Heumarkt Hochhausprojekt: Weltkulturerbe – Unverzichtbar und kein Handelsgegenstand

Die österreichischen Kunst- u. Kulturverbände und die ARGE kulturelle Vielfalt melden sich zu Wort. Offener Brief an die Bundesregierung und an die Wiener Stadtregierung

Wien (OTS) - Die soeben zu Ende gegangenen Jahresklausur der ARGE kulturelle Vielfalt, in der alle österreichischen Kultur-Dachverbände vertreten sind, hat einen Offenen Brief an die Bundesregierung und die Wiener Stadtregierung verfasst, in dem die Regierungsvertreter zum Stopp des Heumarkt-Hochhausprojektes aufgefordert werden. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: „Die unterzeichneten Verbände stellen mit allem Nachdruck fest, dass das Wiener Innenstadtbauerbe, das zum Weltkulturerbe zählt, nicht dazu da ist, um Bauprojekte von Investoren attraktiver zu machen, die ihre Immobilien unter Ausnützung der optischen und räumlichen Ressourcen der Wiener Innenstadt bei gleichzeitiger Nichtbeachtung der historischen Bau-Umgebung in ihrem Wert optimieren möchten.“ Und weiter heisst es: „Der Bau eines Hochhauses auf Wiener Weltkulturerbeboden ist nur unter Missachtung der Voraussetzungen des Prädikats Weltkulturerbe möglich, seine von der Wiener Stadtregierung dazu eingeleitete Flächenumwidmung, ohne die Stellungnahme der UNESCO abzuwarten, ist eine Brüskierung der Kulturorganisation der UNO und des kulturellen Wien ohnegleichen. Abschließend verlangen die Kunst- und Kulturverbände von der Stadt Wien die „uneingeschränkte Einlösung der von der Republik Österreich und Wien mit der UNESCO eingegangenen Verpflichtungen beim Umgang mit seinem Weltkulturerbe.“ Damit haben sich nach der bereits 477 Personen umfassenden Proponentenliste gegen das Heumarkt-Hochhausprojekt nun auch alle Kultur-Dachverbände den Protesten gegen das Projekt angeschlossen.

Die unterzeichnenden Organisationen und für sie zeichnenden Personen sind: Dachverband der Österreichischen Filmschaffenden (Maria Anna Kollmann), IG Autorinnen Autoren (Gerhard Ruiss), IG Freie Theaterarbeit (Barbara Stüwe-Eßl), IG Kultur Österreich (Gabi Gerbasits), Kulturrat Österreich (Maria Anna Kollmann), Österreichischer Musikrat (Harald Huber), Musikergilde (Peter Paul Skrepek) Österreichischer PEN Club (Doris Kloimstein, Helmuth A. Niederle), Burgenländischer PEN-Club (Katharina Tiwald), Tschecho- slowakisch-österreichisches Kontaktforum (Zuzana Brejcha), Mirjam Mikacs, Ludwig Laher, Oliver Testor. Eisenstadt/Wien, 6.3.2017

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