Österreichs Baulandpreise ImmoNetZT warnt: Vorsicht bei Durchschnittspreisen

Durchschnittswerte haben oft keine Aussagekraft: In Wien etwa kostet Bauland zwischen 85 und 3.500 Euro pro Quadratmeter - ein Überblick von immoNetZT

Graz (OTS) - In den letzten Wochen gab es einige Publikation von Durchschnittswerten für Baulandpreise in ganz Österreich oder einzelner Regionen. Aus diesem Anlass - sowie wegen gesetzlicher Änderungen wie der Grundanteilverordnung 2016 - hat das Team von immoNetZT die Bauland-Transaktionen der letzten Jahre ausgewertet. Fazit: „Durchschnittpreise für Gemeinden oder Regionen haben oft keine Aussagekraft“, so Dieter Leitner, Geschäftsführer des ZT Datenforum in Graz. „Sie geben die Marktschwankungsbreite innerhalb einer Region nicht wieder.“ Denn der wahre Wert eines Grundstückes innerhalb einer Gemeinde hängt stark von Faktoren wie Lage, Umwelt (Lärm, Emissionen), Entwicklungsmöglichkeit, Widmung, Form, Größe oder Bebauungsmöglichkeiten ab.

13 Jahre Erfahrung

Das ZT Datenforum beschäftigt sich seit 13 Jahren mit Transaktionsdaten österreichischer Immobilien. Nur Preise von tatsächlich vollzogenen Transaktionen fließen in die Analysen ein. Seit 2015 ist die Genossenschaft - nach einer EU-weiten Ausschreibung - alleiniger Lieferant der Statistik Austria. Seit letztem Jahr unterstützt das ZT Datenforum die Sparte Immobilien der Wirtschaftskammer Österreich.

„Auf Basis unserer Erfahrung ist es uns möglich, aus allen Transaktionen den gewöhnlichen Geschäftsverkehr zu extrahieren“, erklärt Leitner, „sodass wegen persönlicher Umstände der Vertragsteile zu hohe oder niedrige Preise bei der Berechnung nicht berücksichtigt werden und das Ergebnis nicht beeinflussen.“

Wien/Niederösterreich:

So schwanken in der Bundeshauptstadt Wien die Baulandtransaktionen zwischen € 80,- und € 3.500,- je m2, sodass zum Beispiel ein rechnerischer Durchschnittswert von € 950,- je m2 für die Bezirke Fünfhaus, Döbling und Hernhals nur ein grober Anhaltspunkt sein kann. Im Ballungsraum um Wien, sowie entlang der Achse der A2 Richtung Süden zum Semmering schwanken die Preise zwischen € 35,- und € 560,- je m2 mit einer Wertsteigerung bis 7 % p.a.. Weitere Hot-Spots in Niederösterreich bilden Sankt Pölten (€ 25 - € 225) und Krems an der Donau (€ 23 - € 380).

Wien West (von bis) € 85,- bis € 1.955,- je m2;
Sankt Pölten (von bis) € 25,- bis € 225,- je m2;
Krems an der Donau (von bis) € 23,- bis € 380,- je m2

Oberösterreich/Salzburg:

In Oberösterreich und dem Bundesland Salzburg errechnet sich für die Stadt Salzburg ein Preisband von € 60,- bis 1.560,- je m2 mit einer Wertsteigerung bis zu 10 % p.a., bzw. für Linz von € 45,- bis € 1.100,- je m2. Hoch bleiben die Baulandpreise in den Tourismusregionen wie Gemeinde Sankt Johann im Pongau (€ 170,- - € 670,- je m2) oder Gemeinde Golling an der Salzach (€ 100,- - € 950,- je m2).

Salzburg (von bis) € 60,- bis € 1.560,- je m2;
Sankt Johann im Pongau (von bis) € 170,- bis € 670,- je m2;
Golling an der Salzach (von bis) € 100,- bis € 950,- je m2;
Linz (von bis) € 45,- bis € 1.100,- je m2;
Wels (von bis) € 48,- bis € 570,- je m2

Tirol/Vorarlberg:

Tirol und Vorarlberg: Im Westen sind wegen der exponierten Lage die freien Baulandzonen rar und daher die Preise naturgemäß hoch. In Innsbruck werden Baulandpreise zwischen € 50,- und € 1.700,- je m2 bezahlt, in Bregenz zwischen € 100,- und € 640,- je m2. Die teuersten Baulandpreise gibt es in den Gemeinden Kitzbühel (bis zu € 3.700,- je m2), Fiss-Serfaus (bis zu € 1.700,- je m2) und Sankt Anton am Arlberg (bis zu € 1.500,- je m2). In Sölden wirken die Preise mit bis zu € 730,- je m2 eigentlich moderat.

Innsbruck (von bis) € 50,- bis € 1.700,- je m2;
Kitzbühel (von bis) € 110,- bis € 3.700,- je m2;
Sölden (von bis) € 130,- bis € 730,- je m2;
Bregenz (von bis) € 100,- bis € 640,- je m2;
Sankt Anton am Arlberg (von bis) € 220,- bis € 1.500,- je m2;
Fiss-Serfaus (von bis) € 100,- bis € 1.700,- je m2

Steiermark/Kärnten:

Steiermark und Kärnten: In der Landeshauptstadt Graz bewegen sich die Preise zwischen € 120 und €1.160 je m2. In Kärnten fällt die Region Wörthersee mit Klagenfurt (€ 50,- - € 550,- je m2), Villach (€ 40,- - € 510,- je m2) oder z.B. Krumpendorf (€ 32,- - € 285,- je m2) auf. Wobei natürlich Grundstücke mit Seezugang einen besonderen Wert bilden. Besonders auffällig ist die Region Weißensee mit Baulandpreisen bis € 800.- je m2.

Graz (von bis) € 120,- bis € 1.160,- je m2;
Liezen (von bis) € 35,- bis € 150,- je m2;
Klagenfurt (von bis) € 50,- bis € 550,- je m2;
Villach (von bis) € 40,- bis € 510,- je m2;
Krumpendorf (von bis) € 32,- bis € 285,- je m2

Burgenland:

Der Süden Burgenlands weist sehr moderate Baulandpreise mit max. € 75,- je m2 auf, im nördlichen Burgenland steigen die Preise um die Landeshauptstadt Eisenstadt (€ 95,- - € 315,- je m2)und die Region Neusiedlersee mit den Gemeinden Neusiedl (€ 35,- - € 720,- je m2) oder Purbach (€ 30,- - € 190,- je m2).

Eisenstadt (von bis) € 95,- bis € 315,- je m2;
Neusiedl (von bis) € 35,- bis € 720,- je m2

immoNetZT - ZT datenforum:

Das ZT datenforum versteht sich als Innovationsleader in Sachen Immobilienbewertung in Österreich. Seit 2004 werden Kaufvertragsdaten ausgewertet und mit immoNetZT Sachverständigen, Maklern und auch Privatkunden zur Verfügung gestellt.

immoNetZT liefert valide Daten für Immobilien-Transfers in ganz Österreich. Jährlich werden bis zu 120.000 Kaufverträge von geschultem Personal in Österreich ausgewertet und nach mehrfachen Kontrollen durch Sachverständige sowie nach statistischen Methoden in einer browserbasierten Softwarelösung den Kunden zur Verfügung gestellt. Sämtliche Kaufvertragsdaten können bereits spätestens 6 Wochen nach der Verbücherung im Grundbuch via immoNetZT abgerufen werden. Darüber hinaus stellt immoNetZT Tools zur Auswertung regionaler Entwicklungen und Umfeldanalysen zur Verfügung. Namhafte Kunden vertrauen auf die Erfahrung und Know-how des ZT datenforum. Darunter: die Statistik Austria, die Wirtschaftskammer Österreich sowie zahlreiche Behörden, Banken, Sachverständige, Makler und Gutachter.

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DI Dieter Leitner, 0316 82 28 99

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