• 07.03.2017, 14:50:04
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  • OTS0212

Mahrer/Leitl: KMU digital stärken, Wachstum und Arbeitsplätze sichern

Zehn Millionen Euro für neues Förder- und Qualifizierungsprogramm KMU DIGITAL

Mahrer/Leitl: KMU digital stärken, Wachstum und Arbeitsplätze
sichern

Utl.: Zehn Millionen Euro für neues Förder- und
Qualifizierungsprogramm KMU DIGITAL =

Wien (OTS/BMWFW) - "Österreichs KMU sichern rund sieben von zehn
Arbeitsplätzen in Österreich. Wenn diese Betriebe den digitalen
Anschluss verpassen, hat das weitreichende Folgen auf unseren
Wirtschafts- und Arbeitsstandort und bremst unsere Ambitionen
Richtung Innovationsführer. Wir geben unseren Unternehmen das
Rüstzeug, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein und die digitale
Kompetenz wird hier ein entscheidender Faktor für alle Branchen
sein“, so Staatssekretär Harald Mahrer bei der heutigen gemeinsamen
Pressekonferenz mit Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl
anlässlich der Präsentation des neuen Förderprogramms KMU DIGITAL.

Leitl: „Gerade für Klein- und Mittelbetriebe wird Digitalisierung
immer wichtiger. Einerseits wird die Welt immer globalisierter,
andererseits steigt die Nachfrage nach regionalen Produkten. Beides
bietet KMUs Chancen, aber egal ob global oder regional, ein
entscheidender Faktor wird in Zukunft der Grad der Digitalisierung
sein, denn auch regionale Produkte werden zunehmend über Online-Shops
vertrieben. Wer am Ende obenauf sein will, muss hier die Nase vorne
haben. Dabei wollen wir Österreichs Betriebe unterstützen.“

Für KMU ist es besonders wichtig, die Chancen der Digitalisierung zu
nutzen um sich in der Wertschöpfungskette behaupten zu können. Zahlen
der Statistik Austria zum Thema „IKT Einsatz in Unternehmen 2016“
zeigen, dass es hier in Österreich etwa im Bereich E-Commerce noch
ein großes Verbesserungspotential gibt: 88 Prozent der Unternehmen
sind im Internet präsent aber nur 27 Prozent bieten ihre Waren und
Dienstleistungen auch online an. Gerade im Bereich E-Commerce zeigt
sich laut der aktuellen Vergleichsstudie der EU-Kommission DESI noch
Aufholbedarf. Beim Online-Verkauf lag Österreich 2016 nur auf Rang 17
von 28.

Zwar sind schon jetzt viele Geschäftsmodelle ohne internetbasierte
Technik nicht denkbar und den Unternehmen ist die Bedeutung des
digitalen Wandels sehr wohl bewusst, bei der konkreten Umsetzung sind
aber viele sehr zögerlich. So haben laut einer WKO-Umfrage 44,3
Prozent der Unternehmen in den nächsten 12 Monaten keine IT-Projekte
geplant. Als Gründe werden Kosten (44 Prozent), Angst und
Datensicherheit (26 Prozent) und fehlendes Know-how (19 Prozent)
angegeben.

Leitl: „Wir müssen die Beratung professionalisieren, das Bewusstsein
der Unternehmen in Richtung Digitalisierung stärken und sie zugleich
gegen das immer größer werdende Problem der Cyber-Kriminalität
wappnen.“

Daher wurde vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und
Wirtschaft (BMWFW) und der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) das
Programm KMU DIGITAL aufgesetzt (www.kmudigital.at ). Sie basiert auf
der Digital Roadmap der Bundesregierung und beinhaltet Maßnahmen zu
Bewusstseinsbildung, Informationsvermittlung, Wissenstransfer und
Qualifizierung sowie Digital Innovation Hubs.

Das vom BMWFW zehn Millionen Euro dotierte Programm läuft vorerst
zwei Jahre (2017-18) und wird nach einem Jahr evaluiert. Die
Abwicklung läuft über die WKÖ, die Digital Innovation Hubs über die
FFG.

„Digitalisierung ist eine Chance für den Standort, wir müssen Ängste
nehmen und Chancen aufzeigen. Mit diesem Programm stärken wir das
Rückgrat der österreichischen Wirtschaft und stärken die
Qualifikation der Unternehmerinnen und Unternehmer sowie der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Mahrer.

Neben bewusstseinsbildenden Maßnahmen, Veranstaltungen und Webinaren
geht es in einem ersten Schritt (ab Frühjahr 2017) um die
Qualifizierung und Zertifizierung von Digitalisierungsberatern. Die
entsprechenden Schulungen für Unternehmensberater werden zu 50
Prozent gefördert.

In einem nächsten Schritt können sich Unternehmen einem kostenlosen
Status Check unterziehen. Dessen Ergebnisse werden gemeinsam mit
einem Digitalisierungsberater einer zu 100 Prozent geförderten
Potentialanalyse unterzogen. Diese Erstberatungen können ab Herbst
2017 gebucht werden. Nächster Schritt ist dann eine
Umsetzungsstrategie (zu 50 Prozent gefördert), wobei der Fokus auf
den drei Schwerpunkten E-Commerce & Social Media, Geschäftsmodelle &
Prozesse und Verbesserung IT-Sicherheit liegt.

Als Anreiz, in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter zu
investieren, wird ab Sommer 2017 ein Förderscheck zur Schulung und
Re-Qualifizierung von Mitarbeitern um digitale Fähigkeiten aufgelegt.

Ergänzend laufen bei der FFG Arbeiten für zumindest einen Digital
Innovation Hub (DIHs), wie es sie bereits in Deutschland gibt. Ziel
ist, dass Unternehmen digitale Innovationen testen und sich beraten
lassen können und mit anderen Akteuren auf nationaler und
europäischer Ebene vernetzt werden

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