„Orientierung“ über den Zölibat in Diskussion

Am 19. März um 12.30 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Christoph Riedl präsentiert „Orientierung“ am Sonntag, dem 19. März, um 12.30 Uhr in ORF 2 mit folgenden Themen:

Kirche in Bewegung: Nachdenken über „verheiratete Priester“ Nicht ganz neu ist die Forderung von reform-orientierten Katholikinnen und Katholiken, auch Viri probati – „bewährte“, verheiratete, römisch-katholische Männer – zu Priestern zu weihen. Dass es Papst Franziskus selbst war, der vor wenigen Tagen in einem Interview in der deutschen Wochenzeitschrift „Die Zeit“ den Anstoß zu weiteren Diskussionen darüber gegeben hat, hat freilich eine neue Qualität. Über den Zölibat – die verpflichtende Ehelosigkeit von Priestern – könne und solle nachgedacht werden, ließ denn auch Kardinal Christoph Schönborn zum Auftakt der dieswöchigen Frühjahrssession der Österreichischen Bischofskonferenz in Vorarlberg wissen. „Schwierige Notsituationen der Seelsorge“ stünden dabei im Fokus. Und der Feldkircher Bischof Benno Elbs meint zum Thema: Über die Weihe von Viri probati müsse im Blick auf Gemeinden, die seit Jahren keinen Priester mehr haben, nachgedacht werden. Bericht:
Marcus Marschalek

EuGH-Urteil: Arbeitgeber darf „religiöse Symbole“ verbieten
Zu einem viel beachteten Urteil ist dieser Tage der Europäische Gerichtshof in Luxemburg gelangt: Ein Arbeitgeber darf „religiöse Symbole“ im Job verbieten, damit also auch Mitarbeiterinnen das Tragen eines Kopftuchs untersagen – freilich nur dann, wenn er dabei auf „allgemeine Regeln“ achte, die für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gleichermaßen gültig seien. Eine festgeschriebene „weltanschauliche Neutralität“, der sich eine Firma etwa im Kundenverkehr verpflichte – so ist aus dem Urteil herauszulesen – wäre eine solche Regel. Die Reaktionen auf das Urteil fallen höchst unterschiedlich aus: Einerseits ist nun von „mehr Klarheit“ die Rede, andererseits wird die Entscheidung, etwa in den Augen von Religionsgemeinschaften, als „Signal der Diskriminierung“ erlebt. Geklagt hatte eine Muslimin in Belgien, die aufgrund hausinterner Regeln ihres Arbeitgebers das Kopftuch nicht tragen durfte. Sie hat ihren Job verloren. Bericht: Cornelia Primosch

Luther-Spuren in Wien: Ausstellung über Reformation und ihre Folgen „Brennen für den Glauben“, so lautet der Titel einer aktuellen Ausstellung im Wien Museum am Karlsplatz über Martin Luthers 95 Thesen und deren Folgen. 500 Jahre nachdem der Reformator seine Thesen zum Ablasshandel im deutschen Wittenberg veröffentlicht hat, beleuchtet diese aktuelle Schau die Spuren der Reformation in Wien. Dank des Buchdrucks verbreiteten sich damals die Lehren Luthers im deutschen Sprachraum rasend schnell. Auch Wien wurde vom „Geist der Reformation“ erfasst: Der Großteil der Wienerinnen und Wiener trat im Laufe des 16. Jahrhunderts zum evangelischen Glauben über. Erst die so genannte Gegenreformation verhalf der römisch-katholischen Kirche zur Wiedergewinnung von bereits verloren gegangenem Einfluss. Die „Orientierung“ zeigt Stationen der Ausstellung im Wien Museum und verknüpft diese mit aktuellen Bezugspunkten in der Stadt. Eingeordnet werden die Kapitel vom evangelisch-lutherischen Bischof in Österreich, Michael Bünker, und dem Kurator der Ausstellung, Walter Oehlinger. Bericht: Christoph Riedl-Daser

JesusHouse 2017: Junge Christen und ihre „message“
Grelle Scheinwerfer, „coole“ Musik und Menschen, die öffentlich ihren Glauben bekennen: Das sind die Zutaten von JesusHouse. Ein Event, der Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Bibel und den Glauben an Jesus Christus näher bringen möchte. Seit 19 Jahren organisiert die Evangelische Allianz, ein Zusammenschluss verschiedener christlicher Gemeinden, Kirchen und Organisationen, diese Veranstaltungsreihe. Jeweils von einer größeren Stadt ausgehend werden die Veranstaltungen live über Satelliten-TV und das Internet verbreitet. 2017 machte nun JesusHouse erstmals in Wien Station. Die „Orientierung“ hat nach den Erfahrungen der jungen „Missionarinnen und Missionare“ gefragt und auch, wie das Programm beim Publikum angekommen ist. Bericht: Marcus Marschalek

Symposion Dürnstein: Religion und Gewalt – ein Verhältnis
Über den Themen-Komplex „Gesellschaft, Staat, Gewalt. Was uns zusammenhält“ diskutierten in der zweiten Märzwoche – im ehemaligen Augustiner-Chorherren-Stift Dürnstein in Niederösterreich – u.a. Theologen, Philosophen, Naturwissenschafter und interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Gegenstand von Diskussionen war dabei nicht zuletzt das Verhältnis von Religion und Gewalt. Hat die religiös motivierte Gewalt in den vergangenen Jahrzehnten besonders in vorwiegend islamisch geprägten Gesellschaften zugenommen? Und wenn dem so ist: Woran liegt das? Was können die Religionen für den Frieden tun? Ist die Vorstellung einer „gewaltlosen Gesellschaft“ – eines „Reiches Gottes auf Erden“ – überhaupt realisierbar – oder bleibt sie notwendigerweise eine Utopie? Mit Fragen wie diesen konfrontierte die „Orientierung“ Referenten des Symposions, u.a. den Psychologen (mit palästinensischen Wurzeln) Ahmad Mansour und den Theologen Wolfgang Palaver. Bericht: Klaus Ther

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