- 18.03.2017, 08:00:01
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„profil“: FMA-Anzeige gegen Meinl Bank wegen mutmaßlicher Geldwäscherei
Konnex zu Odebrecht-Skandal – Meinl Bank selbst erstattete 2016 Geldwäscheverdachtsmeldung
Utl.: Konnex zu Odebrecht-Skandal – Meinl Bank selbst erstattete
2016 Geldwäscheverdachtsmeldung =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin „profil“ in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, hat die Finanzmarktaufsicht (FMA)
die Meinl Bank AG wegen mutmaßlicher Geldwäscherei in Zusammenhang
mit dem Odebrecht-Korruptionsskandal angezeigt. Nach Recherchen von
„profil“ und der ORF-ZIB2 richtet sich die kürzlich bei der
Staatsanwaltschaft Wien eingebrachte Sachverhaltsdarstellung gegen
namentlich nicht genannte amtierende und ehemalige Manager der Meinl
Bank AG und deren früherer Tochter Meinl Bank Antigua Limited (MBA).
Die Meinl Bank hatte die MBA-Mehrheit 2011 verkauft, blieb aber bis
2015 beteiligt, bis Anfang 2016 fungierten dort zwei Österreicher als
nicht-geschäftsführende („non-executive“) Direktoren, einer davon:
der langjährige Wiener Meinl-Vorstand Peter Weinzierl.
Wie die Recherchen zeigen, hatten jedenfalls vier dem
brasilianischen Odebrecht-Konzern zuzurechnende Briefkästen bis
zuletzt Konten bei der Meinl Bank Antigua, die wiederum die Wiener
Meinl Bank als Korrespondenzbank nutzte. Nach Erkenntnissen der FMA
könnte ein Teil der fragwürdigen Odebrecht-Zahlungen von Antigua aus
über Wien abgewickelt worden sein.
Wie sich weiters herausstellt, hatte die Meinl Bank AG von sich
aus bereits im September vergangenen Jahres eine
Geldwäscheverdachtsmeldung beim Bundeskriminalamt erstattet. Sie
berief sich dabei auf „Medienberichte“, wonach die Meinl Bank Antigua
„in Zahlungsströme rund um die Odebrecht-Gruppe involviert“ sei. „Es
besteht nunmehr der Verdacht, dass auch über Konten von der
Odebrecht-Gruppe nahestehenden Unternehmen bei der Meinl Bank Antigua
Ltd. Zahlungen … geflossen sein könnten“, wie es in der Meldung hieß.
Die Meinl Bank erklärte bereits mehrfach, seit 2011 „keinen
operativen Einfluss“ mehr auf die MBA zu haben. „Dass unser Institut
nun in Zusammenhang mit den Ermittlungen in Sachen Odebrecht gebracht
wird, ist so bedauerlich wie unangebracht. Unser Institut wird dies
auch gegenüber den Behörden darlegen“, so Vorstandsdirektorin Samira
Softic in einer Stellungnahme.
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