• 01.03.2017, 11:08:39
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NÖLI-Sammlung knackt Rekord von einer Million Kilogramm Altspeiseöl und -fett

LR Pernkopf: „Bedeutender positiver Effekt für unsere Umwelt“

Utl.: LR Pernkopf: „Bedeutender positiver Effekt für unsere Umwelt“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Der NÖLI ist Niederösterreichs beliebter
Sammelbehälter für Öle und Fette aus der Zubereitung von Speisen und
hat im Vorjahr einen neuen Rekord bei der gesammelten Menge
aufgestellt: Landesweit wurden im Jahr 2016 von den NÖ
Umweltverbänden über eine Million Kilogramm Altspeiseöl und -fett
gesammelt.

Eingeführt wurde der NÖLI im Jahr 2002 von den NÖ Umweltverbänden und
dem Land Niederösterreich, in den 15 Jahren seines Bestehens hat er
sich zu einer wahren Erfolgsstory entwickelt: Pommes frites,
Schnitzel oder Hühnernuggets – sie alle sind in Speiseöl oder
Speisefett geschwommen. Und dies ist wiederum der Rohstoff für
Biodiesel, der als Alternative zu fossilen Energieträgern genutzt
wird. Im Jahr 2016 wurden exakt 1.001.167 Kilogramm Altspeiseöl und
-fett durch die NÖ Umweltverbände und deren Verbandsgemeinden
gesammelt. Die Menge konnte im Vergleich zu 2015 damit um ca. 18.000
Kilogramm gesteigert werden.

„Gebrauchte Speiseöle und -fette sind wertvolle Rohstoffe. Die
Sammlung und Wiederverwertung bietet einen bedeutenden positiven
Effekt für unsere Umwelt. Das spart nicht nur Kosten, es ist auch ein
Beitrag zur Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern. Zusätzlich
gibt es auch einen wichtigen wirtschaftlichen Aspekt, denn alle
Arbeitsschritte, begonnen bei der Sammellogistik, über die Reinigung
der Gefäße bis hin zur Erzeugung des Biodiesels werden in
Niederösterreich umgesetzt. Die gesamte Wertschöpfung liegt somit zur
Gänze in unserem Bundesland“, so Umwelt-Landesrat Dr. Stephan
Pernkopf.

„Über eine Million Kilogramm an gesammelten Altspeiseölen und -fetten
durch unsere Verbände ist ein beeindruckender Rekord. Der
wiederverschließbare und wiederbefüllbare NÖLI ist somit aus dem
stofflichen Recycling nicht mehr wegzudenken und zeigt wieder
deutlich den großen Vorteil einer landesweit koordinierten Sammlung
durch unsere Umweltverbände und deren Gemeinden“, freut sich der
Präsident der NÖ Umweltverbände LAbg. Bgm. Anton Kasser.

Das praktische gelbe Drei-Liter-Sammelgefäß für Privathaushalte und
das 25-Liter-Sammelgefäß für die Gastronomie gibt es gratis bei den
Altstoff-Sammelzentren der Umweltverbände und Gemeinden. Nach
Sammlung und Befüllung können die NÖLIs wieder bei den Sammelstellen
kostenlos abgegeben und gegen gereinigte Gefäße getauscht werden.

Altspeiseöl und -fett ist zwar biologisch, soll aber trotzdem nicht
in den Abfall geleert werden. Und das aus gutem Grund: Aufgrund ihrer
Zusammensetzung bildet es Klumpen und kann den Abfluss verstopfen –
und zwar nicht nur im Kanalsystem, sondern auch bereits im eigenen
Haus oder der eigenen Wohnung. In den Engstellen sammeln sich weitere
Stoffe, wie etwa Speisereste, und können somit relativ rasch zur
Verstopfung des Abflusssystems führen. Jeder Liter Speiseöl in
Ausguss oder WC geleert verursacht im Schnitt etwa Folgekosten von 70
Cent – das würde bei der gesammelten Menge allein im Jahr 2016
Folgekosten von etwa 700.000 Euro verursachen

NÖLIs Leibspeisen sind tierische und pflanzliche Öle, Fette und
Schmalz. Das heißt folgendes gehört in das Sammelgefäß: Altspeiseöl
und -fett, abgekühltes Frittier- und Bratenfett, Öle von eingelegten
Speisen (z.B. Sardinen), Butter- und Schweineschmalz, verdorbene und
abgelaufene Speiseöle und -fette. Nicht in den NÖLI gehören
Mayonnaise, Dressing, Chemikalien, Mineralöl, Motoröl, Farben und
Essensreste.

Die Sammlung und Wiederverwertung von gebrauchtem Altspeiseöl oder
-fett ist ein bedeutender Faktor zur Entlastung der Umwelt, denn der
Inhalt ist nicht Abfall, sondern dient als Rohstoff zur Produktion
von Biodiesel. Die Biodieselproduktion bringt eine Erhöhung der
Wertschöpfung für die Region und Verringerung der Abhängigkeit von
Energieimporten und eine Verbesserung der Umweltsituation durch den
Ersatz von fossilen Brennstoffen. Ein Liter Biodiesel spart rund
1,894 Kilogramm CO2 gegenüber mineralischem Diesel.

Nähere Informationen: Büro LR Pernkopf, DI Jürgen Maier, Telefon
02742/9005-12704, E-Mail [email protected], NÖ Umweltverbände,
Mag.(FH) Matthias Heiss, Telefon 02742/23 00 60-206, E-Mail
[email protected], www.umweltverbaende.at.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NLK

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