• 03.03.2017, 15:43:22
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  • OTS0198

LH Wallner: Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen

Wallner: "Koordiniertes Vorgehen vieler Stellen im Land notwendig"

Utl.: Wallner: "Koordiniertes Vorgehen vieler Stellen im Land
notwendig" =

Bregenz (OTS) - (VLK) – Landeshauptmann Wallner stellte im heutigen
(Freitag) Pressegepräch in der Integra Produktionsschule in Wolfurt
zusammen mit Anton Strini, dem Landeskoordinator für die
Arbeitsintegration von bleibeberechtigten Flüchtlingen, und Stefan
Koch, Geschäftsführer Arbeitsprojekte, INTEGRA Vorarlberg gem. GmbH,
zusätzliche Projekte zur Verbesserung der Arbeitsmarktintegration
bleibeberechtigter Flüchtlinge vor. "Die Bezugsdauer der
Mindestsicherung muss so kurz wie möglich gehalten werden und darf
auf keinen Fall zu einem Dauerzustand werden. Je rascher ein
Arbeitsplatz gefunden werden kann, desto besser für alle
Beteiligten", so Wallner.
Rund 2.000 bleibeberechtigte Flüchtlinge sind aktuell in
Vorarlberg, die mittelfristig am Arbeitsmarkt integriert werden
müssen. Mit weiteren etwa 800 ist zu rechnen, wenn die jetzt noch
laufenden Asylverfahren abgeschlossen sind. 628 sind bereits beim AMS
vorgemerkt, der überwiegende Teil der Flüchtlinge muss aber noch
Deutschkenntnisse verbessern, um eine realistische Chance auf
Beschäftigung zu haben.
Innerhalb der letzten 12 Monate ist die Zahl der unselbständig
Beschäftigten in den Hauptflüchtlingsgruppen von 604 auf 950 um 346
(+57,3 Prozent) gestiegen.

Ausreichend berufliche Qualifikation erforderlich

"Die Arbeitsmarktintegration wird dadurch erschwert, dass die
schulische und berufliche Qualifikation der Flüchtlinge im
Durchschnitt eher gering ist", sagte Anton Strini. " Es geht daher
vor allem darum, den Flüchtlingen am Vorarlberger Arbeitsmarkt
verwertbare berufliche Qualifikationen zu vermitteln und somit
Chancen auf einen Arbeitsplatz zu erhöhen. Potenzial für den
Vorarlberg Arbeitsmarkt liegt darin, dass 41 Prozent der Flüchtlinge
unter 25 Jahre alt sind. „Gerade bei den jungen Flüchtlingen ist oft
zu spüren, dass sie sehr bereit sind, sich voll einzubringen, um ihr
neues Leben in den Griff zu bekommen“, erläutert Strini seine
Erfahrungen.

Zusätzliche Angebote, aber auch klares Bemühen der Flüchtlinge
notwendig

"Gemeinsam mit dem Arbeitsmarktservice Vorarlberg hat das Land
bereits frühzeitig zusätzliche Maßnahmen gesetzt, um die
Arbeitsmarktsituation von Flüchtlingen zu fördern", informierte
Landeshauptmann Wallner. Projekte in diesem Zusammenhang sind zum
Beispiel: "Start2Work" bzw. "Top4Job". Ziel dieser Projekte ist es
Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorzubereiten und in den
Arbeitsmarkt bestmöglichst zu integrieren. Neben den bestehenden
Angeboten sei es aber besonders wichtig, dass sich die Flüchtinge
auch intensiv bemühen, sich zu qualifizieren. „Das ist auch ein
zentraler Bestandteil der Integrationsvereinbarung, die jeder
Flüchtling, der Mindestsicherung bezieht, erfüllen muss“, so Wallner.

Ausblick: Jugendcollege Vorarlberg 2017

Aufbauend auf diese Erkenntnisse haben nun das Land und das AMS
Vorarlberg das Projekt "Jugendcollege Vorarlberg" -
Basisqualifizierung junger Flüchtlinge ins Leben gerufen. INTEGRA
Vorarlberg ist damit beauftragt worden, dieses Programm ab April 2017
in den nächsten zwei Jahren mit insgesamt 200 Teilnehmern und
Teilnehmerinnen zwischen 15 und 25 Jahren durchzuführen. Mit einer
Kombination aus Bildung und Praxis sollen die Jugendlichen auf einen
späteren Pflichtschulabschluss, eine Berufsausbildung oder eine
Arbeitsstelle vorbereitet werden. Die Maßnahme dauert zehn Monate.

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