KO Hirz: Drohungen gegen Lehrer müssen harte Konsequenzen haben

Amt als NAbg. und Elternvertreter offenbar missbraucht – habe in 18 Jahren Lehrtätigkeit so etwas nie erlebt, sagt Hirz

Linz (OTS) - „Wenn es stimmt, wenn diese Worte gefallen sind, ist das ein ausgewachsener Skandal. Es würde bedeuten, dass dieser FP Politiker sein Amt als Nationalratsabgeordneter und als Elternvertreter missbraucht hat, um einem Lehrer massiv zu drohen. Diesen mit existenzbedrohenden Folgen unter Druck zu setzen. Das wäre beispiellos und müsste selbstverständlich harte Konsequenzen haben. Hat NAbg. Haider dem Lehrer tatsächlich derart gedroht, wäre sein Rücktritt als Elternvertreter im Kollegium des Landesschulrats logisch“, reagiert der Klubobmann und Bildungssprecher der Grünen OÖ LAbg. Gottfried Hirz auf einen heutigen Medienbericht zum mittlerweile bekannten Abbruch eines Extremismus Vortrages an der BORG Honauerstraße auf Intervention des FP Nationalratsabgeordneten.

Laut Medienbericht soll FP NAbg. Haider gesagt haben, dass der betreffende Lehrer seinen Job verlieren würde und niemals mehr beruflich Füße auf den Boden bekommen werde. „Bei einer solchen Aussage verschlägt es einem den Atem. Ich selbst habe 18 Jahre unterrichtet, aber ein derartiger Fall, ein derartiger Vorwurf, war mit bisher nicht bekannt“, betont Hirz.

Der FP Politiker streitet diese Drohung bislang ab. Aber bereits kurz nach Bekanntwerden des Abbruchs hatte der Gewerkschaftliche Dienststellenausschuss des BORG Honauerstraße in einer Aussendung von massiver Androhung von Konsequenzen gegen eine Lehrkraft gesprochen.

Hirz: „Hier ist offenbar eine Grenze überschritten worden. Die Pädagoginnen und Pädagogen müssen vor solchen Drohungen geschützt werden. Ich erwarte mir, dass sich die Schulverwaltung und auch das Bildungsministerium in solchen Fällen hundertprozentig vor die Lehrerschaft stellen“.

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