat“, vermutet er.

Allein in Niederösterreich gab es im vergangenen Jahr in fast 300 Fällen einen begründeten Verdacht. In Wien wurden im Jahr 2016 bei der Wiener Gebietskrankenkasse zwar nur 21 Fälle aktenkundig, „pro Missbrauch macht der Schaden für die Krankenkasse und somit für die Beitragszahler aber mehr als 300 Euro aus“, warnt Lugar. Der Schaden kann auch noch höher ausfallen: In Kärnten etwa hatten im Jahr 2014 drei Personen fast 2.400 Euro Schaden verursacht. „Ein jährlicher dreistelliger Millionenverlust auf Kosten aller Betragszahler ist zu befürchten“, mahnt der Team Stronach Klubobmann. Deshalb will er nicht nur ein Foto auf der E-Card, „sondern auch die Verpflichtung des ärztlichen Personals, die Fotos zu prüfen und gegebenenfalls die Behandlung auf E-Card abzulehnen!“, so Lugar.

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