Verdacht auf Trojanische Pferde bei der Wiener Ärztekammerwahl

Wien (OTS) - Der Wahlkampf in der Wiener Ärztekammer nimmt volle Fahrt auf und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es hier bei manchen Wahlwerbern  darum geht, Wiens ÄrztInnen ihre wahre Identität zu verheimlichen oder zumindest zu verschleiern.

Der Sozialdemokrat Thoma Szekeres bekennt sich nicht mehr als Mitglied der sozialdemokratischen Partei (SPÖ), ist aber nach wie vor im BSA (Bund Sozialistischer Akademiker) an wichtigen Vorstandspositionen verankert und will den Wiener Ärztinnen und Ärzten glaubhaft machen, dass er jetzt als unabhängiger Kandidat mit einer Namensliste zur Wahl antritt.

Sieht man aber die Liste seiner Kandidaten an, dann erkennt man vorwiegend Mitglieder aus dem Bereich der sozialdemokratischen ÄrztInnen. Ein Schelm, wer denkt, dass es sich hier um ein trojanisches Pferd handelt, das er in die Wiener Ärztekammer einführen will, um sich unerkannt wieder mit Hilfe der sozialdemokratischen Ärztinnen und Ärzte an die Macht zu bringen. 

Der aufmerksame Wähler aus der Wiener Ärzteschaft fragt sich, warum man sich geniert, als Sozialdemokrat mit einer sozialdemokratischen Liste zur Wahl für die Wiener Ärztekammer anzutreten. Wer soll hier die Katze im Sack kaufen?

Wiederum behauptet Gernot Rainer nach wie vor, eine Ärztegewerkschaft namens Asklepios gegründet zu haben, die, nachweislich auch durch ein OGH-Urteil bestätigt, keine Gewerkschaft ist.

Man hat für diese angebliche Gewerkschaft bisher von Ärzten durch Jahre hindurch hohe Mitgliedsbeiträge eingefordert, über deren Verbleib und Verwendung einigen Ärzten bereits dringend eine Aufklärung notwendig erscheint.

Asklepios tritt jetzt, wie von Gernot Rainer schon vor fast einem Jahr öffentlich angekündigt, bei der Wiener Ärztekammerwahl am 25.3.2017 an.  Asklepios tritt in allen vier zur Wahl stehenden Sektionen (Turnusärzte, Berufsberechtigte Ärzte, Niedergelassene Fachärzte und Niedergelassene Allgemeinmediziner) an. Das ist an und für sich eine nicht nachvollziehbare Aktion von Asklepios, da die meisten niedergelassenen Fachärzte und Allgemeinmediziner Angestellte haben, also Arbeitgeber sind, die durch eine Gewerkschaft nicht vertreten werden können.

Asklepios verfügt offensichtlich über große Geldmittel für Wahlwerbung, und die wahlwerbenden Spitzenkandidaten wie z.B. Anna Kreil sind mit Spitzenkandidaten in der angeblichen Ärztegewerkschaft Asklepios, die keine ist, ident.

Es besteht der Verdacht, dass man über Asklepios derart auch die NEOS verdeckt in die Wiener Ärztekammer einzuschleusen versucht. Anna Kreil ist nämlich nicht nur Gründungsmitglied der sog. Ärztegewerkschaft Asklepios, sondern auch Gründungsmitglied und Vorstandmitglied der NEOS, hat aber jetzt, aus nicht nachvollziehbaren Gründen, ihre Mitgliedschaft bei den NEOS ruhend gestellt.

Stellt sich der verwunderte Wähler die Frage: Warum schämt man sich eigentlich für eine Mitgliedschaft bei den NEOS?

Ein Schelm, wer denkt, dass man sich auch hier unter dem Mäntelchen der Unabhängigkeit verstecken will, um derart Wähler zu gewinnen.

Offensichtlich wollen auf diesem Weg einige Wahlwerber bei der Wiener Ärztekammerwahl eine politische und finanzielle Unabhängigkeit vorgeben, die jedoch nicht wirklich nachvollziehbar ist. Man fragt sich, weshalb sie dies tun?

Marcus Franz, ehemals Abgeordneter für Team Stronach, dann für die ÖVP, aus der er ausgeschlossen wurde, tritt in Wien für die Gruppe Äskulap an, die sich ebenfalls als unabhängige Gruppierung bezeichnet. Gleichzeitig bestätigt er, dass er bei der Ärztekammerwahl in Niederösterreich für die FPÖ antritt, ohne deren Mitglied zu sein und laut APA Meldung auch keine Mitgliedschaft bei der FPÖ anstrebt.

Er hofft also, zweigleisig auf Stimmenfang gehen zu können. Aber diese Absicht wurde von Wiens Ärztinnen und Ärzten bald durchschaut. Da die Medizin zunehmend weiblich wird, ist anzunehmen, dass die Äußerungen, die Franz über Frauen und sein Frauenbild öffentlich abgegeben hat, nicht dazu führen werden, ihm viele Wiener Ärztinnen in die Arme seiner Äskulap Gruppe zu treiben. 

Recherchen haben ergeben, dass Marcus Franz bei der Wiener Ärztekammerwahl  keine FPÖ Liste in Wien vertritt, und auch kein FPÖ Mitglied ist, sondern als wilder Abgeordneter im Parlament tätig ist.

Der unvoreingenommene Wähler kann sich berechtigt die Frage stellen, was sie zu verheimlichen haben, wenn einige Wahlwerber bei der Wiener Ärztekammerwahl vor den Augen der Wiener Ärztinnen und Ärzte ihre Identität zu verschleiern versuchen oder zumindest unscharf erscheinen lassen wollen und warum sie sich nicht dazu bekennen, wer sie wirklich sind und für welche politische Richtung sie in Wirklichkeit stehen?

Man könnte zu der Ansicht kommen, dass es offensichtlich darum geht, eine Überparteilichkeit und Unabhängigkeit ihrer wahlwerbenden Gruppierungen vorzutäuschen.

Die wahlwerbende Freie Ärzte Plattform hat sich dagegen nachweislich als unabhängig und überparteilich erwiesen, denn unter ihrem Dach können sich Wiens ÄrztInnen aller politischen Ausrichtungen finden, wenn ihnen als Ziel die Erhaltung eines freien Ärztestandes im Wiener Gesundheitssystem, ohne Wenn und Aber, ein wichtiges Anliegen ist.

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Barbara Walka
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