- 29.03.2017, 15:03:37
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- OTS0202
Stadtentwicklungskommission einstimmig für lokales städtebauliches Leitbild Althangrund
Wien (OTS) - Das neue städtebauliche Leitbild für das so genannte
„Althan Quartier“ im Entwicklungsgebiet Althangrund wurde am Dienstag
von der Stadtentwicklungskommission der Stadt Wien einstimmig
verabschiedet. Das Leitbild sieht einen weitläufigen Hochpark über
dem Bahnhof, sowie in Teilbereichen eine neue Bebauung über dem
Franz-Josef-Bahnhofs vor. Zusätzlich werden die umliegenden Straßen
aufgewertet und verkehrsberuhigt. Derzeit bilden der Bahnhof und die
darauf befindlichen Bauten eine Barriere mitten im 9. Bezirk. Ebenso
gibt es über dem Bahnhof keinerlei öffentliche Nutzung oder
Zugänglichkeit. Die nächsten Schritte sind nun die konkrete
Architekturplanung für das vordere Gebäude sowie ein
Realisierungswettbewerb für die Bebauung im hinteren Bereich des
Areals.
Der Hochpark als Herzstück des Areals ist von allen Seiten öffentlich
zugänglich und verbindet die verschiedenen Teile des Bezirks
miteinander. Durch ein Trägergeschoss zwischen der Bahn und dem
Hochpark ist es auch neun Meter über dem Straßenniveau möglich, Bäume
zu pflanzen. So werden mit dem Aufbrechen des derzeitigen
Gebäudekomplexes nicht nur neue Querungen, sondern auch zusätzliche
Grün- und Freiräume geschaffen.
Das Bürogebäude am Julius-Tandler-Platz wird generalsaniert und
architektonisch einer Renovierung unterzogen. Die derzeitige
Dimension bleibt damit in weiten Teilen erhalten, bekommt aber ein
neues Aussehen. Mit dieser Auffrischung soll auch eine Aufwertung des
Julius-Tandler-Platzes verbunden werden. Das Parkhaus auf dem Gelände
wird einer neuen Bebauung weichen. Durch eine Verlagerung des
Bauvolumens in Hochhäuser können weite Teile der Überplattung des
Bahnhofs für den Hochpark freigeräumt und deutlich mehr Freifläche
für die Bevölkerung gewonnen werden.
Am neu gestalteten Standort soll die Nutzung weitaus vielfältiger
ausfallen als bisher. Rund ein Drittel soll als Wohnraum genutzt
werden, ein Drittel für Büros und Geschäfte zur Verfügung stehen.
Neben dem attraktiven Hochpark wird auch großes Augenmerk darauf
gelegt, eine ansprechende und belebte Erdgeschoßzone zu schaffen.
Die Nordbergstraße und die Althanstraße bekommen im Zuge der
Neugestaltung neben neuen Räumen für Geschäfte und Einrichtungen auch
mehr Aufenthaltsraum. Die Nordbergstraße soll dabei umfassend
umgestaltet werden und mit Grünflächen, Bäumen und Sitzmöglichkeiten
einen Parkcharakter erhalten. In der Althanstraße werden
Gehsteigbereiche verbreitert, Aufenthaltsbereiche erweitert und ein
verkehrsberuhigter, urbaner Raum geschaffen. In Verbindung mit dem
Bahnhof wird es am Gelände einen sanften Mobilitätsknoten mit einem
zukunftsweisenden multimodalen Anspruch geben.
Dialogangebot wird fortgeführt
Die Neugestaltung des Franz-Josefs-Bahnhofs bzw. dessen Überbauung
wurde in einem kooperativen Planungsverfahren über einen Zeitraum von
mehr als acht Monaten erarbeitet. Neben einer umfassenden Beteiligung
von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Bezirk waren auch zahlreiche
Expertinnen und Experten eingebunden. Dieses Dialogangebot wird
laufend weitergeführt. Dazu wurde in der Althanstraße 4 wurde ein
Dialogbüro für das „Althan Quartier“ eingerichtet, in dem sich
interessierte Personen aus erster Hand informieren können. Bis Juli
sind monatlich Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten
geplant, ein Programm ist auf http://althanquartier.at/termine/ zu
finden.
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