• 23.03.2017, 13:28:03
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  • OTS0174

LH Wallner: Vorarlberg baut seine Position im Regionenvergleich aus

Umfassender Vergleich zu den Themen Wirtschaft, Soziales, Umwelt und Bildung

Utl.: Umfassender Vergleich zu den Themen Wirtschaft, Soziales,
Umwelt und Bildung =

Bregenz (OTS) - (VLK) – Hohe Lebenserwartung, niedrige
Arbeitslosigkeit, hohe Wirtschaftsleistung: Vorarlberg kann im
Vergleich mit rund 200 europäischen Regionen sehr gut mithalten. Das
Land konnte den guten Rang seiner Wirtschaftsleistung (je Einwohner)
weiter ausbauen. 2008 war es noch an 19. Stelle gelegen. Seither hat
es sich bis 2015 auf den 12. Rang vorgearbeitet, informierte
Landeshauptmann Markus Wallner heute (Donnerstag) in einem
Pressegespräch mit Landesstatthalter Karlheinz Rüdisser und dem
Wirtschaftsforscher Helmut Kramer.
Die Herausforderungen, um die wirtschaftliche Stärke Vorarlbergs
zu wahren, bleiben im Wesentlichen unverändert, betonte der
Landeshauptmann: "Beschäftigung, Investitionen in Bildung und
Forschung sowie die weitere Ankurbelung des privaten Konsums – all
das erfordert auch in Zukunft große Anstrengungen."

Im Auftrag der Vorarlberger Landesregierung hat Univ.-Prof. Helmut
Kramer die Ergebnisse einer Studie über insgesamt 193 europäische
Regionen kritisch geprüft. Untersucht wurde dabei nicht nur die
wirtschaftliches Entwicklung, sondern auch die Sozial-, Umwelt – und
Bildungspolitik der Regionen.

Vergleich mit ähnlichen Regionen

Vergleicht man Vorarlberg mit den insgesamt 193 Regionen in Bezug
auf die Pro-Kopf-Wirtschaftsleistung und umgerechnet auf
Kaufkraftparität, nimmt Vorarlberg (2015) den 26. Platz ein. In
Österreich erzielen nur Wien und Salzburg eine höhere Wertschöpfung.
Tirol folgt knapp dahinter. Im Zeitraum 2008 bis 2015 wuchs die
Wirtschaftsleistung pro Kopf in Vorarlberg um 14,4 Prozent, in
Salzburg um 13,4 Prozent und in Wien um 4,3 Prozent. Der Abstand
konnte somit teils deutlich verringert werden. Im Ranking liegen vor
Vorarlberg hauptsächlich eine Anzahl Millionenstädte und große
Staatshauptstädte. Klammert man diese aus, erreicht Vorarlberg den
12. Platz unter den rund 180 besser vergleichbaren Regionen. Als
Gründe dafür nannte Professor Kramer unter anderem die im
internationalen Vergleich gute Beschäftigungslage mit geringer
Jugendarbeitslosigkeit, die hohe Lebenserwartung – Kramer:
"Vorarlberg ist das einzige österreichische Bundesland mit einer
Lebenserwartung bei der Geburt von über 83 Jahren, Tendenz steigend"
und die hohe betriebliche Forschungsquote.

Der Anteil der Bevölkerung, die zumindest einen Bildungsabschluss
auf sekundärer Stufe (über Pflichtschule hinaus, Fachausbildung oder
Matura) aufweist, liegt in Vorarlberg bei 82 Prozent. Dies entspricht
den Werten in Baden-Württemberg oder in der Ostschweiz. "Im Gegenzug
bildet in Vorarlberg die weit überdurchschnittliche Quote an
Lehrlingen ein zentraler Erfolgsfaktor für den Standort Vorarlberg",
sagte Landesstatthalter Rüdisser: "Damit führt Vorarlberg nicht nur
die Reihung der Bundesländer an, sondern befindet sich auch
europaweit unter den Spitzenreitern." Künftig gelte es in zwei
Bereiche verstärkt zu investieren, so Rüdisser: "Einerseits in den
Arbeitsmarkt und andererseits in Forschung und Entwicklung."

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