Stadtentwicklungskommission einstimmig für lokales städtebauliches Leitbild Althangrund

Wien (OTS) - Das neue städtebauliche Leitbild für das so genannte „Althan Quartier“ im Entwicklungsgebiet Althangrund wurde am Dienstag von der Stadtentwicklungskommission der Stadt Wien einstimmig verabschiedet. Das Leitbild sieht einen weitläufigen Hochpark über dem Bahnhof, sowie in Teilbereichen eine neue Bebauung über dem Franz-Josef-Bahnhofs vor. Zusätzlich werden die umliegenden Straßen aufgewertet und verkehrsberuhigt. Derzeit bilden der Bahnhof und die darauf befindlichen Bauten eine Barriere mitten im 9. Bezirk. Ebenso gibt es über dem Bahnhof keinerlei öffentliche Nutzung oder Zugänglichkeit. Die nächsten Schritte sind nun die konkrete Architekturplanung für das vordere Gebäude sowie ein Realisierungswettbewerb für die Bebauung im hinteren Bereich des Areals.

Der Hochpark als Herzstück des Areals ist von allen Seiten öffentlich zugänglich und verbindet die verschiedenen Teile des Bezirks miteinander. Durch ein Trägergeschoss zwischen der Bahn und dem Hochpark ist es auch neun Meter über dem Straßenniveau möglich, Bäume zu pflanzen. So werden mit dem Aufbrechen des derzeitigen Gebäudekomplexes nicht nur neue Querungen, sondern auch zusätzliche Grün- und Freiräume geschaffen.

Das Bürogebäude am Julius-Tandler-Platz wird generalsaniert und architektonisch einer Renovierung unterzogen. Die derzeitige Dimension bleibt damit in weiten Teilen erhalten, bekommt aber ein neues Aussehen. Mit dieser Auffrischung soll auch eine Aufwertung des Julius-Tandler-Platzes verbunden werden. Das Parkhaus auf dem Gelände wird einer neuen Bebauung weichen. Durch eine Verlagerung des Bauvolumens in Hochhäuser können weite Teile der Überplattung des Bahnhofs für den Hochpark freigeräumt und deutlich mehr Freifläche für die Bevölkerung gewonnen werden.

Am neu gestalteten Standort soll die Nutzung weitaus vielfältiger ausfallen als bisher. Rund ein Drittel soll als Wohnraum genutzt werden, ein Drittel für Büros und Geschäfte zur Verfügung stehen. Neben dem attraktiven Hochpark wird auch großes Augenmerk darauf gelegt, eine ansprechende und belebte Erdgeschoßzone zu schaffen.

Die Nordbergstraße und die Althanstraße bekommen im Zuge der Neugestaltung neben neuen Räumen für Geschäfte und Einrichtungen auch mehr Aufenthaltsraum. Die Nordbergstraße soll dabei umfassend umgestaltet werden und mit Grünflächen, Bäumen und Sitzmöglichkeiten einen Parkcharakter erhalten. In der Althanstraße werden Gehsteigbereiche verbreitert, Aufenthaltsbereiche erweitert und ein verkehrsberuhigter, urbaner Raum geschaffen. In Verbindung mit dem Bahnhof wird es am Gelände einen sanften Mobilitätsknoten mit einem zukunftsweisenden multimodalen Anspruch geben.

Dialogangebot wird fortgeführt
Die Neugestaltung des Franz-Josefs-Bahnhofs bzw. dessen Überbauung wurde in einem kooperativen Planungsverfahren über einen Zeitraum von mehr als acht Monaten erarbeitet. Neben einer umfassenden Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern aus dem Bezirk waren auch zahlreiche Expertinnen und Experten eingebunden. Dieses Dialogangebot wird laufend weitergeführt. Dazu wurde in der Althanstraße 4 wurde ein Dialogbüro für das „Althan Quartier“ eingerichtet, in dem sich interessierte Personen aus erster Hand informieren können. Bis Juli sind monatlich Veranstaltungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten geplant, ein Programm ist auf http://althanquartier.at/termine/ zu finden.

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