- 20.03.2017, 13:00:58
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LH Pröll präsentierte diesjährige Landesausstellung „Alles was Recht ist“
„Insgesamt 23 Millionen Euro investiert“
Utl.: „Insgesamt 23 Millionen Euro investiert“ =
St. Pölten (OTS/NLK) - Im Rahmen einer Pressekonferenz informierte
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute, Montag, gemeinsam mit der
wissenschaftlichen Leiterin Dr. Elisabeth Vavra, Pöggstalls
Bürgermeisterin Margit Straßhofer und dem Künstlerischen Leiter der
Niederösterreichischen Landesausstellungen Kurt Farasin zur
diesjährigen Landesausstellung mit dem Titel „Alles was Recht ist“,
die von 1. April bis 12. November 2017 in Pöggstall und in der
umliegenden Region stattfindet.
„Der Countdown läuft. In elf Tagen werden wir die offizielle
Eröffnung der diesjährigen Landesausstellung mit dem Titel ‚Alles was
Recht ist‘ feiern“, so Landeshauptmann Pröll, der eine Bilanz über
die Vorbereitungsarbeiten zog und eine Vorschau auf die kommende
Landesausstellung gab. Vor drei Jahren sei die Entscheidung getroffen
worden, die Landesausstellung 2017 in Pöggstall zu organisieren,
betonte Pröll, dass dies in „Respekt vor der Region“ geschehen sei,
weil aus der Region und Gemeinde „ein ausgereiftes Konzept
präsentiert wurde“.
Ein weiterer Grund für die Ausrichtung der Landesausstellung in
Pöggstall sei die geografische Lage gewesen. „Es ist das erste Mal,
dass im südlichen Waldviertel eine Landesausstellung organisiert
wird“, hielt der Landeshauptmann fest, dass diese wunderschöne
Landschaft in der Vergangenheit unterpräsentiert gewesen sei. Dieser
Ort sei zudem „kulturhistorisch bedeutend“, informierte Pröll, dass
der Kern des Schlosses Pöggstall aus dem 13. Jahrhundert stamme und,
dass während der Bauarbeiten „eine Vielzahl an Facetten der
Geschichte“ zum Vorschein gekommen sei. „Wir haben einen großen Wert
darauf gelegt, dass diese kulturelle Veranstaltung auch einen
regionalpolitischen Impuls nach vorne bringt und Bewegung in der
Region entsteht“, so der Landeshauptmann in Bezug auf die Zeit nach
der Landesausstellung. „Die Landesausstellung soll die wunderschöne
Landschaft in ihrem Image verbessern“, sagte Pröll, dass man
Pöggstall landläufig als „Meran des Waldviertels“ bezeichne, weil es
hier die meisten Sonnentage gebe, das sei aber zu wenig bekannt und
das solle sich ändern.
„Insgesamt sind in den zurückliegenden drei Jahren 23 Millionen Euro
investiert worden, die zu einem guten Teil in die
Renovierungsarbeiten des Schlosses geflossen sind“, informierte der
Landeshauptmann, dass diese Arbeiten neun Millionen Euro gekostet
hätten. „Das Schloss ist ein Prunkstück geworden“, führte Pröll aus,
dass es in diesem schöne Bauteile der Gotik und Renaissance gebe. „Es
ist ein wunderschönes Ambiente geworden“, so der Landeshauptmann in
Hinblick auf die Gestaltung von Rondell, Kirche und Hauptplatz neben
dem Schloss. Fünf Millionen Euro seien in Begleitprojekte investiert
worden, etwa für die Naturvermittlung, in LEADER-Projekte und in die
regionale Infrastruktur. In den regionalen Straßenbau seien neun
Millionen Euro investiert worden. Ausgebaut worden seien die Yspertal
Straße, die Weitental Straße und die Ottenschlager Straße. „Die
Region ist gerüstet“, sprach der Landeshauptmann von „besten
Voraussetzungen, um eine optimale Landesausstellung abzuwickeln“.
„Insgesamt erwarten wir uns eine Befruchtung des gesamten Donautals,
Yspertals und Weitentals“, so Pröll.
Von der diesjährigen Landesausstellung erwarte man sich
„kulturpolitische und gesellschaftspolitische Impulse“, informierte
der Landeshauptmann, dass diese die Entwicklung der Rechtsgeschichte
näher bringe. Damit zusammenhängend würden auch „zentrale Fragen des
menschlichen Zusammenlebens“ diskutiert werden. Dabei gehe es auch
darum, was jeder Einzelne zu einem friedvollen Zusammenleben tun
könne. Die Landesausstellung solle auch „eine Brücke aus der
Vergangenheit in die Zukunft“ sein. Weiters erwarte man sich
„regionalpolitische Impulse“, führte Pröll aus, dass die
Landesausstellung nicht nur die Gemeinde, sondern die gesamte Region
stärken solle. Dass die Landesausstellung von der gesamten Region
getragen werde, zeige, dass das Projekt 23 Gemeinden umfasse und es
auch sechs Waldviertelstationen gebe. Insgesamt gebe es auch 85
Regionspartnerbetriebe, durch die das Image der Region und die
Identifikation mit der Region in die Höhe gehoben werden sollen.
Zudem erwarte man sich einen touristischen Impuls: „Die
Landesausstellung soll Tourismusmotor werden“, sagte Pröll, dass
durch diese der Bekanntheitsgrad und das Image der Region gestärkt
werden sollen.
Der Landeshauptmann bedankte sich beim wissenschaftlichen Team der
Landesausstellung unter der Leitung von Prof. Elisabeth Vavra, beim
Künstlerischen Leiter Kurt Farasin, dem Geschäftsführer der
Landesausstellungen Guido Wirth, beim Bundesdenkmalamt und
insbesondere Landeskonservator Dr. Hermann Fuchsberger „für seine
fachkundige Arbeit“, bei Bürgermeisterin Margit Straßhofer und der
Gemeinde, bei allen Regionsverantwortlichen und bei der Bevölkerung
in der Region.
Die Leiterin des wissenschaftlichen Teams Prof. Elisabeth Vavra
sagte: „Das Herausforderndste war, auf der einen Seite die
Entwicklung der Rechtsgeschichte aufzuzeigen und dann den Bogen in
die Gegenwart zu spannen“. Es würden Fragen behandelt werden, worauf
das heutige Recht aufgebaut sei, wie es in der Vergangenheit
funktioniert habe und wie es heute funktioniere. Es werde auch
gezeigt, dass Gesetze „nicht etwas Einzementiertes“, sondern diese in
Bewegung seien. „Die Ausstellung will aufzeigen, woher kommen wir mit
unserem Rechtssystem und wo stehen wir heute“, betonte Vavra, dass
die Landesausstellung zum Nachdenken anregen solle. Es sei „ein sehr
weiter Komplex, den die Ausstellung abdeckt“, informierte die
wissenschaftliche Leiterin, dass es sehr viele Exponate gebe, aber
auch sehr viele multimediale und interaktive Stationen. „Es war uns
wichtig, eine Ausstellung für alle zu machen“, führte Vavra aus, dass
die Landesausstellung auch für Menschen mit körperlichen
Einschränkungen erlebbar sei, etwa durch Tastfolien für
Sehbeeinträchtigte oder durch Gebärdensprache unterstützte Videos für
Hörbeeinträchtigte.
Bürgermeisterin Margit Straßhofer betonte, dass es „eine große
Bedeutung für eine Marktgemeinde“ sei, den Zuschlag für eine
Landesausstellung zu erhalten. Pöggstall sei seit 1986 Besitzer des
Schlosses. Nur mit der Landesausstellung sei es möglich geworden,
dieses Kulturjuwel richtig zu präsentieren, so Straßhofer. Für den
Besucher und die Bevölkerung werde das Schloss mit der
Landesausstellung und den verbundenen Arbeiten „noch mehr in den
Mittelpunkt gerückt“, hob die Bürgermeisterin die barrierefreie
Erschließung hervor. Besonders in den letzten Monaten sei spürbar
geworden, dass die Landesausstellung nun für alle greifbar werde. Mit
der Landesausstellung könne man in der Region sehen, „welche
Leuchttürme wir vor der Haustür haben“, so Straßhofer. Ab 2018 werde
die Gemeinde in das Schloss übersiedeln und dieses damit „mit
weiterem Leben erfüllen“, so die Bürgermeisterin.
Der Künstlerische Leiter Kurt Farasin sagte, dass das Programm für
die diesjährige Landesausstellung seit drei Jahren intensiv in
Vorbereitungsarbeit sei. Was die Niederösterreichischen
Landesausstellungen von anderen Ausstellungen unterscheiden würden,
sei die Gemeinschaft, die im Vorfeld entstehe und die gemeinsam zur
Landesausstellung einlade. „Hier wurde ein Schloss der Bevölkerung
zurückgegeben“, informierte Farasin, dass man damit „ein
Beziehungsherz“ geschaffen habe. Das Schloss sei mit der Kirche und
dem Hauptplatz zusammengewachsen. Es gebe viele Programme für
Jugendliche und auch für Gruppen. Weiters sei ein einstündiger
Rundwanderweg entwickelt worden, auf dem man sehen könne, wie das
Schloss Pöggstall in die Landschaft eingebettet sei. Besonders hob
Farasin auch die sechs Waldviertelstationen und über 80
Regionspartner hervor, die Gastfreundschaft leben würden.
Nähere Informationen: Niederösterreichische Landesausstellungen,
Pressesprecher Klaus Kerstinger, Telefon 02742/90 80 46-652, e-mail
[email protected],
www.noe-landesausstellung.at
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