- 13.03.2017, 15:32:35
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- OTS0138
Sicherung der Lebensgrundlagen für künftige Generationen
Memorandum des Naturschutzrates der Vorarlberger Landesregierung überreicht
Utl.: Memorandum des Naturschutzrates der Vorarlberger
Landesregierung überreicht =
Dornbirn (OTS) - (VLK) – In einem Memorandum an die Vorarlberger
Landesregierung spricht sich der Naturschutzrat für den langfristig
möglichst unversehrten Erhalt der Landesgrünzonen Rheintal und Walgau
aus. Details dazu gaben Umweltlandesrat Johannes Rauch, Gerlind
Weber, Vorsitzende des Naturschutzrates und Hildegard Breiner,
Vorsitzende des Vorarlberger Naturschutzbundes heute (Montag) in
einem Pressegespräch in der inatura in Dornbirn bekannt.
Die Ansprüche an Flächen für Wohnraum, Betriebsstätten,
Freizeiteinrichtungen in Vorarlberg steigen und stehen in direkter
Konkurrenz zu Ansprüchen der Landwirtschaft, des Naturschutzes sowie
Erholungs- und Freiräumen. "Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer
Sicht notwendig, auf einige zentrale Zukunftsfragen Antworten zu
finden und Entscheidungen zu treffen", sagte Landesrat Rauch.
Der neu aufgestellte Vorarlberger Naturschutzrat verfasste ein
Memorandum an die Vorarlberger Landesregierung zum Erhalt der
Landesgrünzonen Rheintal und Walgau, "basierend auch auf den
Erkenntnissen des Bundesverwaltungsgerichtes zur dritten Rollbahn am
Flughafen Wien/Schwechat", sagte Naturschutzrats-Vorsitzende Weber.
Die neue Vorsitzende betonte dabei insbesondere den Grundsatz der
Nachhaltigkeit "im Interesse nachfolgender Generationen". Im
Zusammenhang mit dem Bodenverbrauch wiederholte Naturschutzbund-Obrau
Breiner ihre Forderung nach einem Gesamtkonzept "mit Festlegung
gemeindeübergreifender Nutzungszonen und Verteidigung der Grünzone".
Das Memorandum enthält insgesamt acht Punkte der ACHTsamkeit für
den vollumfänglichen Erhalt der Landesgrünzonen:
1. Regionale Ernährungssicherung
2. Artenvielfalt und Naturschutz
3. Klimaschutz
4. Energiewende – Weber: "Boden ist das Öl der Zukunft"
5. Biotechnikwende
6. Wassermanagement
7. Naherholung
8. Intergenerationelle Gerechtigkeit
Rauch: Gesetzesänderungen notwendig
Für den Klima- und Umweltschutz sind drei Dinge besonders
notwendig, sagte Landesrat Rauch: "Gesetzliche Grundlagen, Geld und
Geduld". Rauch kündigte die Vorlage eines Bodenschutzgesetzes "noch
in diesem Jahr" an. Vorhandene Lücken im Naturschutzgesetz müssen so
schnell wie möglich geschlossen werden – Rauch: "Was uns fehlt, ist
die Umsetzung der Aarhuskonvention, also die Verankerung und
Ausgestaltung der Rechte von NGO´s in Verfahren, inklusive
Parteienstellung. Die Umsetzung der Aarhuskonvention ist ein MUSS,
weil wir völkerrechtlich dazu verpflichtet sind." Auch das
Raumplanungsgesetz müsse dringend novelliert werden, um
beispielsweise der Hortung von Grund und Boden Einhalt zu gebieten,
betonte Landesrat Rauch.
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