OÖ: Landesregierung beschließt mehrheitlich Ende von Anschobers Energiewende

"Das ist ein Beschluss gegen die Zukunftssicherung, gegen die Standortsicherung und gegen neue Arbeitsplätze".

Linz (OTS) - „Oberösterreich wird damit vom internationalen Vorreiter zum Nachzügler. Der Schildbürgerstreich daran: spätestens im Herbst wird Oberösterreich diesen Beschluss wieder abändern müssen, weil Ende Juni die ebenfalls in Erarbeitung befindliche Klima- und Energiestrategie des Bundes beschlossen wird und damit die Pariser Klimaschutzziele mit einer Reduktion der Treibhausgase von 36 Prozent bis 2030 verwirklicht werden müssen. Das aber ist mit dem Ende einer ambitionierten Energiewende Oberösterreichs völlig unvereinbar", kritisiert Klimaschutz-Landesrat Rudi Anschober.

LR Anschober verweist darauf, dass damit auch der Standort für jene Ökoenergieunternehmen gefährdet wird, die mittlerweile teilweise Weltmarktführer sind. "Wenn der Heimmarkt gefährdet wird, dann wird es auch im internationalen Geschäft zunehmend Schwierigkeiten geben. Oberösterreich verspielt damit die größte Zukunftschance für den heimischen Arbeitsmarkt und die innovative oö. Wirtschaft."

Und schließlich verweist Anschober auf Industriekonzerne wie die Voest, die mit der Wasserstoffpilotanlage ein ambitioniertes Forschungsprojekt startet, um mittelfristig schrittweise auf klimaverträgliche Stahlproduktion umzustellen. Anschober: „Diese schrittweise Umstellung wird auch schon in den ersten Etappen nur dann funktionieren, wenn massiv mehr Ökostrom zur Verfügung steht. Von wo soll dieser jetzt kommen, wenn der Ausbau weitgehend gestoppt ist? Für die engagierte Voest kann dies mittelfristig zu einem echten Standortproblem werden."

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