- 28.02.2017, 09:59:42
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„Lauter Fremde“ – Wie der gesellschaftliche Zusammenhalt zerbricht
Lesung mit Livia Klingl im Wien-Haus in Brüssel
Utl.: Lesung mit Livia Klingl im Wien-Haus in Brüssel =
Brüssel/Wien (OTS/RK) - Die österreichischen Abgeordneten zum
Europäischen Parlament, Karoline Graswander-Heinz und Josef
Wiedenholzer luden am Montag, 27.2.2017, zu einer Lesung ins
Wien-Haus in Brüssel. Livia Klingl fesselte die rund 80 Gäste mit
einer Lesung aus ihrem Buch „Lauter Fremde“. „In diesem kommen -
stellvertretend für uns alle - 21 Menschen zu Wort, die sich über das
Fremde Gedanken machen,“ so die Autorin, „welches unser aller Leben
kennzeichnet, dass jeder von uns irgendwo fremd ist und das Neue
fremd erscheint. Die Entwicklung der letzten Zeit erzeugt bei immer
mehr Menschen Angst vor dem was fremd ist. Dies wieder führt vermehrt
zu Ablehnung alles Fremden.“ Das Buch wolle zum Nachdenken und
Nachspüren anregen.
Weidenholzer: Europäische Solidarität baut auf Grundrechte für
alle Menschen
Josef Weidenholzer, der einen Schwerpunkt seiner parlamentarischen
Arbeit auf die Menschenrechte und den Schutz der Grundrechte legt,
unterstrich, dass es genau diese Rechte sind, die Europa auszeichnen
und die Europa stark machen. Dazu bedarf es bedürfe es aber eines
Miteinanders aller europäischen Partner, die europäische Solidarität
darf solle nicht nur auf schönen Worten basieren, sondern es müssten
auch Taten folgen.
Graswander-Hainz: Dauerhafte Integration muss Vorrang haben
Karoline Graswander-Hainz, sprach sich ebenfalls für ein
gemeinschaftliches Handeln und eine koordinierte Vorgehensweise auf
europäischer Ebene aus, die auf dem Grundsatz der Solidarität
basieren. Dadurch kann eine rasche, vollständige und dauerhafte
Integration von Flüchtlingen und MigrantInnen gewährleistet werden.
Dies betrifft in erhöhtem Ausmaß auch die allgemeine und die
berufliche Bildung.
Michaela Kauer verwies in ihrer Einleitung auf die europäische
Geschichte, die allen bewusst mache, dass seit dem 2. Weltkrieg viele
Menschen in ihnen fremden Ländern eine neue Heimat gefunden haben,
dass immer Wege dafür gefunden wurden. Auch, wenn die Ereignisse der
letzten Jahren oft Hilflosigkeit und Angst erzeugten, sollte dies
nicht dazu führen, Menschen das Recht auf eine faire Behandlung zu
verwehren.
Über Livia Klingl
Die Wienerin war mehr als 20 Jahre Kriegs- und
Krisenberichterstatterin vom Balkan über Afghanistan bis Irak, Iran
und Libanon. Im Jahr 2000 erhielt sie den österreichischen
Staatspreis für „publizistische Leistungen im Interesse der Geistigen
Landesverteidigung“. Bereits mit ihrem Buch „Wir können doch nicht
alle nehmen! Europa zwischen ‘das Boot ist voll‘ und ‚Wir sterben
aus‘“ legte sie den Finger in einige Wunden der europäischen
Solidarität.
Pressebilder in Kürze unter www.wien.gv.at/pressebilder
(Schluss)
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