- 29.03.2017, 11:27:11
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AK zum Banken-KV: Belastete Beschäftigte ordentlich entlohnen
Sinkende Risikovorsorgen und Wertberichtigungen pushen Banken-Gewinne
Utl.: Sinkende Risikovorsorgen und Wertberichtigungen pushen
Banken-Gewinne =
Wien (OTS) - Österreichs Banken haben sich im Vorjahr trotz
schwieriger Rahmenbedingungen – insbesondere des anhaltend niedrigen
Zinsniveaus – hervorragend geschlagen. Das geht aus dem aktuellen
Branchenreport der AK Wien laut Daten der OeNB hervor. Insgesamt
verzeichnete der Bankensektor dank sinkender Risikovorsorgen und
Wertberichtigungen einen Jahresüberschuss von 4,4 Milliarden €, was
einem kräftigen Plus von 19 Prozent entspricht. Allerdings wird die
anhaltende Konsolidierung auf dem Rücken der Beschäftigten
ausgetragen. Der Personalstand sinkt weiter.
Während 2008 noch rund 80.000 Personen in den österreichischen
Kreditinstituten tätig waren, sind es 2015 nur noch 75.000
Beschäftigte (pro Kopf). Umgelegt auf Vollzeit sind das nur noch
63.021 Stellen. Dieser Stand reduzierte sich bis zum Ende des dritten
Quartals 2016 (die aktuellsten Zahlen) weiter auf 62.365
Vollzeitäquivalente. „In der österreichischen Bankenlandschaft bleibt
kein Stein auf dem anderen. Das zeigen die zahlreichen
Filialschließungen und der damit einhergehende Personalabbau. Und die
verbleibenden Beschäftigten sind einem hohen Arbeitsdruck und Stress
ausgesetzt. Da ist es ein Gebot der Fairness, diese ordentlich zu
entlohnen“, sagt Christoph Klein, Direktor der AK Wien, anlässlich
der heute weiter geführten KV-Verhandlungen.
Zumal die Zahlen unterm Strich wieder dem Vorkrisen-Niveau
entsprechen. Konkret erwirtschafteten Österreichs Banken im Vorjahr
einen Gewinn von 4,4 Milliarden € - ein Zugewinn von 19 Prozent. Alle
Sektoren waren damit in den schwarzen Zahlen. Und das, obwohl das
operative Geschäft durch das niedrige Zinsumfeld belastet ist.
Positiv schlugen sich in den Gewinn– und Verlustrechnungen der
Finanzinstitute jedoch die signifikanten Rückgänge bei den
Risikovorsorgen und Wertberichtigungen zu Buche. Das rückläufige
Exposure der Banken in Ost- und Südosteuropa hat zudem auch dazu
geführt, dass die Ratingagentur Moody’s ihren Ausblick für die
Branche auf „stabil“ angehoben hat.
„Die laufenden KV-Verhandlungen sind daher der ideale Zeitpunkt,
um auch bei den Beschäftigten, die in den vergangenen Jahren
zahlreichen Umstrukturierungen ausgesetzt waren, wieder für mehr
Stabilität zu sorgen“, plädiert Klein für einen fairen Abschluss.
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