- 28.02.2017, 08:49:09
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SOS Mitmensch: Einen Monat lang ohne Populisten – Schaffen wir das?
Erste österreichische Populistenpause startet mit 1. März
Utl.: Erste österreichische Populistenpause startet mit 1. März =
Wien (OTS) - Mit 1. März startet die erste österreichische
„Populistenpause“. SOS Mitmensch ruft die Bevölkerung dazu auf, den
politischen Populisten und Extremisten in Österreich einen Monat lang
– vom 1. bis 31. März – keine Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken
zu schenken. Die „Populistenpause“ habe bereits im Vorfeld viel
Zuspruch erhalten, erklärt SOS Mitmensch. Die bekannte
Sprachwissenschaftlerin Prof. Ruth Wodak sieht in der Populistenpause
die Möglichkeit, das „rechtspopulistische Perpetuum mobile“ zu
durchbrechen.
Provokationen einen Monat lang ins Leere laufen lassen
„Rechte Umtriebe dürfen weder verharmlost noch verleugnet werden.
Klare Worte gegen die Menschenverachtung, Hetze, Lüge und
Diffamierung von Seiten der extremen Rechten sind angebracht. Dennoch
halten wir es für geboten neue Wege zu beschreiten und die
Provokationen der politischen Populisten und Extremisten einen Monat
lang ins Leere laufen zu lassen. Im März sollen andere Themen und
AkteurInnen im Mittelpunkt stehen. Denn nichts fürchten Populisten
und Extremisten so sehr, wie nicht beachtet zu werden“, so Alexander
Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.
Rechtspopulistisches Perpetuum mobile durchbrechen
„Durch diese Aktion wird das „rechtspopulistische Perpetuum mobile“
durchbrochen, das bekanntlich bewirkt, dass alle nur mehr auf die
‚Sager‘ der Rechtspopulisten reagieren anstatt ihre eigene Themen zu
verfolgen“, erklärt die Sprachwissenschaftlerin Ruth Wodak ihre
Unterstützung für die „Populistenpause". Wodak betont, dass nicht
jede Provokation in die Schlagzeilen kommen müsse; und auch nicht auf
jede Provokation reagiert werden müsse. „‚Less is more‘ ist in diesem
Fall eine sinnvolle Devise!“, betont Wodak.
Experiment mit offenem Ausgang
Ziel der Populistenpause sei kein Ende der Kritik an Populisten und
Extremisten, sondern ein neues Bewusstsein, wie Demagogen mit unserer
Aufmerksamkeit und Empörung spielen, betont SOS Mitmensch-Sprecher
Pollak. „Es ist ein Experiment mit offenem Ausgang. Uns ist klar,
dass der Aufmerksamkeitsentzug in sozialen Netzwerken wie Facebook,
Twitter oder Instagram nicht nur die Populisten und Extremisten
trifft, sondern für alle, die mitmachen, eine neue Situation und eine
Herausforderung darstellt“, so der SOS Mitmensch-Sprecher.
Anleitung zur „Populistenpause“
SOS Mitmensch hat eine Anleitung zum Ablauf der „Populistenpause“
verfasst. Die Menschenrechtsorganisation gibt Tipps, wie man den
Aufmerksamkeitsentzug am besten angehen und zugleich eigene
Entzugserscheinungen mildern kann. Die Anleitung findet sich auf der
Webseite von SOS Mitmensch unter
http://www.sosmitmensch.at/populistenpause
Zahlreiche Unterstützungsbekundungen
Hier finden Sie alle bisherigen Unterstützungsbekundungen zur
Populistenpause: http://goo.gl/RFPLNp
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