Karas zur Zukunft Europas: "Der einfachere Weg ist der schlechtere"

"Mitgliedstaaten müssen sich jetzt entscheiden" / "In zentralen Bereichen die Kräfte Europas viel mehr bündeln"

Brüssel (OTS) - "Die einzige Vision für die Zukunft, die Europa stärker, handlungsfähiger und effizienter macht, ist das fünfte heute von Jean-Claude Juncker vorgeschlagene Szenario", so der Europaabgeordnete Othmar Karas zu den von Kommissionpräsident Jean-Claude Juncker vorgestellten Überlegungen zur Weiterentwicklung der EU.****

"Junckers Szenarien machen deutlich, dass sich die Mitgliedstaaten jetzt entscheiden müssen", so Karas.

"Europas Anteil an der Weltbevölkerung und an der Weltwirtschaft schrumpft jeden Tag. Deshalb müssen wir in zentralen Bereichen die Kräfte Europas viel mehr bündeln und Europa wettbewerbsfähiger machen. Wir müssen die Lehren aus der Krise ziehen und die EU mutig weiterentwickeln", so Karas vor der heutigen Debatte mit Juncker im EU-Parlament.

Karas warnte davor, "vor den Problemen unserer Zeit zu kapitulieren". "Der einfachere Weg ist der schlechtere Weg", so Karas.

Karas unterstützt Vorschläge zu einer Verkleinerung der EU-Kommission. "Die Verkleinerung der EU-Kommission ist heute bereits möglich und seit Jahren geltende Rechtslage. Die Mitgliedstaaten waren aber bisher dagegen. Dieser Vorschlag ist nie an der EU, sondern immer nur an den Nationalstaaten gescheitert", betonte Karas.

Die Größe der Kommission sei aber nicht das zentrale Problem.
"Das zentrale Problem ist mangelnder Mut und mangelnder politischer Wille, das Notwendige und Richtige zur Weiterentwicklung der europäischen Idee zu tun", so Karas.

Karas erinnert an eine Feststellung Robert Schumans, eines der Gründerväter der Europäischen Union: "Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen." "Das ist für mich Arbeitsprogramm und Ansporn", so Karas.

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