JGNÖ fordert „Sozialen Wohnbau“ als Flächenwidmungskategorie

Horrende Mieten, steigende Lebenserhaltungskosten und zu wenig Wohnraum sind der Jungen Generation in der SPÖ Niederösterreich ein Dorn im Auge.

St. Pölten (OTS) - „Gerade das Wiener Umland sticht mit einem enormen Anstieg im Bereich der Wohnungsmiete heraus. Durch den immer stärker werdenden Zuzug sind Wohnungen in dieser Region für junge Menschen und Jungfamilien kaum mehr leistbar.“, so der Landesvorsitzende der JGNÖ, Albert Scheiblauer.

Sonderprogramme wie „Junges Wohnen“ und dergleichen sind für die Junge Generation seit jeher ein Grundthema. Dies fordert die Junge Genration Niederösterreich nun auch verstärkt für den Speckgürtel Wiens. Aus aktuellen Statistiken des Fachverbands der Immobilien- und Vermögenstreuhänder geht hervor, dass im Wiener Umland die Mieten zwischen 2006 und 2016 um knapp ein Drittel im Schnitt angestiegen sind.

Für junge Menschen ist dadurch der Aufbau einer eigenen Existenz immer schwieriger und kaum finanzierbar. Diese Umstände sprechen aus Sicht der Jungen Generation eine deutliche Sprache und bedürfen dringendem Handlungsbedarf. „Man muss sich Sonderprogramme überlegen und diese flächendeckend umsetzen.“, erklärt Scheiblauer weiter.

Ein Vorschlag dafür wäre aus Sicht der Jungen Generation Niederösterreich eine Novellierung der aktuellen Bau- und Raumordnung. Der Bereich der Flächenwidmung fußt auf einem ewig alten System, das in der heutigen Zeit nicht mehr zeitgemäß erscheint. Eine Möglichkeit hierbei, wäre die Einführung einer neuen Wohnbaukategorie, nämlich jener des „Sozialen Wohnbaus“.
Der Quadratmeterpreis für Genossenschafts- und Immobilienunternehmen müsste hierbei so weit wie möglich minimiert werden, um diesen Schritt als Bauunternehmen ohne Verluste wagen zu können.

Ein attraktiver Preis für Grundstücke würde sich auch auf die Mietkosten niederschlagen. Somit wäre sogar eine WIn-Win-Win-Situation gegeben, denn einerseits profieren Gemeinden davon, teure Grundstücke nun endlich loszuwerden, Genossenschaften würden dadurch angelockt werden und vor allem mindert dieser Vorstoß auch die Kosten für die künftigen Mieterinnen und Mieter. Damit einhergehen würde auch ein Anstieg der Aufträge für Bauunternehmen, wodurch nicht zuletzt auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden würden.

„Wir wollen das Problem nicht nur oberflächlich, sondern schon bei der Wurzel behandeln. Nur so kann man den Herausforderungen der Zeit entgegenwirken.“, so Scheiblauer abschließend.

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