- 31.03.2017, 10:43:18
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Firmenpleiten statt Wachstum – Worte statt Taten
Beim Wirtschaftswachstum belegt NÖ im Bundesländerranking nur den vorletzten Platz, dafür hatten wir im Jänner um 10 Prozent mehr Firmenpleiten.
Niederösterreich verliert in Bundesländerranking – Dynamik unter gesamtösterreichischem Schnitt
Während wir Niederösterreich als „den Top-Wirtschaftsstandort“ angepriesen bekommen, zeigt sich im Bundesländervergleich, dass wir nicht so gut dastehen wie uns immer verkauft wird. Im Jahr 2016 ist die niederösterreichische Wirtschaft um nur 1,4 Prozent gewachsen – damit teilt sich Niederösterreich mit der Steiermark den vorletzten Platz.
Klubobmann Ernest Gabmann merkt an, dass zu wenige Impulse gesetzt werden: „Die Dynamik in Niederösterreich liegt weit hinter dem gesamtösterreichischen Schnitt. Anstatt alles schönzureden und den Menschen Lobeshymnen zu verkaufen, müssen wir nun endlich Impulse setzen.“ Bürokratieabbau, steuerliche Anreize und die Ausweitung und Vereinfachung des Fördersystems sind nur drei Punkte eines Maßnahmenbündels, welches Gabmann immer wieder fordert.
Firmenpleiten um 10,3 Prozent gestiegen – rasche Hilfe statt Insolvenz
Gleichzeitig hat es diesen Jänner um 10,3 Prozent mehr Firmenpleiten gegeben als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gabmann: „Nur die Hälfte dieser Firmenpleiten ist hausgemacht, bei rund 50 Prozent sind externe Ursachen wie bürokratische Hürden, fehlendes Kapital, hohe Abgabenlast und Kreditrestriktionen der Grund für die Pleite.“ Gabmann fordert ein Frühwarnsystem damit Unternehmern die in Bedrängnis geraten, rechtzeitig mit Rat und Tat geholfen werden kann, noch bevor Insolvenz beantragt werden muss.
Arbeitslosenquote steigt weiter – lieber Förderungen statt Arbeitslosengeld ausbezahlen
Auch die Arbeitsmarktsituation ist alles andere als zufriedenstellend. Die Arbeitslosenquote ist in Niederösterreich wieder höher, Tendenz weiter steigend, für 2017 wird sogar mit einem historischem Höchststand gerechnet. Das Budget des AMS wurde erneut aufgestockt, heuer sollen satte 200 Millionen Euro in Arbeitsmarktförderung fließen. "Man muss sich fragen wie sinnvoll diese Fördergelder eingesetzt werden, denn ein positiver Trend am Arbeitsmarkt ist dennoch nicht erkennbar, hier läuft eindeutig etwas falsch. Im Moment zahlen wir offenbar lieber Arbeitslosengeld aus, als die Unternehmen die bereit sind Personal anzustellen ordentlich dafür zu fördern. Ein falscher Ansatz, der sowohl der Wirtschaft als auch den arbeitssuchenden Menschen schadet.“, so Gabmann abschließend.
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