Stadt Wien lehnt geforderte Maßnahmen zur Unterstützung von Down-Syndrom-Kindern ab

VP-Kugler zum Welt-Down-Syndrom-Tag: Akzeptanz seitens der Gesellschaft beginnt bei der Politik und mit konkreter Unterstützung

Wien (OTS) - „Am 21. März wird weltweit der Down-Syndrom-Tag begangen. Auch Wien sollte dieses Thema verstärkt ins allgemeine Bewusstsein rücken“, meint ÖVP Wien Gemeinderätin Gudrun Kugler. Laut bestehenden Erkenntnissen werden Schwangerschaften in Erwartung eines Kindes mit Down-Syndrom in großer Zahl abgebrochen. Schätzungen gehen von rund 90 Prozent aus. Kinder mit Down-Syndrom entwickeln aber vor dem Hintergrund ihrer beeinträchtigten motorischen und geistigen Fähigkeiten große Lebensfreude und beachtliche und teilweise umfassende Eigenständigkeit in der Bewältigung ihres Alltags. Sie sind für Menschen, die sie umsorgen und mit ihnen leben und arbeiten eine große Bereicherung.

„Menschen mit Down-Syndrom verdienen wesentlich mehr Akzeptanz seitens der Politik und Gesellschaft. Betroffene Eltern müssen in materieller und immaterieller Hinsicht unterstützt werden. Eine Öffentlichkeitskampagne sollte auf die Lebensqualität von Menschen mit Down-Syndrom hinweisen. Eine betroffene Mutter sagte einmal: Wenn ich vorher gewusst hätte, wie es sein wird, hätte ich mir weniger Sorgen gemacht“, so Kugler.

Völlig unverständlich sei daher, dass ein entsprechender ÖVP-Beschlussantrag von Rot und Grün abgelehnt worden ist. Der Antrag vom 2. März 2017 hatte sich dafür ausgesprochen, das Unterstützungsangebot in Wien dort wo nötig auch auszubauen. „Die rot-grüne Stadtregierung verweigert damit den betroffenen Eltern und Kindern die dringend nötige Unterstützung und setzt keinerlei Anstrengungen, konkrete und über das Mindestmaß hinausgehende Schritte zu setzen. Das ist völlig unverständlich“, so Kugler weiter.

Besonders bezeichnend sei die Tatsache, dass eine Neugeborenen-Informations-Box des Vereins Down-Syndrom Österreich in den Spitälern des Wiener Krankenanstaltenverbundes nicht verteilt wird. „In allen anderen Bundesländern ist dies gang und gäbe“, so Kugler.

„Wir brauchen hier endlich einen Sinneswandel. Die betroffenen Familien dürfen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine gelassen werden. Die Ignoranz und Untätigkeit seitens der Stadt sind erschreckend“, so Kugler abschließend.

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