- 09.03.2017, 09:00:01
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Mahrer: Mehr Frauen für Aufsichtsratspositionen
Auszeichnung für Absolventinnen des „Zukunft.Frauen“ Frauenförderungsprogramm des Wirtschaftsministeriums, der Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung
Utl.: Auszeichnung für Absolventinnen des „Zukunft.Frauen“
Frauenförderungsprogramm des Wirtschaftsministeriums, der
Wirtschaftskammer Österreich und der Industriellenvereinigung =
Wien (OTS/BMWFW) - „Mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen ist
mir eine Herzensangelegenheit. Potenzielle Kandidatinnen sollen daher
gezielt gefördert und auf Management- und Aufsichtsratspositionen
vorbereitet werden“, erklärte Staatssekretär Harald Mahrer und
Schirmherr des Programms gestern im Rahmen einer Festveranstaltung im
Wirtschaftsministerium bei der die 20 Absolventinnen von
"Zukunft.Frauen" ausgezeichnet wurden. „Wenn wir mehr Frauen in
Spitzenpositionen wollen, dann benötigt es gezielte flankierende
Maßnahmen, um die Karrierechancen von Frauen weiter zu verbessern.
Viel zu oft höre ich von Spitzenmanagern, es würde nicht ausreichend
top-qualifizierte Frauen geben, um sie in Vorstände oder
Aufsichtsräte zu nominieren. Mit diesem Vorurteil gehört endlich
aufgeräumt und Initiativen wie "Zukunft.Frauen" leisten dazu einen
unverzichtbaren Beitrag", so der Staatssekretär.
„In Österreich waren noch nie so viele Frauen beschäftigt und auch
unter Selbständigen sind Frauen stark vertreten“, betonte Anna Maria
Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ),
und unterstrich: „Die Wirtschaftskammer steht voll und ganz hinter
dem Ziel, mehr Frauen in führenden Management-, Vorstands- und
Aufsichtsratspositionen zu etablieren. Daher möchten wir Frauen darin
bestärken, sich für höhere Positionen zu bewerben und sich diese auch
zuzutrauen. Das Programm „Zukunft.Frauen“ vermittelt nicht nur die
dafür notwendigen Kenntnisse, es macht auch Mut für die nächsten
Karriereschritte – und das sehr erfolgreich: 71 Prozent der
Absolventinnen haben seit Abschluss des Programms die Karrierestufe
nach oben beschritten, elf Prozent bereits ein Aufsichtsratsmandat
übernommen.“
Die Industriellenvereinigung setzt sich aus wirtschafts- und
gesellschaftspolitischen Gründen für die Gleichstellung von Frauen
und Männern ein. Dazu gehört auch mehr Aufmerksamkeit für Frauen in
Führungspositionen“ stellt Christian Friesl fest. „Und das ist auch
im Interesse unserer Unternehmen. Eine stärkere Repräsentanz von
Frauen in Managementpositionen wirkt sich nachweislich positiv auf
den wirtschaftlichen Erfolg und auf die Wettbewerbsfähigkeit eines
Unternehmens aus. Es gilt Frauen auf ihrem Weg in Aufsichtsrats- und
Vorstandspositionen abseits jeder Quotenthematik zu stärken und zu
fördern, wobei die Industrie insbesondere Frauen für technische
Schlüsselpositionen motivieren möchte“.
„Zukunft.Frauen“ ist eine gemeinsame Initiative des
Bundesministeriums für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft
(BMWFW), der Wirtschaftskammer Österreich und der
Industriellenvereinigung. Das Programm bietet eine gelungene
Kombination aus praxisrelevantem Lernen von Fachleuten und
spezifischem rechtlichen und wirtschaftlichen Fachwissen, das für
Aufsichtsfunktionen notwendig ist. Das Erfolgsgeheimnis ist die
gelungene Verbindung von Workshops, Netzwerkaufbau,
Mentoring-Programmen und den zahlreiche Möglichkeiten zum
Erfahrungsaustausch zwischen Teilnehmerinnen und
Führungspersönlichkeiten. "Zukunft.Frauen" findet immer mehr
Zuspruch, mit dem elften Durchgang haben bereits 240 Frauen das
Programm absolviert. Seit Februar läuft der zwölfte Durchgang.
Reges Interesse an "Zukunft.Frauen" und
Aufsichtsrätinnen-Datenbank
Das Programm wird durch eine öffentlich zugängliche
Aufsichtsrätinnen-Datenbank ergänzt, in der rund 500 Frauen
registriert sind. Die Suche nach Kandidatinnen für
Aufsichtsratsfunktionen wird somit wesentlich erleichtert. Auch das
Wirtschaftsministerium greift bei der Besetzung von Aufsichtsräten
auf Absolventinnen zurück (z.B. in Bundesunternehmen: BBG, beide
Schönbrunn-Gesellschaften). Neben „Zukunft.Frauen“ und der
Aufsichtsrätinnen-Datenbank trägt auch die freiwillige
Selbstverpflichtung des Bundes für eine Frauenquote in
Aufsichtsgremien der Unternehmen mit einem Bundesanteil von
mindestens 50 Prozent zu einer Stärkung von Frauen in
Führungspositionen bei.
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