RHI erwirtschaftet solides Ergebnis und verringert Nettoverschuldung

Wien (OTS) -

  • Verschuldungsgrad sinkt durch hohen Free Cash Flow und gute Performance
  • US Behörden haben den geplanten Zusammenschluss mit Magnesita bereits genehmigt
  • Aktienhandel der zukünftigen RHI Magnesita NV auch an Wiener Börse

Wien, 15. März 2017 – Der Umsatz des RHI Konzerns betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr € 1.651,2 Mio nach € 1.752,5 Mio im Jahr 2015. Dieser Rückgang ist vor allem auf die weiterhin moderate Stahlproduktion sowie auf geringere Projektauslieferungen der Geschäftsbereiche außerhalb der Stahlindustrie zurückzuführen. 

CEO Stefan Borgas fasst das Ergebnis zusammen: „Trotz eines schwierigen Marktumfelds ist es uns gelungen, ein solides Ergebnis zu erwirtschaften. Dank des hohen Free Cash Flow und der guten operativen Performance gelang eine Reduktion der Nettoverschuldung – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu dem mit Magnesita geplanten Zusammenschluss.“

Kosteneinsparungen und Portfolioanpassungen unterstützen positives operatives Ergebnis

Das operative Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte trotz schwacher Märkte und Einmalkosten von rund € 12 Mio im Zusammenhang mit dem geplanten Zusammenschluss mit Magnesita mit
€ 123,2 Mio auf dem Niveau von 2015 gehalten werden. Diese positive operative Geschäftsentwicklung lässt sich insbesondere auf eine erfreuliche Ergebnissituation der Division Stahl, das verbesserte operative Ergebnis der Division Rohstoffe infolge einer guten Auslastungssituation der österreichischen Rohstoffwerke sowie Kosteneinsparungen in allen Bereichen des Unternehmens zurückführen.

Das EBIT belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf € 116,1 Mio und beinhaltet eine vollständige Wertminderung des Anlagevermögens der beiden Produktionsstandorte für schmelzgegossene Produkte für die Glasindustrie von in Summe € 8,0 Mio. Des Weiteren sind negative Ergebniseffekte in Höhe von
€ 4,6 Mio aus der Entkonsolidierung des US-amerikanischen Tochterunternehmens RHI Monofrax, LLC infolge des Verkaufes und € 4,8 Mio im Zusammenhang mit dem Sozialplan für den Mitarbeiterabbau und der Umstellung des Produktionsportfolios am norwegischen Standort Porsgrunn enthalten. Hingegen wurde aus der Bewertung des Stromliefervertrages in Norwegen ein positiver Effekt in Höhe von
€ 10,1 Mio erzielt.

Das Finanzergebnis des Jahres 2016 betrug € -21,2 Mio. Die Steuerquote lag im Jahr 2016 bei 28,3 %. Das Ergebnis nach Ertragssteuern betrug € 75,9 Mio und das Ergebnis je Aktie € 1,86.

Gute operative Performance führt zu geringerer Nettoverschuldung

Aufgrund der weiteren Reduktion des Working Capitals um rund 13 % und der guten operativen Performance konnte ein Free Cash Flow von € 109,8 Mio erwirtschaftet werden und die Nettofinanzverbindlichkeiten von € 397,9 Mio im Jahr 2015 auf € 332,8 Mio im Jahr 2016 reduziert werden. Die Nettofinanzverbindlichkeiten entsprechen dem rund 1,8-fachen EBITDA des Jahres 2016. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 27,2 % auf 29,2 % im Jahr 2016.

Update zum Zusammenschluss

Betreffend den – im kartellrechtlichen Genehmigungsverfahren befindlichen – Zusammenschluss von RHI AG und Magnesita Refratarios S.A. bekräftigte der Vorstand, dass der Zusammenschluss es dem österreichischen Unternehmen ermöglicht, als global führender Konzern im harten Wettbewerb auch gegenüber der chinesischen Feuerfestindustrie erfolgreich zu bestehen. Stefan Borgas konkretisiert die Zielsetzung: „Europa ist kein Wachstumsmarkt, während Nord- und Südamerika deutlich interessanter sind. Auch können wir uns mit dem komplementären Produktportfolio der beiden Firmen neue Chancen erarbeiten. Natürlich wird mit dem Zusammenschluss unsere Kostenstruktur verbessert, sodass wir weiterhin in Technologie und F&E investieren und unseren Kunden einen Mehrwert bieten können. Davon werden vor allem auch die österreichischen Standorte profitieren.“ Der Vorstand zeigte sich erfreut, dass die Genehmigung für den Zusammenschluss in den Vereinigten Staaten bereits erteilt wurde.

Aktienhandel der zukünftigen RHI Magnesita NV auch an Wiener Börse

Im Zuge des geplanten Zusammenschlusses von RHI und Magnesita wird die Notiz der Aktien des kombinierten Unternehmens im Premiumsegment der „Official List“ am „Main Market“ der London Stock Exchange angestrebt.

Die Börsennotierung von RHI an der Börse in Wien endet mit Abschluss der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung. Um den österreichischen Privataktionären auch weiterhin den Handel über den gewohnten Börsenplatz zu ermöglichen, wird RHI, nach Diskussionen mit der Wiener Börse, die Einbeziehung der zukünftigen RHI Magnesita NV-Aktien in den Handel im Dritten Markt beantragen. CFO Barbara Potisk-Eibensteiner erklärt: „London bietet dem neuen Unternehmen als globalem Weltmarktführer im Feuerfestbereich Zugang zu einem wichtigen Kapitalmarkt. Gleichzeitig wollen wir aber Wien und der Wiener Börse treu bleiben und berücksichtigen damit auch die Interessen der heimischen Privatanleger sowie der RHI Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Ausblick

Der Internationale Währungsfonds erwartet in seiner im Jänner 2017 veröffentlichten Prognose ein Weltwirtschaftswachstum von 3,4 % im laufenden Jahr nach 3,1 % im Jahr 2016. Allerdings bestehen insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen der Politik der neu gewählten Regierung in den USA erhebliche Unsicherheiten. Obwohl sich das Umfeld in den entwickelten Volkswirtschaften in der zweiten Jahreshälfte 2016 aufhellte, wird weiterhin das Wachstumstempo in den Emerging Markets maßgeblichen Einfluss auf die globale Konjunktur ausüben. Das Research Institut CRU erwartet gemäß einer Studie von Mitte November 2016 einen Rückgang der Stahlproduktion in China in Höhe von rund 2 % für das Jahr 2017 sowie ein Wachstum der Stahlproduktion außerhalb Chinas von ambitionierten 6 %. Auch hier zählen die Emerging Markets zu den wesentlichen Treibern dieser Entwicklung. Basierend auf diesen Annahmen erwartet RHI ein positiveres Marktumfeld im Jahr 2017. Der Fokus wird auch im laufenden Geschäftsjahr auf der Free Cash Flow Generierung zur weiteren Reduktion der Nettoverschuldung liegen. Aktuell arbeitet RHI an der Erfüllung der aufschiebenden Bedingungen zum erfolgreichen Abschluss des geplanten Zusammenschlusses mit Magnesita und bereitet die Integration beider Unternehmen vor. -In Zusammenhang mit diesen Tätigkeiten werden entsprechende externeKosten anfallen. Der Vorstand der RHI AG beabsichtigt, der Hauptversammlung am 5. Mai 2017 wieder eine Dividende in unveränderter Höhe von € 0,75 pro Aktie vorzuschlagen.  

Über RHI AG

RHI ist ein weltweit tätiger Anbieter von hochwertigen Feuerfestprodukten, Systemen und Serviceleistungen, die für industrielle Hochtemperaturprozesse über 1.200 °C unverzichtbar sind. Entlang der Wertschöpfungskette, von Rohmaterialabbau bis zum Feuerfest-Produkt, bedient RHI mehr als 10.000 Kunden in der Stahl-, Zement-, Nichteisenmetalle-, Glas-, Energie- und chemischen Industrie in nahezu allen Ländern weltweit. Mit rund 7.900 Mitarbeitern zählt RHI über 30 Produktionswerke und 70 Vertriebsstandorte und produziert über 1,5 Millionen Tonnen Feuerfestprodukte jährlich. Die Aktie des Unternehmens notiert an der Wiener Börse unter dem Symbol RHI.

Der geplante Zusammenschluss der RHI AG mit der Magnesita Refratários S.A. befindet sich derzeit im kartellrechtlichen Genehmigungsverfahren. Das gemeinsame Unternehmen wäre globaler Weltmarktführer in der Feuerfestindustrie.

Rückfragen & Kontakt:

Stefan Rathausky
Tel +43 (0)50213-6059
E-Mail: stefan.rathausky@rhi-ag.com

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