- 30.03.2017, 12:30:24
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Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses 2016
Wien/Klagenfurt am Wörthersee, am 30. März 2017 (OTS) -
- Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 sowie die Struktur der
Passivseite sind maßgeblich durch die Effekte aus der Anwendung des
Mandatsbescheid II der FMA vom 10. April 2016 beeinflusst.
- Der für die Gläubiger besonders relevante Jahresabschluss nach
UGB/BWG (Einzelabschluss) weist für das Jahr 2016 einen
Jahresüberschuss von EUR 7.479 Mio. (2015: EUR -492 Mio.) aus, der im
Wesentlichen durch den Schuldenschnitt sowie die positive operative
Entwicklung beeinflusst ist. Die Bilanzsumme liegt wenig verändert
bei EUR 9,9 Mrd. (2015: EUR 9,6 Mrd.). Der Jahresüberschuss beseitigt
das zuvor ausgewiesene negative Eigenkapital (2015: EUR -7,5 Mrd.);
die in 2016 gebildete Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten
i.Z.m. Abwicklungsverfahren beträgt EUR 3,2 Mrd. (2015: EUR 0 Mrd.).
- Der konsolidierte Gruppenabschluss nach IFRS (Konzernabschluss)
weist für das Jahr 2016 ein Jahresergebnis nach Steuern i.H.v. EUR
6.714 Mio. (2015: EUR -496 Mio.) aus. Die Konzernbilanzsumme
reduziert sich von EUR 11,2 Mrd. im Vorjahr auf EUR 10,8 Mrd. Dem
Abbauauftrag folgend, sind die Forderungen gegenüber Kunden und
Kreditinstituten vor Vorsorgen auf EUR 7,4 Mrd. (2015: EUR 10,2 Mrd.)
stark reduziert und die liquiden Mittel auf EUR 6,2 Mrd. (2015: EUR
4,3 Mrd.) deutlich erhöht worden. Bedingt durch den hohen
Jahresgewinn verbessert sich das zuvor mit EUR -5,7 Mrd. (2015)
ausgewiesene negative Konzerneigenkapital (ohne Minderheiten) auf EUR
1,0 Mrd.
- Für 2017 geht die Heta von einem weiter zügig voranschreitenden
Portfolioabbau aus.
Der Vorstand der HETA ASSET RESOLUTION AG (HETA) hat heute den
Jahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht. Die
für die Messung des Abbauerfolges wesentliche Kenngröße des
Barmittelbestand (Barreserve) stieg in 2016 von EUR 4,3 Mrd. auf EUR
6,2 Mrd. Dies ist in erster Linie auf den Anstieg von Rückzahlungen
von Refinanzierungslinien von Konzern- sowie ehemaligen
Tochtergesellschaften und auf die in 2016 erzielten Abbauerfolge
zurückzuführen. Bis Ende März 2017 gelang es, die Barreserve weiter
deutlich auf EUR 7,9 Mrd. zu erhöhen. Wesentlich trugen dazu die
vorzeitige Rückführung von Refinanzierungslinien der Addiko Bank AG
sowie die fortgesetzte Veräußerung von Vermögenswerten, insbesondere
der Abverkauf der gesamten italienischen Aktivitäten der Gruppe bei.
HETA-CEO Wirt.-Ing. Sebastian Prinz von Schoenaich-Carolath: „Im
Hinblick auf das bei Einleitung der Abwicklung Anfang 2015 gesetzte
Ziel eines Portfolioabbaus von 80 % der Assets bis Ende 2018, liegt
die HETA aktuell deutlich über dem Plan und lässt aus gegenwärtiger
Sicht sogar die Erwartung zu, dieses Ziel bereits Ende 2017 zu
erreichen. Unter Berücksichtigung der deutlich positiven operativen
Ergebnisse der Jahre 2015 und 2016 erfolgt der bisherige
Portfolioabbau daher sowohl aus preislicher als auch zeitlicher Sicht
deutlich über den Erwartungen. Damit sind wir gut gerüstet für den
mühsameren Teil des Weges der nun vor uns liegt, wenn es gilt, die
weniger attraktiven, verbleibenden Werte in unseren Gesellschaften zu
akzeptablen Preisen zu veräußern“.
Einzelabschluss nach UGB/BWG
Die HETA ist eine Abbaueinheit gemäß dem Bundesgesetz zur Schaffung
einer Abbaueinheit (GSA), deren Unternehmensgegenstand die Verwaltung
ihrer Vermögenswerte darstellt. Seit dem 1. März 2015 besteht ein
Zahlungsmoratorium für das Groß ihrer Verbindlichkeiten
(Mandatsbescheid I). Mit dem am 10. April 2016 ergangenen weiteren
Mandatsbescheid (Mandatsbescheid II) hat die FMA zahlreiche
Abwicklungsmaßnahmen nach BaSAG angewendet (siehe Presseinformation
vom 10. April 2016). Aufgrund dieser besonderen Situation der HETA
erachtet der Vorstand den Einzelabschluss der HETA Asset Resolution
AG nach UGB/BWG als die relevantere Darstellung eines möglichst
getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Liquiditätslage für die
Gläubiger.
Im Zuge der Umsetzung der Effekte aus dem Mandatsbescheid II weist
die HETA in 2016 einen Jahresüberschuss nach Steuern i.H.v. EUR
+7.479 Mio. (2015: EUR -492 Mio.) aus. Dabei schlug sich der
Mandatsbescheid II mit EUR +6.105 Mio. nieder. Dieses
außerordentliche Ergebnis resultiert mit EUR +9.446 Mio. aus der
Herabsetzung von „berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten“
(Schuldenschnitt auf 46,02 % bzw. 0 %) und mit EUR -3.341 Mio. aus
der Dotierung von Rückstellungen, welche im Zusammenhang mit dem
Mandatsbescheid II zu bilden waren. Die Ausbuchung des Eigenkapitals
(Herabsetzung auf 0 %) wird mit EUR +3.494 Mio. in der Gewinn- und
Verlustrechnung nach dem Jahresüberschuss unter dem Sonderposten
Kapitalherabsetzung gemäß BaSAG ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich
daher aus der Herabsetzung von Verbindlichkeiten und des
Eigenkapitals ein in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2016
berücksichtigter Effekt von EUR +9.599 Mio.
Das operative Ergebnis (Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit/EGT) war deutlich positiv und lag bei EUR +1.363
Mio. (1-12/2015: EUR +175 Mio.). Neben wesentlich niedrigeren
Personal- und Sachaufwendungen war diese Reduktion auch auf geringere
Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Mandatsbescheid II zurück zu
führen, nachdem dieser für „berücksichtigungsfähige
Verbindlichkeiten“ die laufende Verzinsung ab 10. April 2016 auf 0 %
herabsetzte.
Bedingt durch den kontinuierlichen Rückgang an zinstragenden
Ausleihungen bzw. Krediten, der Negativverzinsung des
Liquiditätsbestand und den bis 9. April 2016 zu erfassenden
Zinsaufwendungen für „berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten“ war
das Nettozinsergebnis mit EUR -70 Mio. (1-12/2015: EUR -152 Mio.)
negativ. Auch das Provisionsergebnis war mit EUR -16 Mio. (1-12/2015:
EUR -91 Mio.) negativ. Die Personalaufwendungen betrugen EUR -36 Mio.
(1-12/2015: EUR -41 Mio.), die Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand)
lagen bei EUR -65 Mio. (1-12/2015: EUR -85 Mio.). In Summe ergab sich
ein negatives Betriebsergebnis von EUR -56 Mio. (1-12/2015: EUR -287
Mio.). Der Saldo aus der Bewertung des Umlauf- und Anlagevermögens
von EUR +1.419 Mio. (1-12/2015: EUR +462 Mio.) resultierte im
Wesentlichen aus realisierten Gewinnen aus der Beendigung von
Derivativpositionen sowie aus Auflösungen von Wertberichtigungen und
zuvor gebildeter Gewährleistungsvorsorgen aus Verkaufsverträgen.
Nach Berücksichtigung der Ertragssteuern und sonstigen Steuern von
EUR 11 Mio.(1-12/2015: EUR -11 Mio.), ergab sich ein Jahresüberschuss
für 2016 von EUR +7.479 Mio.(1-12/2015: EUR -492 Mio.).
Ausgeglichenes Eigenkapital nach Mandatsbescheid II
Die Bilanzsituation war ebenfalls dominiert von den Effekten des
Mandatsbescheid II. Passivseitig reduzierten sich die
Verbindlichkeiten und Rückstellungen in 2016 von EUR 17.035 Mio.
(31.12.2015) um EUR 7.122 Mio. auf EUR 9.913 Mio. Im Zuge der
Umsetzung der Effekte aus dem Mandatsbescheid II wird im
Jahresabschluss 2016 der HETA ein Betrag i.H.v. EUR 3.172 Mio. als
Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten i.Z.m.
Abwicklungsverfahren ausgewiesen, welcher sich über den
Abwicklungszeitraum in Abhängigkeit vom zukünftigen Abwicklungserfolg
der Gesellschaft maßgeblich verändern kann. Darüber hinaus mussten
für zukünftig noch erwartete Zahlungen an Dritte unter Anwendung der
im Bescheid jeweils genannten Quote von 46,02 % durch Bildung einer
Rückstellung Vorsorge getroffen werden. Zum 31. Dezember 2016 weist
die HETA mit EUR 0 kein negatives Eigenkapital mehr aus (31.12.2015:
EUR -7.479 Mio.).
Auf der Aktivseite stieg durch den Verwertungsprozess die
Cash-Position: Bedingt durch Tilgungen im Kreditportfolio,
Einzelverkäufe sowie aufgrund des erfolgreichen Abschlusses des
Verkaufs der Centrice-Gruppe (Performing Real Estate-Portfolio),
erhöhte sich der Liquiditätsbestand, welcher bei Zentralnotenbanken
gehalten wird, in 2016 um EUR 1.892 Mio. auf EUR 6.165 Mio.
(31.12.2015: EUR 4.273 Mio.). Die übrigen Vermögenswerte entfallen
mit EUR 1.680 Mio. (31.12.2015: EUR 2.504 Mio.) auf Forderungen an
Konzerntochtergesellschaften und an Drittkunden, auf Forderungen an
Kreditinstitute i.H.v. EUR 1.692 Mio. (31.12.2015: EUR 2.054 Mio.),
festverzinsliche Wertpapiere sowie Aktien i.H.v. EUR 81 Mio.
(31.12.2015: EUR 375 Mio.), Beteiligungen bzw. Anteile an verbundenen
Unternehmen i.H.v. EUR 140 Mio. (31.12.2015: EUR 85 Mio.) sowie auf
sonstige Aktiva i.H.v. EUR 156 Mio. (31.12.2015: EUR 263 Mio.). Die
Bilanzsumme erhöhte sich in 2016 leicht um EUR 357 Mio. auf EUR 9.913
Mio. (31.12.2015: EUR 9.556 Mio.).
Konzernabschluss nach IFRS
Insgesamt ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein Periodenergebnis
für den Konzern nach Steuern i.H.v. EUR +6.714 Mio. (1-12/2015: EUR
-496 Mio.). Das Ergebnis wird maßgeblich beeinflusst durch die
Umsetzung des durch die FMA angeordneten Schuldenschnitts. Aus dem
Schuldenschnitt resultierte ein Ergebnis aus der Gläubigerbeteiligung
nach BaSAG von insgesamt EUR 7.126 Mio. (1-12/2015: EUR 0 Mio.).
Nach Berücksichtigung des Ergebnisses aus „at equity“ bewerteten
Unternehmen i.H.v. EUR -1 Mio. (1-12/2015: EUR 0 Mio.) ergab sich
ein Periodenergebnis vor Steuern aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen i.H.v. EUR +6.761 Mio. (1-12/2015 angepasster
Wert: EUR -435 Mio.). Nach Berücksichtigung der Ertragsteuern von EUR
0 Mio. (1-12/2015 angepasster Wert: EUR -1 Mio.) beträgt das
Periodenergebnis nach Steuern aus fortzuführenden Geschäftsbereichen
EUR +6.761 Mio. (1-12/2015 angepasster Wert: EUR -436 Mio.).
Das Jahresergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
i.H.v. EUR -47 Mio. (1-12/2015: EUR -61 Mio.) beinhaltet neben dem
laufenden Ergebnis der italienischen Tochtergesellschaft HETA Asset
Resolution Italia S.r.l. (HARIT) auch das Bewertungsergebnis aus dem
erwarteten Abgang der Gesellschaft. Die HARIT wird als eigener
Geschäftsbereich im Segment „Italien“ ausgewiesen. Am 21. Februar
2017 wurde der Verkauf der HARIT erfolgreich abgeschlossen (Closing).
Auf der Kostenseite sanken die Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr
um insgesamt EUR 45 Mio. Der Personalaufwand reduzierte sich
aufgrund des fortschreitenden Personalabbaus von EUR -77 Mio.
(angepasster Wert 2015) um EUR 14 Mio. auf EUR -63 Mio. in 2016. Die
anderen Verwaltungsaufwendungen (Sachaufwand) betrugen EUR -85 Mio.
und reduzierten sich somit um EUR 29 Mio. (angepasster Wert 2015: EUR
-114 Mio.). Diese Kostenreduktion ist zum größten Teil auf den
Rückgang von Rechts- und Beratungsaufwendungen zurückzuführen. Die
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sanken
auf EUR -3 Mio. (1-12/2015 angepasster Wert: EUR -5 Mio.)
Passivseite vom Schuldenschnitt geprägt
Wie das Ergebnis war auch die Passivseite der Konzernbilanz zum 31.
Dezember 2016 geprägt vom Schuldenschnitt. Mit dem Mandatsbescheid II
wurden die Abwicklungsmaßnahmen nach BaSAG auf die HETA angewendet.
Die infolge der Gläubigerbeteiligung notwendige Ausbuchung der
berücksichtigungsfähigen Verbindlichkeiten führt insgesamt gegenüber
dem 31. Dezember 2015 zu einem um EUR 7,1 Mrd. geringeren Bestand an
Verbindlichkeiten und Rückstellungen. Des Weiteren wurden das
gezeichnete Kapital und das Nachrangkapital der HETA auf null
herabgesetzt.
Das Konzerneigenkapital (ohne Minderheiten) war durch den
Mandatsbescheid II positiv geworden und beträgt EUR 1,0 Mrd.
(31.12.2015: EUR -5,7 Mrd.). Das zum Stichtag im
IFRS-Konzernabschluss ausgewiesene Eigenkapital begründet jedoch
keinen Anspruch der Eigentümerin der HETA. Der Betrag dient vielmehr
der Deckung zukünftiger Verluste, insbesondere aus der Veräußerung
von Performing Loans und Konzerngesellschaften sowie aus
Schließungskosten.
Die Konzernbilanzsumme reduzierte sich in 2016 von EUR 11,2 Mrd.
(31.12.2015) um EUR 0,4 Mrd. auf EUR 10,8 Mrd. Während die Barreserve
um EUR 1,9 Mrd. anstieg, reduzierten sich aufgrund des
fortschreitenden Portfolioabbaus im Wesentlichen die Forderungen
gegenüber Kreditinstituten und Kunden, der Derivativbestand als auch
die Wertpapiere und sonstigen Aktiva.
Bestätigungsvermerke
Der Jahres- und Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 wurde von
den Abschlussprüfern mit jeweils einem uneingeschränkten Testat
versehen. Wie in den vergangenen Jahren enthalten auch diese
Bestätigungsvermerke Zusätze, bei welchen die Abschlussprüfer auf
wesentliche Erläuterungen des Vorstands im Anhang bzw. den Notes
hinweisen.
Veröffentlichungen
Die Veröffentlichung des Jahres- und Konzernabschlusses der HETA zum
31. Dezember 2016 erfolgt im Rahmen des Jahresfinanzberichts gemäß §
82 Abs. 4 BörseG. Sowohl der Konzernabschluss als auch der
Einzelabschluss werden auf der Homepage des Unternehmens
(www.heta-asset-resolution.com - Investoren - Finanzberichte &
Präsentationen) offengelegt. Hinsichtlich näherer Informationen wird
auf diese Dokumente verwiesen.
Die englischen Fassungen werden Mitte April 2017 öffentlich zur
Verfügung stehen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | HET






