Stronach/Steinbichler: Konsumenten verdienen sich faire Lebensmittel!

Klare Herkunftskennzeichnung; Unterstützung für Bauern und KMU im ländlichen Raum gefordert

Wien (OTS) - „Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Einerseits sprechen wir von den Zielen mit der EU-Politik, andererseits spricht niemand über Österreichs längst nicht mehr gegebener Ernährungssouveränität. Gerade die EU ist der zweitgrößte Palmöl-Importeur, die Zerstörerin der heimischen Landwirtschaft und des ländlichen Raumes“, kritisierte Team Stronach Wirtschafts- und Agrarsprecher Leo Steinbichler in seinem Debattenbeitrag und forderte in diesem Zusammenhang die sofortige Einführung des Österreichischen Qualitätsgütesiegels bzw. eine klare Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel im Sinne der Bürgerinitiative „Faire Lebensmittel“. „Es ist wirklich möglich, mit dänischen Schweinen und ungarischem Brennholz einen Tiroler Speck mit ggA-Auszeichnung zu erzeugen. Besonders für die Konsumenten ist es notwendig, diesen Pickerl-Wald zu schlägern!“, so Steinbichler.

Der Team Stronach Mandatar wies darauf hin, dass weder die „ggA“-Kennzeichnung ein Sicherheitszeichen sei, noch das AMA-Gütesiegel, denn „wissen Sie, dass es auch AMA-taugliches Palmöl in den Futtermitteln gibt? Wir füttern unseren Kälber, unseren Hunden, Katzen, Fischen Regenwald!“, mahnte Steinbichler zur Beibehaltung der hohen heimischen Produktionsstandards, zu mehr Lebensmittelsicherheit und fairem Handel.

Kritik übte Steinbichler auch an der ÖVP, der selbsternannten „Anwältin des ländlichen Raumes“. Die Pläne von Bundesminister Andrä Rupprechter, Bundeseinrichtungen zu dezentralisieren, seien abzulehnen. Schon jetzt habe z.B. Oberösterreich die fünffache Bürokratie Bayerns. „Für jeden Tag, wo zehn Bauern aufhören, holen wir einen Beamten aufs Land, dann haben wir zumindest einen, der gut verdient. Diese Rettung des ländlichen Raumes will ich nicht!“, so Steinbichler. Statt einer von der ÖVP lauthals verkündeten Trendwende hätten die Bauern nach wie vor mit einer Preissituation wie vor 40 Jahren zu kämpfen – „was ist mit einer Inflationsabgleichung?“, fragte der Team Stronach Mandatar. Und weiter: „Ich will einen ländlichen Raum, der prosperiert; mit Klein- nur Mittelgewerbetreibenden, mit Metzgern, mit Bäckern, mit Wirten, mit bäuerlichen Familienbetrieben; mit persönlicher Wertschätzung. Das muss unser Ziel sein, auch in Zeiten der EU und zunehmender Globalisierung. Denn mit der derzeitigen Regierungspolitik gefährden wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel und die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen und saisonalen Lebensmitteln“, so Steinbichler.

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