• 01.03.2017, 14:24:38
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  • OTS0188

Karas zur Zukunft Europas: "Der einfachere Weg ist der schlechtere"

"Mitgliedstaaten müssen sich jetzt entscheiden" / "In zentralen Bereichen die Kräfte Europas viel mehr bündeln"

Utl.: "Mitgliedstaaten müssen sich jetzt entscheiden" / "In
zentralen Bereichen die Kräfte Europas viel mehr bündeln" =

Brüssel (OTS) - "Die einzige Vision für die Zukunft, die Europa
stärker, handlungsfähiger und effizienter macht, ist das fünfte heute
von Jean-Claude Juncker vorgeschlagene Szenario", so der
Europaabgeordnete Othmar Karas zu den von Kommissionpräsident
Jean-Claude Juncker vorgestellten Überlegungen zur Weiterentwicklung
der EU.****

"Junckers Szenarien machen deutlich, dass sich die Mitgliedstaaten
jetzt entscheiden müssen", so Karas.

"Europas Anteil an der Weltbevölkerung und an der Weltwirtschaft
schrumpft jeden Tag. Deshalb müssen wir in zentralen Bereichen die
Kräfte Europas viel mehr bündeln und Europa wettbewerbsfähiger
machen. Wir müssen die Lehren aus der Krise ziehen und die EU mutig
weiterentwickeln", so Karas vor der heutigen Debatte mit Juncker im
EU-Parlament.

Karas warnte davor, "vor den Problemen unserer Zeit zu kapitulieren".
"Der einfachere Weg ist der schlechtere Weg", so Karas.

Karas unterstützt Vorschläge zu einer Verkleinerung der
EU-Kommission. "Die Verkleinerung der EU-Kommission ist heute bereits
möglich und seit Jahren geltende Rechtslage. Die Mitgliedstaaten
waren aber bisher dagegen. Dieser Vorschlag ist nie an der EU,
sondern immer nur an den Nationalstaaten gescheitert", betonte Karas.

Die Größe der Kommission sei aber nicht das zentrale Problem.
"Das zentrale Problem ist mangelnder Mut und mangelnder politischer
Wille, das Notwendige und Richtige zur Weiterentwicklung der
europäischen Idee zu tun", so Karas.

Karas erinnert an eine Feststellung Robert Schumans, eines der
Gründerväter der Europäischen Union: "Europa lässt sich nicht mit
einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache
Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die
zunächst eine Solidarität der Tat schaffen." "Das ist für mich
Arbeitsprogramm und Ansporn", so Karas.

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