Goldene Wiener Auszeichnung für Walter Asmus, Initiator der Brotfabrik Wien, und Werner Urbanek, Spiritus Rector des Nestroy

Wien (OTS) - Walter Asmus, Immobilienentwickler und Initiator der Brotfabrik, und Werner Urbanek, Journalist und Spiritus Rector des Nestroy-Theaterpreises, wurden heute, Mittwoch, mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Wien geehrt. Zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik und Kultur waren gekommen, um zu gratulieren, darunter die ehem. Stadträte Franz Mrkvicka und Peter Marboe, StR Ursula Stenzel, Klubobmann Fritz Aichinger, ORF-Landesdirektorin Brigitte Wolf, Alexander Götz, kfm. Direktor Josefstadt, und Kai Urbanek, kfm. Direktor Volkstheater, Ingrid Wendl und Milan Turkovic, Irene Suchy, Hans Hauf, Eva Maria Klinger, Karin Kathrein uvam.

Musikalisch umrahmt wurde die Feierstunde mit Ausschnitten aus dem Musiktheater für ein kleines Budget von Otto M. Zykan, unter der Mitwirkung von Anna Hauf, Marco di Sapia, Tore Denys, Alexander Kukalka und Michael Mautner (musikalische Leitung).

 

   „Walter Asmus ist ein Kulturentwickler, der Industriebauten wirksam zu Heimstätten für Kulturinitiativen umfunktioniert. Damit hat er für die Stadt zusätzlichen Mehrwert geschaffen, der kein ökonomischer, sondern ein kultureller ist“, so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny im Rahmen der Ordensverleihung. Und über Urbanek: „Werner Urbanek ist der Spiritus Rector des Nestroy, den er mit Fürsorge, Weitblick, und dem Feingefühl eines Theaterliebhabers umgesetzt hat. Der Nestroy ist eine Verbeugung der Stadt Wien vor ihren Theaterschaffenden. Walter Asmus und Werner Urbanek verbindet ein hohes Maß an Bescheidenheit und ein langer und intensiver  Einsatz für die Kultur in unserer Stadt“.

 

   „Im Falle Asmus wurden aus Visionen Realität. Walter Asmus hält hartnäckig an seinen Projekten fest. Seine Mission ist es, kulturelle Cluster zu schaffen ohne Förderung durch die öffentliche Hand, wie etwa bei der Schokoladenfabrik in Meidling oder der Brotfabrik in Favoriten“, betont Architekturhistoriker Markus Kristan in seiner Laudatio.


   Metropol-Chef Peter Hofbauer lobte Werner Urbanek in seiner Laudatio als Journalist, langjähriger Festwochen-Pressechef und Nestroy-Erfinder: „Seinem Einfluss als Pressechef der Wiener Festwochen ist es zu verdanken, dass die Festwochen-Eröffnungen im Fernsehen übertragen werden und bis heute ein Fixpunkt im kulturellen Jahreskalender sind. Die Gründung des Nestroy-Theaterpreises hat er beständig und selbstbewusst betrieben“.

 

   Walter Asmus bedankte sich bei der Stadt Wien und schlussendlich bei seinem Team: „Wir haben die Landkarte in Wien verändert, nicht physisch, aber psychisch. Wir haben alte wertvolle Gebäude ohne Steuergeld erhalten und für die creative industries attraktive Wirkungsstätten gemacht. Das ist nicht nur für die Bezirke interessant, sondern als Zukunftsprojekt für ganz Wien.“

 

   Der Nestroy sei dem Pariser Theaterpreis Moliere nachempfunden: „Was die können, können wir auch. Diese Zeit mit dem Nestroy war eine aufregende, wie ein Ritt über den Bodensee“, stellt Werner Urbanek fest und bedankte sich ausführlich bei WeggefährtInnen und MitstreiterInnen.

 

   Zwt.: Biographie Walter Asmus

   Walter Asmus arbeitet seit den 1980er Jahren als Immobilienentwickler in Wien und leitet gemeinsam mit Maria Rennhofer die Firma City Loft ART, die aus­gefallene Althausensembles bzw. Industriearchitektur saniert und wieder belebt.

2009 kaufte er in der ehemaligen Ankerbrotfabrik, deren älteste Teile aus 1892 stammen, 12 Objekte auf 17.000 Quadratmetern. Mit den Architekten Lukas Groh, Michael Wagner und Anton Wallner entwickelte er daraus bis 2016 ein Kulturzentrum mit Ateliers, Büros, Schau­räumen, Lofts, Medienakademie, Gastronomie und Designmärkten. Aushängeschild der "Brotfabrik Wien" ist die Expedithalle.

Weitere Referenzprojekte der City Loft ART sind unter anderem Umbauten der ehemaligen Stollwerk-Schokoladenfabrik am Gaudenzdorfer Gürtel in Meidling und in der Flach­gasse 35-37, 1150 Wien.

 

   Zwt.: Biographie Werner Urbanek

   Nach der Matura im Jahr 1957 war Urbanek zunächst als freier Journalist für mehrere öster­reichische und deutsche Zeitungsverlage tätig, ehe er stellvertretender Chefre­dakteur der österreichischen Ausgabe der “Hörzu“ wurde. 1970 übernahm er die Funktion des Pressechefs der Arena 70, einer alternativen Veranstaltungsschiene im Rahmen der Wiener Festwochen. Im Jahr darauf stieg er zum Pressechef der gesamten Wiener Festwochen auf und blieb in dieser Funktion bis 1995. Parallel zu dieser Tätigkeit trieb Urbanek seine journa­listische Karriere voran: Er wurde Chefredakteur der “Fernseh- und Radiowoche“ und Leiter des Ressorts “Fernsehen“ der Kronen Zeitung.

Als sein Lebenswerk gilt jedoch die Gründung des Nestroy, den er 2000 gemeinsam mit dem Verein Wiener Theaterpreis ins Leben rief: Mit einem feierlichen Fest werden herausragende Leistungen an Wie­ner und österreichischen Bühnen sowie die beste deutschsprachige Aufführung eines Jahres auszeichnet.

  

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