• 08.03.2017, 11:20:21
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  • OTS0114

BSA zum Internationalen Frauentag: Wir brauchen endlich Lohngerechtigkeit!

Wien (OTS) - Anlässlich des Internationalen Frauentages am 8. März
weisen BSA-Generalsekretärin Anna Vukan und BSA-Frauenvorsitzende
Beate Wimmer-Puchinger auf die fehlende Lohngerechtigkeit zwischen
Männern und Frauen sowie den internationalen Vormarsch von
reaktionären Wertevorstellungen hin.
Der Weltfrauentag entstand vor über hundert Jahren im Kampf um die
Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen – ist aber aktueller
denn je.

„Trump und Co. sind gefährliche Gegner von Frauenrechten. Trumps
frauenfeindliches Verhalten im Wahlkampf und auch in ersten Punkten
der neuen politischen Agenda deuten darauf hin, dass lang erkämpfte
Frauenrechte wieder vernachlässigt und aufgeweicht werden sollen.
Alarmierend ist auch, dass Russland Gewalt gegen Frauen als Delikt
zurückgenommen hat und bagatellisiert. In Polen stimmte im September
2016 eine Mehrheit der Parlamentsabgeordneten für eine Verschärfung
des Abtreibungsrechts. Demnach wäre eine Abtreibung nur noch legal
gewesen, wäre das Leben der Frau in Gefahr. Erst nach landesweiten
Demonstrationen wurde das Gesetz in zweiter Lesung vom Parlament
abgelehnt. Die BSA-Frauen stellen sich gegen den internationalen
Vormarsch von reaktionären Wertevorstellungen und fordern einmal mehr
eine gelebte Gleichstellung von Mann und Frau!“, so
BSA-Frauenvorsitzende Beate Wimmer-Puchinger.

BSA-Generalsekretärin Anna Vukan weist auf die fehlende
Lohntransparenz und Lohngerechtigkeit hin: „Es ist überfällig,
endlich die Lohnschere zu schließen und eine Lohntransparenz bei
Gehältern wie in Schweden oder Großbritannien zu schaffen. Der
Lohnunterschied ist in Österreich mit 22,9 Prozent noch immer weit
über dem EU-Durchschnitt von rund 16 Prozent – und das obwohl wir
seit 1979 in Österreich ein Gesetz für gleiches Entgelt für gleiche
bzw. gleichwertige Arbeit haben. Hier gibt es noch einiges zu tun!“
Der BSA unterstützt die Forderungen von Christian Kern im Plan A zu
verpflichtenden Quoten von 40 Prozent in Aufsichtsräten und
Leitungsfunktionen in der Privatwirtschaft. Der BSA sieht Quoten als
ein zentrales Instrument, um Frauen in Politik und Wirtschaft
sichtbar zu machen.

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