- 01.03.2017, 12:00:01
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Die österreichische Versicherungswirtschaft: Die vorläufigen Zahlen 2016 und eine erste Prognose 2017

Wien (OTS) - „Erste Berechnungen zeigen für das Geschäftsjahr 2016
sowohl in der Krankenversicherung wie auch in der
Schaden-Unfallversicherung ein Prämienwachstum, in der
Lebensversicherung einen Rückgang der Prämienentwicklung.
Insgesamt vermerkt die österreichische Versicherungswirtschaft im
vergangenen Jahr einen Rückgang der Prämieneinnahmen um 2,1 Prozent
auf 17,0 Milliarden Euro. Die gesamten Versicherungsleistungen des
Jahres 2016 beliefen sich auf 14,8 Milliarden Euro – das ist ein
Minus von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, so Prof. Dr. Louis
Norman-Audenhove, Generalsekretär des österreichischen
Versicherungsverbandes VVO.
Nach vorläufigen, ersten Prognosen wird das Gesamtprämienaufkommen
2017 um etwa 0,3 Prozent auf rund 17,1 Milliarden Euro ansteigen.
Lebensversicherung
Mit einem Rückgang von 9,1 Prozent beläuft sich das Prämienvolumen
der Lebensversicherung 2016 auf rund 6,1 Milliarden Euro. Die
laufenden Prämien sanken mit einem Aufkommen von 5,0 Milliarden Euro
um 1,5 Prozent. Bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge bestehen
mittlerweile bei den heimischen Versicherungsunternehmen rund 1,3
Millionen Verträge, das Prämienvolumen daraus beläuft sich auf rund
0,9 Milliarden Euro. Die Einmalerläge verzeichneten mit einem
Prämienvolumen von 1,1 Milliarden Euro ein Minus von 33,3 Prozent.
Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 7,8 Milliarden Euro,
das entspricht einem Rückgang von 7,3 Prozent, an die Kundinnen und
Kunden der Lebensversicherung ausgezahlt (nicht erfasst sind die
Zuführungen zu Rückstellungen für künftige Leistungen bzw.
Gewinnbeteiligungen).
Im Jahr 2017 dürfte die Lebensversicherung nach ersten Prognosen
Prämieneinnahmen von rund 5,9 Milliarden Euro (rund - 3,2 Prozent)
verzeichnen.
Krankenversicherung
Die private Krankenversicherung versteht sich in Österreich als
komplementärer Partner der gesetzlichen Krankenversicherung. Über die
Sonderklassehonorare trägt sie wesentlich zum Erhalt erstklassiger
Medizin für alle Österreicherinnen und Österreicher bei. Damit wird
ein entscheidender Beitrag zur Qualität des heimischen
Gesundheitssystems geleistet.
Für 2016 weist die private Krankenversicherung ein voraussichtliches
Plus von 4,7 Prozent mit einem Gesamtprämienvolumen von 2,1
Milliarden Euro auf.
Die Leistungen nahmen um 3,3 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zu
(nicht erfasst sind die Zuführungen zu Rückstellungen für künftige
Leistungen bzw. Gewinnbeteiligungen).
Eine erste Prognose weist für die Krankenversicherung 2017 ein
Wachstum von rund 3,6 Prozent auf Gesamtprämien von ca. 2,1
Milliarden Euro aus.
Schaden-Unfallversicherung
Das Prämienvolumen der Schaden-Unfallversicherung (inklusive
Kfz-Haftpflichtversicherung) wuchs 2016 auf 8,9 Milliarden Euro an
und zeigt somit eine Steigerung von 1,7 Prozent.
Die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung befinden sich mit
5,7 Milliarden Euro auch im Jahr 2016 auf hohem Niveau. Im Vergleich
zum Vorjahr sanken die Leistungen in der Schaden-Unfallversicherung
leicht um 0,5 Prozent.
Für 2017 wird ein Prämienwachstum der Schaden-Unfallversicherung um
ca. 1,9 Prozent auf rund 9,0 Milliarden Euro prognostiziert.
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