• 28.02.2017, 09:33:34
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AK Vergleich: „Fischers Fritz fischt“ in Köln billiger als in Wien!

Frische Fische sind in Wien generell gut gekennzeichnet, in Köln nicht

Utl.: Frische Fische sind in Wien generell gut gekennzeichnet, in
Köln nicht =

Wien (OTS) - Die Fastenzeit steht bei vielen kulinarisch im Zeichen
des Fisches: Frische Fische, Meeresfrüchte und tiefgekühlte Fische
sind in Wien im Schnitt um gut ein Drittel teurer als in Köln. Who is
who, also welcher Fisch ist es, wo und wie wurde er gefischt – das
bleibt KonsumentInnen in Wien nicht verborgen. Die Kennzeichnung
passt in Wien im Großen und Ganzen. In Köln hingegen wird alles rund
um den Fisch zu einem Ratespiel. Das zeigt ein aktueller AK
Vergleich.

Die AK hat die Preise von 20 Frisch-Fischarten und Meeresfrüchten
sowie fünf Tiefkühl-Fischarten unter die Lupe genommen. In Wien
wurden insgesamt 205 Stichproben in sechs Supermärkten, bei
Diskontern (mit Frischfisch-Angebot) und in elf Fachgeschäften und
bei Markständen erhoben, in Köln 178 Stichproben in acht Supermärkten
und 15 Fachgeschäften und bei Marktständen, etwa Karpfen aus
österreichischen Gewässern, Lachsforellen aus Österreich und Italien,
Miesmuscheln aus Italien und Dänemark.

In Wien sind die Preise der getesteten Fische um durchschnittlich
35,7 Prozent teurer als in Köln. Drei Beispiele: Die größte
Preisdifferenz orteten die AK TesterInnen bei Makrelen. Sie kosten in
Köln im Schnitt 9,55 Euro pro Kilogramm, in Wien 20,78 Euro – das ist
eine Preisdifferenz von rund 117 Prozent. Aber auch Miesmuscheln sind
in Wien im Schnitt um 115 Prozent teurer als in Köln (Wien: 9,26 Euro
pro Kilogramm, Köln: 4,31 Euro). Für ein Kilogramm Lachsforellenfilet
verlangen die Händler in Köln durchschnittlich 16,42 Euro, in Wien
35,20 Euro – ein Plus von rund 114 Prozent.

Aufgrund einer EU-Verordnung ist die Fisch-Kennzeichnung
verpflichtend. In Köln hapert es jedoch mit der Kennzeichnung – in
den meisten Geschäften war die Fisch-Kennzeichnung unzureichend bis
gar nicht vorhanden.

In Wien ist die Kennzeichnung grundsätzlich in Ordnung. So war die
Fischart bei einem Großteil der Proben (95,6 Prozent) korrekt
angeschrieben.

Die richtige Angabe des Fanggebietes fehlte bei 16,7 Prozent. Es
wurde zwar in vielen Fällen das Fanggebiet „NO-Atlantik“
angeschrieben, jedoch war die Angabe des genauen Unterfanggebietes
(etwa Nordsee) nicht vorhanden.

Mangelhaft war die Information über die Produktionsmethode
(Meeresfischerei, Binnenfischerei, Aquakultur) bei einer geringen
Anzahl der Stichproben (5,2 Prozent).

Beim Fanggerät (etwa Schleppnetz) gab es nur 131 Stichproben, weil
bei Aquakultur diese Angabe nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Das
Fanggerät war bei 38,2 Prozent der Stichproben nicht angegeben. Hier
ist Verbesserungsbedarf angesagt.

SERVICE: Den AK Vergleich zu den Fischen finden Sie unter
wien.arbeiterkammer.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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