FP-Nepp/Eischer zu Einbahn auf Peter-Jordan-Straße: Passt Mary ein Ergebnis nicht, macht sie eure Straßen dicht

FPÖ-Döbling gegen grüne Einbahnpläne in der Peter-Jordan Straße – SPÖ und Neos dafür

Wien (OTS) - Als sich die ersten Gerüchte breit machten, dass Verkehrsstadträtin Vassilakou plane, aus der Peter-Jordan-Straße in Wien Döbling eine Einbahn zu machen, wollten das selbst ihre größten Kritiker nicht glauben. Nach der gestrigen Döblinger Verkehrskommission herrscht allerdings traurige Gewissheit, dass nicht nur die Grünen dieses Vorhaben forcieren, sondern auch die SPÖ sowie die NEOS für diese Idee gewinnen konnten.

Grün, Rot und NEOS möchten ab dem Linnéplatz, bis zur Billrothstraße eine Einbahn schaffen, obwohl die ansässige Bevölkerung keinerlei Verständnis für diesen merkwürdigen Plan zeigt. Einzig die FPÖ stellt sich auf die Seite des Bezirks sowie der Anrainer und damit gegen diesen Irrsinn: „Vassilakous Ziel ist es, Döbling möglichst unattraktiv zu machen und die Autofahrer zu nerven“, ärgert sich der Döblinger FPÖ-Klubobmann Michael Eischer. Bezirkspartei- und Klubobmann im Rathaus, Dominik Nepp, nennt den wahren Grund für die geplante Schikane: „Weil die Döblinger gegen das von den Grünen initiierte Parkpickerl gestimmt haben, nimmt Vassilakou, frei nach dem Motto: ‚Passt ihr ein Ergebnis nicht, macht sie eure Straßen dicht‘, Rache.“

Die Verkehrsstadträtin versucht auch hier, das eigene, spärlich gesähte Wählerklientel zu bedienen und ihre Verachtung gegenüber den Autofahrern erneut zu bekräftigen: Fahrradfahrer bekommen einen eigenen Streifen und dürfen – wie üblich – gegen die Einbahn fahren.

Besonders kurios: An der Kreuzung Peter-Jordan-Straße/Max-Emanuel-Straße wurde mitten auf der Fahrspur in einer Nacht- und Nebel-Aktion eine Sperrfläche installiert. Wer nun stadteinwärts auf diese Kreuzung trifft, wird gezwungen, in den 18. Bezirk abzubiegen – ein absolutes Verkehrschaos scheint vorprogrammiert. Die Chimanistraße wird durch die Einbahnführung extremer Belastung ausgesetzt sein, auf der Billrothstraße wird es in beide Fahrtrichtungen zu Staubildungen kommen. Auch der 10A sowie der 38er werden unter Vassilakous Plänen leiden. Daher haben sich die Wiener Linien auch gegen dieses Projekt ausgesprochen da eine "Staubildung in den umliegenden Straßenzügen“ befürchtet wird. Die MA48, der Bezirk und die Wirtschaftskammer Wien schließen sich dem an.

Doch trotz aller Einwände hält Vassilakou an ihren Plänen fest und versucht, diese erst gar nicht zu argumentieren, sondern lässt einfach wissen, dass „das Interesse an der Realisierung einer Einbahnführung überwiegt“. "Wessen Interesse damit gemeint sein soll, wäre spannend, wird aber von Vassilakou nicht verraten", ärgern sich Nepp und Eischer. (Schluss)

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