• 11.03.2017, 08:00:01
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„profil“ veröffentlicht unbekannte Eurofighter/FPÖ-Dokumente

Früherer FPÖ-Kommunikationschef Lukasek arbeitete zeitgleich für Partei und EADS

Utl.: Früherer FPÖ-Kommunikationschef Lukasek arbeitete zeitgleich
für Partei und EADS =

Wien (OTS) - Das Nachrichtenmagazin „profil“ veröffentlicht in seiner
Montag erscheinenden Ausgabe bisher unbekannte Dokumente mit Bezug
zur Eurofighter-Affäre und zur FPÖ. Diese belegen, dass der 2015
verstorbene frühere FPÖ-Kommunikationschef Kurt Lukasek 2002
zeitgleich für die Partei und für EADS arbeitete. Lukasek stand
demnach sehr viel früher mit dem EADS-Lobbyisten Erhard Steininger in
Verbindung als bisher angenommen. „profil“ liegt neben mehreren
bereits 2002 für EADS erstellten politischen Analysen und Konzepten
unter anderem ein E-Mail vor, das Lukasek, damals FPÖ-Angestellter,
am 20. Juni 2002 (also kurz vor der Typenentscheidung am 2. Juli
2002) über seinen FPÖ-Mail-Account an Steininger schickte. Darin
warnte er EADS, dass die Bundesregierung sich möglicherweise für das
Konkurrenzprodukt Gripen entscheiden könnte. „Ich sehe immer noch
eine Möglichkeit, diese rein politische (Fehl-)Entscheidung zu
drehen“, schrieb Lukasek – und empfahl EADS unter anderem „alle
Möglichkeiten auszuschöpfen, um in der ÖVP einen sinnvollen
Meinungsbildungsprozess zu erreichen“, wobei er ausdrücklich
„Bundeskanzler Wolfgang Schüssel“ nannte. Aus dem „profil“
vorliegenden Aktenmaterial geht weiters hervor, dass Lukasek auch
maßgeblich in die Strategie zur Beeinflussung des ORF und in das
EADS-Sponsoring des SK Rapid Wien involviert war.

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