Duzdar: Integrationsjahr verbessert Zugang zum Arbeitsmarkt für Flüchtlinge

Staatssekretärin eröffnet Tagung in ÖGB-Zentrale zum Thema Integration – „Positiver Effekt für ganze Gesellschaft“

Wien (OTS/SK) - Integrationsstaatssekretärin Muna Duzdar hat heute, Mittwoch, die Tagung „Gemeinsam (daran)arbeiten. Die Integration von MigrantInnen am Arbeitsmarkt & im Betrieb“ eröffnet, die von AMS Österreich, Gewerkschaft GPA-djp und abif (analyse, beratung und interdisziplinäre forschung) in der ÖGB-Zentrale in Wien veranstaltet wird. Das gestern im Ministerrat beschlossene Integrationsjahr stelle einen „Paradigmenwechsel in der Integrationspolitik“ dar, machte Duzdar deutlich: „Es verbessert den Zugang für AsylwerberInnen zum Arbeitsmarkt.“ Die schnelle Qualifizierung und Integration von Menschen, die geflüchtet sind, bringe „einen positiven Effekt für die Betroffenen und für die Gesellschaft als Ganzes“, unterstrich die Staatssekretärin. ****

Mit dem neuen Integrationsjahr kommt es erstmals zu einem flächendeckenden, durchgängigen und strukturierten Integrationsprogramm, das sich auch an AsylwerberInnen mit hoher Bleibewahrscheinlichkeit richtet. „Für den Integrationsprozess ist es entscheidend, dass Menschen so schnell wie möglich die Sprache erlernen und sich qualifizieren können“, betonte Duzdar. Mit dem Integrationsjahr werden unterschiedliche Zuständigkeiten und Systembrüche beseitigt, es komme zu einer „rascheren Selbsterhaltung der Betroffenen“, so die Staatssekretärin. Das Integrationsjahr ist abgestimmt auf individuelle Fähigkeiten und Kenntnisse und besteht aus bis zu sieben Modulen, u.a. zeitlich begrenzte Arbeitstrainings. Dabei handle es sich nicht um „Billigjobs“ und es gebe auch keine Verdrängungseffekte am regulären Arbeitsmarkt. Es gehe hier um ein Ausbildungs- und Qualifizierungsprogramm, strich Duzdar hervor. Die Öffnung des Dienstleistungschecks für AsylwerberInnen, der es ihnen ermöglicht, legal in privaten Haushalten zu arbeiten, eröffnet eine weitere Möglichkeit, erste Schritte am Arbeitsmarkt zu setzen.

Integration sei ein „Prozess von Geben und Nehmen“, so Duzdar. Den konkreten Angeboten steht daher eine Mitwirkungspflicht gegenüber. Für eine gelingende Integration seien die Möglichkeit zur Beschäftigung und das Erlernen der Sprache zentral, stellte Duzdar klar:  „Wer zum Nichtstun verdammt wird, hat es schwer, in ein geregeltes Leben zu finden.“ (Schluss) sc/bj

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