- 28.02.2017, 12:52:19
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Weltklasse in Wien: ein Favorit aus der Aschewolke
Vienna City Marathon am 23. April: Erste Spitzenläufer für IAAF Gold Label Race verpflichtet. Bereits mehr als 35.000 Anmeldungen.
Utl.: Vienna City Marathon am 23. April: Erste Spitzenläufer für
IAAF Gold Label Race verpflichtet. Bereits mehr als 35.000
Anmeldungen. =
Wien (OTS) - Der Kenianer Eliud Kiptanui und Deribe Robi aus
Äthiopien werden bei der 34. Auflage des Vienna City Marathon (VCM)
am 23. April an der Spitze begeistern. Mit Bestzeiten von 2:05:21
Stunden (Kiptanui) und 2:05:58 Stunden (Robi) ragen die beiden aus
einer ersten Gruppe von Topläufern heraus, die für Österreichs
größtes Aktivsportereignis verpflichtet wurden. Darunter sind mit
Suleiman Simotwo und Ishmael Bushendich auch starke Läufer mit
VCM-Erfahrung. Mehrere haben das Potenzial, den Streckenrekord
anzugreifen. Diese Marke hält seit 2014 der Äthiopier Getu Feleke mit
2:05:41 Stunden.
„Eine Zeit im Bereich des Streckenrekords ist die Zielstellung. Es
hängt letztlich von den Bedingungen und der Tagesverfassung ab. Das
Feld ist auch neben den beiden schnellsten Läufern stark und kompakt,
sodass wir uns auf ein spannendes Rennen freuen können“, sagt Mark
Milde, der das Elitefeld zusammenstellt.
Als einzige Laufveranstaltung in Österreich und als einer von nur
zwölf Marathons in Europa führt der VCM auch 2017 das IAAF Gold
Label, das höchste Gütesiegel für sportliche und organisatorische
Qualität im weltweiten Straßenlauf. Mehr als 36.000 Läuferinnen und
Läufer sind bereits für einen der Bewerbe des Vienna City Marathon
angemeldet. Neu ist der „Vienna 10K“. Im Rahmen dieses 10-km-Laufs am
Samstag, 22. April werden auch österreichische Meisterschaften über
10 km bzw. 5 km für U18-Läufer ausgetragen. An diesem Tag finden
zudem die Nachwuchsläufe Get active 4.2 und Get active 2.0 statt. Am
Sonntag gehen der Marathon, der Halbmarathon und der Staffelmarathon
über die Bühne.
VCM-SIEG MIT SIEBEN JAHREN VERSPÄTUNG?
Sollte Eliud Kiptanui den vierzehnten Marathonerfolg eines Kenianers
in Wien feiern, wäre es ein Sieg mit sieben Jahren Verspätung. Die
Aschewolke nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans
Eyyafyallayöküll und das europaweite Flugverbot haben jedoch seine
Anreise unmöglich gemacht. Nur drei Wochen später siegte er in Prag
in hervorragenden 2:05:39 Stunden. Beim zweiten Platz in Berlin 2015
steigerte er sich auf 2:05:21. Der WM-Fünfte von Daegu 2011 erreichte
zudem Rang drei in Seoul 2012 (2:06:44) und drei fünfte Plätze beim
Berlin Marathon (2:08:05 im Jahr 2010, 2:07:28 im Jahr 2014, 2:07:47
im Jahr 2016).
Der 26-jährige Deribe Robi, Sieger des Marrakech Marathons 2014, geht
als mindestens ebenbürtiger Konkurrent ins Rennen. Neben dem zweiten
Platz mit Bestzeit von 2:05:58 in Eindhoven 2015 erreichte er in
Dubai 2015 den dritten Platz in 2:06:06 und holte in Frankfurt 2014
Rang fünf in 2:07:16. Vier weitere 2:08-Zeiten und insgesamt acht
Podiumsplätze bei internationalen Marathons, zuletzt im Dezember 2016
Rang drei in Honolulu, belegen seine Klasse.
DIE HERAUSFORDERER
Mustapha El Aziz aus Marokko überzeugte beim Valencia Halbmarathon im
Oktober 2016 mit der starken persönlichen Bestzeit von 59:29 Minuten.
Seine bisher schnellste Marathonzeit erzielte er in Seoul 2013, wo er
in 2:07:55 Stunden den dritten Platz holte.
Philipp Kangogo ist ein vielversprechender Newcomer in der
Marathonszene. Erst zwei Rennen über 42,195 Kilometer hat der
Kenianer in den Beinen. Mit dem Sieg in 2:08:16 Stunden bei seinem
Debüt in Barcelona 2015 hat er sofort für Aufsehen gesorgt. Im
gleichen Jahr lief er beim Ottawa Marathon in 2:09:56 Stunden auf
Rang zwei.
TRIO MIT VCM-ERFAHRUNG UND GUTEN CHANCEN
Drei starke kenianische Läufer mit VCM-Erfahrung haben die Chance, in
die Entscheidung eingreifen zu können. Ishmael Bushendich kommt als
vierfacher Marathonsieger nach Wien. Er feierte Erfolge in Enschede
und La Rochelle 2012, Ljubljana 2014 und Toronto 2015. Dreimal ist er
Zeiten unter 2:09 Stunden gelaufen. Seine Bestmarke von 2:08:20
Stunden erzielte er vor einem Jahr beim Mailand Marathon an zweiter
Stelle. Ausgerechnet in Wien hat Bushendich seine schlechteste
Performance aus bisher elf Marathons hingelegt. 2013 landete er in
2:12:30 Stunden auf dem siebten Platz. Keine Frage, dass er sich
diesmal deutlich verbessern will.
Suleiman Simotwo freut sich auf seinen dritten VCM-Start in Folge. Er
zählte bereits 2016 zum Favoritenkreis und hat als Dritter in 2:10:15
Stunden ein sehr aktives Rennen gezeigt. Ein Jahr davor erreichte er
Rang fünf in 2:14:42 Stunden. Als Bestzeit hat der Kenianer 2:08:49
Stunden (Frankfurt 2015) aufzuweisen. Auf den Mittelstrecken zählte
Simotwo mehrere Jahre lang zur Weltklasse. Bei der Hallen-WM 2008
holte er über 1500 Meter den siebten Platz. Seine herausragenden
Bestzeiten von 3:31,67 Minuten über 1500 Meter (2006) und 3:50,82
Minuten über die Meile (2005) liegen ein Jahrzehnt zurück, zeigen
aber sein läuferisches Potenzial.
Samwel Maswai feierte seine Marathonpremiere beim Debütantenrennen
des VCM 2009. Ausschließlich Marathon-Neulinge waren damals ins
Elitefeld eingeladen, darunter der aktuelle Streckenrekordhalter Getu
Feleke. Maswai lief damals 2:13:25 und steigerte sich Schritt für
Schritt auf 2:08:52 Stunden, die er 2013 in Berlin erzielte. Im Kampf
um einen Podestplatz sollte der zweimalige Sieger des Karlsruhe
Marathons mitreden können.
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