Heinisch-Hosek/Schmidt/Wieser: „Neue Chancen für Frauen schaffen!“

SPÖ NÖ Frauen präsentieren ihren „Plan A für die Frauen in Niederösterreich“

St. Pölten (OTS) - Unter dem Motto „Lifebalance – Plan A für die Frauen“ stand die gestrige Veranstaltung der SPÖ NÖ Frauen anlässlich des Internationalen Frauentages in Kirchstetten im Bezirk Tulln. Die klassischen Nine-to-Five-Jobs werden weniger, wir sind 24 Stunden am Tag erreichbar. Die Arbeit endet nicht mit dem Verlassen des Büros, sondern ist auch danach noch präsent. Frauen sind neben der beruflichen Belastung auch noch (oft ohne Unterstützung) für den Haushalt, die Kindererziehung und die Pflege von Verwandten verantwortlich. Auch Partnerschaft, Freundschaften und Netzwerke sollen gepflegt werden. Bis irgendwann der körperliche und geistige Zusammenbruch kommt. Spätestens dann stellt sich die Frage: Wo bleibe ich? Wann habe ich Zeit für MICH? Wir wollen Bewusstsein schaffen:
Nur die Balance zwischen den verschiedenen „Welten“ macht uns langfristig glücklich und gesünder.

„Es geht darum, die Balance im Leben zu finden und die Einstellung zu Arbeit und Alltag anders zu bewerten – auch im Hinblick auf eine digitalisierte Berufswelt – wenn wir einer Lifebalance näher kommen sowie Krankheiten vorbeugen und Leistungsfähigkeit erhalten wollen. Wichtig ist dabei, uns bewusster zu entscheiden. Nicht immer übersetzt sich mehr Aufwand in mehr Ertrag. Manchmal bedeutet mehr Aufwand lediglich mehr Hektik und mehr Ablenkung: Der langsame Läufer ist oft schneller am Ziel. Diesen Sprung ins Unerprobte – und die Angst davor – kann uns keiner abnehmen“, erklärt Landesfrauenvorsitzende Elvira Schmidt: „Vielleicht reicht das bereits als Einstieg in die Kunst der Lifebalance: Wenn die Führungskräfte von morgen lernen, Ambition mit Kooperation zu verbinden, etwa in Form von Doppelspitzen, dann können Unternehmen familienfreundlicher werden. Vor allem aber braucht es den Mut, die Grenzen des Vorstellbaren zu verschieben, und es braucht die Demut, zu akzeptieren, dass nicht alles jederzeit zu erreichen ist.“

Bundeskanzler Christian Kern tritt in seinem Plan A für einen Mindestlohn von zumindest 1.500 Euro brutto ein. Die Gehaltstransparenz soll ausgebaut und ein Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kindergartenplatz für Ein- bis Sechs-Jährige eingeführt werden, der ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr beinhaltet. Frauenquoten in Aufsichtsräten sollen dabei helfen, die gläserne Decke zu durchstoßen. Bessere Rahmenbedingungen und Arbeitsplätze für ArbeitnehmerInnen über 50 Jahre und die Abschaffung des Pflegeregresses sind ebenso Teil von „Plan A“. „Worauf warten? Mehr Schwung und Dyna¬mik bei der Umsetzung - Das ist das Ergebnis des Plan A. Beim Arbeitsprogramm der Regierung für die kommen¬den Monate ist ein konkre¬ter Zeitplan für jede einzel¬ne Maßnahme fixiert“, sagt Bundesfrauenvorsitzende Nationalrätin Gabriele Heinisch-Hosek:
„Wir machen Zukunft. Die Arbeitswelt ist im digi¬talen Wandel. Wir wollen neue Chancen für Frauen schaffen. Das ist Thema der Frühjahrskampagne der SPÖ-Frauen. Dazu befragen wir Frauen in ganz Öster¬reich bei Hausbesuchen und Straßenaktionen nach ihren Wünschen, Vorstellungen und Forderungen beim The¬ma Arbeit. Um Perspektiven für die Zukunft geht es auch bei einer Reihe von Veran-staltungen in diesem Jahr.“

Neben einer Talkrunde zum Thema „Wir machen Zukunft. Arbeit im digitalen Wandel. Chancen für Frauen schaffen.“ mit der Gynäkologin, Kabarettistin und Triathlon-Weltrekordhalterin Dr. Alexandra Meixner und Arbeitspsychologin und Autorin Mag. Natalia Ölsböck hielt AKNÖ-Präsident Markus Wieser ein Impulsreferat, in dem er die Bedeutung des Internationalen Frauentages ansprach: „Es gibt nach wie vor eine Vielzahl an Problemen, Ungerechtigkeiten und gesellschaftlichen Herausforderungen, wenn es um die Anliegen von Frauen geht.“ In Niederösterreich sehe man das in vielen Bereichen, etwa bei Kinderbetreuungseinrichtungen, die durchgängige Nachmittagsbetreuung anbieten, weswegen viele Frauen auch Teilzeit arbeiten müssen oder bei den Einkommen, sagt Wieser: „Wenn Frauen und Männer dieselbe Anzahl der Arbeitsstunden (Vollzeit) erbringen, verdienen Frauen um 22,9 Prozent weniger als Männer.“

Zuletzt schloss sich diese Einkommensschere um 0,2 Prozent. Damit die Einkommen also gleich sind, müssten Frauen noch 115 Jahre warten. Das Brutto-Medianeinkommen der Frauen lag in NÖ 2015 bei 1.581 Euro. Damit liegt NÖ nur auf Platz sieben im Bundesländervergleich. (dahinter nur die Steiermark und das Burgenland). Die Männer indes kommen auf ein Brutto-Medianeinkommen von 2.372 Euro.

Abschließend wurde eine Gedenkminute für die kürzlich verstorbene Frauenministerin Sabine Oberhauser abgehalten.

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