Die AAU darf nicht ärmer werden - Jetzt noch die Reißleine ziehen!

ÖH Klagenfurt/Celovec protestiert gegen geplante Zugangsbeschränkungen

Klagenfurt (OTS/http://www.oeh-klagenfurt.at/presse) - Die ÖH Klagenfurt/Celovec meldet sich zu dem Diskurs rund um die Studienplatzfinanzierung zu Wort und kritisiert die Pläne von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Rektor und Uniko-Präsident Oliver Vitouch. Unter dem Stichwort Studienplatzfinanzierung wird derzeit die künftige Finanzierung der Universitäten verhandelt. Einerseits sollen die Bildungseinrichtungen mehr Budget zur Verfügung gestellt bekommen, andererseits aber Studienplätze reduziert werden. „Das entscheidende Problem bei der Sache ist, dass die Einführung von zusätzlichen Zugangsbeschränkungen für viele Menschen den Ausschluss von universitärer Bildung und das Zerschlagen ihrer Entwicklungschancen bedeuten wird“, führt Stephan Trautner, Vorsitzender der ÖH Klagenfurt/Celovec, aus.

Wie die ÖH Bundesvertretung problematisiert auch die ÖH Klagenfurt/Celovec die soziale Selektivität von Aufnahmeverfahren und Zugangsbeschränkungen. Eine Studie von 2014 (Friesinger, Palienko und Straner) zeigt, dass sich die soziale Zusammensetzung in Studienfächern verändert, nachdem der Zugang beschränkt wurde. Der Anteil an Studierenden ohne akademischen Familienhintergrund geht zurück, während dagegen der Anteil an Studierenden, deren Eltern eine Hochschule absolviert haben, ansteigt. Sabrina Schreilechner, 1. stellvertretende Vorsitzende, meint dazu: „Es darf nicht sein, dass die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht noch mehr darüber entscheidet ob ich studieren kann oder nicht. Die Möglichkeit eine Universität zu besuchen muss allen Menschen gleichermaßen offenstehen.“

Um ihre Kritik zu verdeutlichen organisiert die ÖH Klagenfurt/Celovec eine Informationsveranstaltung und Aktion am 31.3.17 am Tag der offenen Tür an der Universität Klagenfurt unter dem Motto „Freie Bildung heißt freier Hochschulzugang – Die AAU wird ärmer!“. Dabei soll das Thema künftige Zugangsbeschränkungen sowohl Studierenden als auch Studieninteressierten besser zugänglich gemacht werden und Aufmerksamkeit für die Position der ÖH geschaffen werden. Mit dem Veranstaltungstitel soll betont werden, dass die mögliche höhere Finanzierung der AAU durch die Studienplatzfinanzierung die eigentliche Verarmung der Universität zur Folge hätte – eine Verarmung an Studierenden und sozialer Durchmischung. Jakob Salvenmoser, 2. stellvertretender Vorsitzender, fasst dazu die Forderungen der ÖH zusammen: „Wir benötigen bessere finanzielle Absicherung für Studierende und einen freien Hochschulzugang damit alle Menschen sich an der Universität auch entfalten können. Noch kann die Universitätenkonferenz die Reißleine ziehen und gemeinsam mit der ÖH für eine Ausfinanzierung der Universitäten ohne Zugangsbeschränkungen kämpfen.“

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