FPÖ-Kappel: Internetdienste wachsen und brauchen schnelles Internet

Österreich hat Aufholbedarf für den Eintritt in die Gigabit-Society

Wien (OTS) - „Internet der Dinge, Cloud, Mobilfunkdienste, die Digitalisierung der Industrie, E-Government oder die 5G-Technologie, sie alle haben eines gemeinsam, sie brauchen Kommunikationsnetze, die schnell sind, große Datenmengen befördern können und dicht besiedelte Gebiete genauso wie den ländlichen Raum erreichen. Eine Voraussetzung dafür ist die umfassende Nutzung und Harmonisierung der Frequenzbereiche“, sagte die freiheitliche EU-Abgeordnete Dr. Barbara Kappel anlässlich der Debatte über die Nutzung des Frequenzbandes 470 bis 790 Megaherz im Parlament in Straßburg. Österreich hat Aufholbedarf, um den Eintritt in die Gigabit-Society zu schaffen.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch das jährliche Digitalisierungs-Ranking der Europäischen Kommission. Dieses Ranking stellt die Leistung der 28 EU-Mitgliedstaaten in unterschiedlichen IT-Bereichen dar – von der Internetanbindung und digitalen Kompetenzen bis zur Digitalisierung der Unternehmen und öffentlichen Dienste. Österreich belegt in diesem Ranking lediglich den 10. Platz, also eine Position im Mittelfeld. Spitzenreiter in der „Modernisierungsrevolution“ sind die skandinavischen Staaten. 

„Ein wichtiger Schritt, um Österreich bei der Digitalisierung voranzubringen, ist der flächendeckende Ausbau von Breitbandinternet, denn insbesondere ländliche Gebiete haben Probleme mit schnellem Internetzugang. Die rasche Entwicklung von Internetdiensten führt dazu, dass im Jahr 2020 – also in drei Jahren – der mobile Datenverkehr bereits um das Achtfache des jetzigen anwachsen wird. Die Netze werden also über kurz oder lang schnell an ihre Grenzen stoßen. Es bedarf daher der Ausarbeitung eines Ausbauplans, wie Deutschland das gerade getan hat, und der Bereitstellung von Mitteln, denn der Breitbandausbau ist teuer“, erklärte Kappel.

Deutschland ist ambitioniert und wird bis 2025 rund 100 Milliarden Euro in den flächendeckenden Breitbandausbau investieren. Ultraschnelle Internetanbindungen werden Leistungen von 1000 Megabit pro Sekunde bereitstellen. Die EU ist hier weniger ehrgeizig. Das Mehrjahresprogramm für die Funkfrequenzpolitik sieht vor, allen Bürgern bis 2020 Zugang zu Breitbandgeschwindigkeiten von mindestens 30 Megabit zu ermöglichen.

Um eine Harmonisierung des Frequenzbands zu erreichen und somit flächendeckend schnelles Internet zu ermöglichen, sollen die Mitgliedstaaten bis zum 30. Juni 2018 Fahrpläne für die Umwidmung des 700 Megaherz-Bands vorlegen. „Die digitale Infrastruktur Österreichs ist für den notwendigen E-Modernisierungsschub noch nicht gerüstet. Hier besteht Handlungsbedarf seitens der Bundesregierung“, sagte Kappel.

 

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