• 13.03.2017, 09:41:56
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Sechs Jahre Syrienkrise: Noch immer harren 650.000 Menschen in belagerten Gebieten aus

"In Syrien gibt es 13 Orte wie Aleppo" / 2017 werden sieben Millionen Menschen in Syrien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein

Utl.: "In Syrien gibt es 13 Orte wie Aleppo" / 2017 werden sieben
Millionen Menschen in Syrien auf Nahrungsmittelhilfe
angewiesen sein =

Wien (OTS) - Im Vorfeld des sechsten Jahrestages der Syrienkrise am
15. März macht die Hilfsorganisation CARE darauf aufmerksam, dass in
Syrien weiterhin 650.000 Menschen, darunter 300.000 Kinder, in 13
belagerten und schwer erreichbaren Gebieten wie Madaja, Zabadani,
Fua, Kfarja oder Deir ez-Zor ausharren. Allein in Deir ez-Zor sind
93.000 ZivilistInnen eingeschlossen.

Insgesamt sind fast fünf Millionen Menschen in Syrien sowohl für
internationale als auch lokale humanitäre Akteure aufgrund von
Kampfhandlungen, der schwierigen Sicherheitslage und Blockaden nur
extrem schwer zu erreichen. Auch verweigerte Genehmigungen für
Hilfstransporte auf lokaler und nationaler Ebene und nicht
eingehaltene Feuerpausen durch die Konfliktparteien machen eine
ausreichende und effiziente Hilfe unmöglich.

"Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale
Gemeinschaft, alles dafür zu tun, den humanitären Zugang
sicherzustellen und das Völkerrecht zu wahren. Die Belagerung von
Zivilisten und das Aushungern unschuldiger Kinder darf nicht länger
als Kriegsmittel eingesetzt werden. Aleppo ist bis heute Inbegriff
des Grauens, das Menschen erleben, die ständig beschossen werden und
komplett eingeschlossen sind. In Syrien gibt es jedoch insgesamt 13
Orte wie Aleppo", so Andrea Barschdorf-Hager, Geschäftsführerin von
CARE Österreich.

Insgesamt benötigen 13,5 Millionen Menschen in Syrien humanitäre
Hilfe, davon sind knapp 50 Prozent Kinder. Im Jahr 2017 werden sieben
Millionen Menschen in Syrien auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen und
zwei Millionen von Hunger bedroht sein. Damit ringen acht von zehn
Haushalte im Land darum, alle Familienmitglieder täglich mit
ausreichend Nahrung zu versorgen.

Trotz gebrochener Waffenruhen und vieler Gefahren für lokale
HelferInnen trägt CARE mit Partnerorganisationen zum Überleben
notleidender Menschen aus Syrien bei. "Ein Aufgeben ist für uns nicht
denkbar. Wenn es um den humanitären Zugang zu Millionen von Menschen
in schwer erreichbaren und belagerten Gebieten geht, sind uns jedoch
die Hände gebunden", so Barschdorf-Hager. Für die lokalen HelferInnen
selbst ist die Arbeit oft tödlich: Seit dem Beginn des
Syrienkonflikts wurden 147 Helfer getötet, allein 2016 waren es 66.

Bisher hat die Hilfe von CARE – darunter fallen Winterausstattung,
Kleidung, Nahrungsmittel, Bargeldhilfe, "Cash for Education",
psychosoziale Unterstützung, Berufstraining - mehr als 2,78 Millionen
Menschen in Syrien, Jordanien, der Türkei, dem Libanon und Ägypten
erreicht.

CARE bittet weiterhin um Spenden für syrische Flüchtlinge:
IBAN: AT77 6000 0000 0123 6000 oder www.care.at/spenden

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