Heumarkt: Maria Vassilakou und nicht ICOMOS betreibt Fehlinformation zum das Weltkulturerbe gefährdenden Hochhausprojekt Eislaufverein

Initiative Denkmalschutz: Duo Vassilakou/Chorherr liefert Falschinformationen! Gezielte Absicht um Öffentlichkeit und die eigene Parteibasis während laufender Urabstimmung zu verwirren?

Wien (OTS) - Es ist an Unverfrorenheit kaum zu überbieten, wenn gerade die Planungsstadträtin - die nachweislich selbst mehrfach Falschinformationen verbreitet hat - sich bei der UNESCO über das Nationalkomitee des Internationalen Denkmalrates (ICOMOS Austria) wegen angeblich "falscher Darstellungen" beschwert ("Der Standard", 31.3.). Nicht nur, dass dies so nicht stimmt (aus dem Masterplan Glacis können sehr wohl weitere mögliche Hochhausstandorte abgeleitet werden), werden umgekehrt vom Duo Vassilakou / Christoph Chorherr laufend falsche Behauptungen geäußert und damit bewusst(?) die Öffentlichkeit getäuscht, zuletzt mit der Aussage [1], dass das bestehende Hotel InterCont "unterhalb der baurechtlich zulässigen Höhe von maximal 51 Metern liegt" (Chorherr, Wiener Zeitung, 25.3., von Vassilakou am 29.3. in Ö1-Radio "Klartext" wiederholt). Hier verwechseln sie die Widmung "Höhe über Wiener Null" (+ 51 m) mit der "zulässigen Gebäudehöhe" (ca. 39 m). Weitere Falschaussagen: [2] Vassilakou: das Heumarkt-Areal liege nicht innerhalb der Welterbe Kernzone (Gemeinderat 24.5.2016). [3] Chorherr: Uminterpretation der Kriterien für die Zuerkennung des Welterbe-Status von "Interchange" (Austausch) zu "Change" Wandel ("Die Presse", 9.2.). [4] Vassilakou imaginiere, dass die UNESCO eine Gebäudehöhe von "rund 70 m für diesen [Heumarkt-]Standort" akzeptieren könnte, obwohl gegenteilige UNESCO/ICOMOS-Beschlüsse vorlagen (Gemeinderatssitzung 25.3.2015).

Die Chimäre vom Verhandeln mit der UNESCO über den Welterbe-Status

Auch die geäußerte Hoffnung von Vizebürgermeisterin Vassilakou und Bürgermeister Michael Häupl, mit der UNESCO noch verhandeln zu können, dient offenbar nur dazu, die Öffentlichkeit weiter zu täuschen und zu verwirren. Nicht nur, dass die Österreichische UNESCO-Kommission einen möglichen Verhandlungsspielraum klar negiert hat, kann der Welterbe-Verlust problemlos aus den entsprechenden UNESCO-Beschlüssen abgeleitet werden, denn bereits das bestehende Hotel InterContinental beeinträchtigt den berühmten Blick vom Belvedere stark ("strongly disturbs the famous view from Belvedere"; Mission Report 2012), sodass höhere Bauten als der Bestand zweifellos nicht welterbeverträglich sind (UNESCO-Beschluss 2016; vgl.a. 2013).

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