- 24.03.2017, 09:33:52
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SP-Klubtagung Renate Brauner: Wien startet Pilotprojekt zur Aktion "20.000" des Bundes
Neue Job- und Qualifikationsoffensiven für Frauen, Ältere und weniger gut Ausgebildete
Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner kündigte heute bei der Tagung des SPÖ Rathausklubs neue Job- und Qualifikationsoffensiven an. Profitieren sollen davon in erster Linie Frauen, ältere Arbeitslose und WienerInnen ohne formalen Bildungsabschluss.
Brauner: “Gleiche Chancen für alle beim Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt zu schaffen, ist eine Grundvoraussetzung für soziale Gerechtigkeit. Deswegen wollen wir vor allem jenen helfen, die es momentan am Arbeitsmarkt besonders schwer haben. Wir wollen Frauen im Erwerb von Kompetenzen für Jobs 4.0 unterstützen. Für ältere arbeitslose Wienerinnen und Wiener wollen wir im Rahmen der Bundesaktion '20.000' neue Beschäftigungsmöglichkeiten in der Stadt Wien und ihren Einrichtungen schaffen. Und wir wollen den Qualifikationsplan Wien weiter entwickeln und bis 2030 verlängern."
"Gerade die Digitalisierung wird die Arbeitswelt, Berufsbilder, Tätigkeiten und Qualifikationserfordernisse verändern. Menschen, die keine gute bzw. aktuell gefragte Ausbildung haben, drohen zur Gänze auf der Strecke zu bleiben. Gut qualifizierte Fachkräfte sind außerdem das Um und Auf für eine erfolgreiche Entwicklung unseres Wirtschaftsstandortes. Deswegen dürfen wir gerade auch beim Thema Qualifizierung nicht locker lassen“, so die Wirtschaftsstadträtin.
Zwtl.: Beschäftigungsaktion 20.000 – Wiener Pilotprojekt mit 200 Jobs für arbeitslose WienerInnen 50+ startet im Juli =
Die Bundesregierung hat sich aufgrund der steigenden Arbeitslosigkeit vor allem auch bei älteren Menschen zum Ziel gesetzt, 20.000 Personen, die älter als 50 Jahre und mehr als ein Jahr arbeitslos sind, eine Beschäftigungsmöglichkeit anzubieten. Im Mittelpunkt stehen dabei Städte, Gemeinden, Bundesländer und gemeinnützige Einrichtungen, wie z.B. das Rote Kreuz. Das AMS übernimmt für die Dauer von 2 Jahren die vollen Lohn- und Gehaltskosten. Finanziert wird das Programm aus der Arbeitslosenversicherung des Bundes. Die Umsetzung soll im Juli dieses Jahres mit Pilotprojekten in allen Bundesländern starten.
Brauner: „Wien macht dabei selbstverständlich mit. Mindestens 200 Personen sollen ab 1.Juli in ein gefördertes Dienstverhältnis einsteigen können. Es geht mir vor allem auch darum, BezieherInnen der bedarfsorientierten Mindestsicherung zu beschäftigen. Denn für soziale Gerechtigkeit eintreten, heißt auch drohende Altersarmut zu bekämpfen.“
Der Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds wird das Pilotprojekt für den kommunalen Bereich managen. Demnächst startet die konkrete Erhebung der Beschäftigungsmöglichkeiten im Magistrat sowie kommunalen Unternehmen und Einrichtungen. Die Gesamtverantwortung liegt beim AMS Wien.
Zwtl.: Brauner: „Frauen sollen nicht zu Verliererinnen sondern zu Gewinnerinnen der Digitalisierung der Arbeitswelt werden“ =
Fakt ist, Frauen und Männer sind am Arbeitsmarkt immer noch nicht gleichgestellt, auch wenn Frauen in Wien besser dran sind. Berufstätige Frauen - vor allem die Teilzeit bzw. in schlechten oder schlecht bezahlten Jobs arbeiten - bleiben zudem bei der Weiterbildung im Betrieb oft auf der Strecke. Berufliche Weiterbildung wird aber in Zusammenhang mit der Digitalisierung der Arbeitswelt einen besonders hohen Stellenwert einnehmen.
„Ich habe daher den waff beauftragt, ein spezielles Unterstützungsangebot zu entwickeln, damit sich berufstätige Frauen gut auf die Herausforderungen der digitalen Arbeitswelt - auf Jobs 4.0 - vorbereiten können“, unterstrich Brauner. „Frauen sollen nicht zu Verliererinnen, sondern zu Gewinnerinnen der Digitalisierung der Arbeitswelt werden“, bekräftigte sie.
Brauner: „Mit dem waff-Programm FRECH-Frauen ergreifen Chancen haben wir bereits jetzt ein ganz tolles Unterstützungsangebot für Frauen, die im Beruf weiterkommen bzw. sich beruflich verändern wollen. Ein Angebot in Richtung 4.0 werden wir noch im ersten Halbjahr 2017 bereitstellen können.“
Zwtl.: Qualifikationsplan Wien geht bis 2030 in die Verlängerung =
Studien bestätigen, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften, die nur Pflichtschulabschluss haben, in Zukunft weiter sinken wird.
Brauner: „Die Ziele und Maßnahmen des Qualifikationsplans Wien sind daher aktueller denn je. Qualifikation reduziert nicht nur das Risiko von Arbeitslosigkeit, sondern ist auch die Grundlage für einen besseren Job und ein besseres Einkommen. Trotz aller Erfolge des Qualifikationsplans müssen wir damit rechnen, dass es nicht zuletzt durch die wachsende Anzahl von Bewohnerinnen und Bewohnern weiterhin viele Menschen in unserer Stadt gibt, die keine Ausbildung über den Pflichtschulabschluss hinaus haben“, erklärte Brauner.
Die Wirtschaftsstadträtin schlug allen beteiligten Institutionen des Qualifikationsplans Wien eine Verlängerung des Qualifikationsplan Wien bis 2030 vor. Ein wesentlicher Anstoß dafür sei von AK Präsident Rudi Kaske gekommen, betonte sie.
Brauner abschließend: “'Wien. Besser. Machen.' heißt vor allem die Wiener Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei beruflicher Aus- und Weiterbildung zu unterstützen, gut für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten und ihnen in besonders schwierigen Situationen mit neuen Jobperspektiven unter die Arme zu greifen. Wir lassen niemanden zurück.“
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