- 24.02.2017, 13:16:52
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LR Gerhard Köfer: Polit-Kasperltheater um Kärnten Werbung schadet dem Tourismusstandort
Klagenfurt (OTS) - Die aktuellen politischen Diskussionen rund um die
Ausschreibung des Geschäftsführerpostens passen wunderbar ins Bild
der Kärnten Werbung, die seit Jahren unter massivem politischen
Einfluss leidet. Zu diesem Schluss kommt Team Kärnten-Landesrat
Gerhard Köfer: „Es mutet schon eigenartig an, dass die aktuelle
Ausschreibung der Geschäftsführerstelle beinahe gleichlautend ist mit
jener, die der ersten Bestellung des aktuellen Geschäftsführers
zugrunde lag. Die Koalition tut sich sichtlich schwer den Verdacht
auszuräumen, dass sich personell nichts ändern darf.“ Köfer stößt
sich in der Ausschreibung vor allem auch an der Formulierung, wonach
Erfahrung im Eingehen von Kooperationen mit der Österreich Werbung
als fachliche und persönliche Anforderung genannt wird: „Das könnte
für mögliche hochqualifizierte Bewerber einen Ausschließungsgrund
darstellen.“
Um den politischen Einfluss, der seit Jahren auf die Kärnten Werbung
ausgeübt wird, einzudämmen, verlangt Köfer eine ergebnisoffene
Debatte darüber, ob die Kärnten Werbung in ihrer aktuellen Form
überhaupt weiter bestehen soll: „Derzeit ist es realpolitisch so,
dass vor allem von Seiten des jeweiligen Tourismusreferenten der
Gesellschaft ins Handwerk gepfuscht wird und die Kärnten Werbung auch
für politische Fehlentscheidungen gerade stehen muss. Sollten die
Agenden der Kärnten Werbung in die Landesverwaltung und die
entsprechende Fachabteilung eingegliedert werden, wäre die
Verantwortungslage zukünftig klar und eindeutig geregelt.“ Für Köfer
wäre auch die vollständige Privatisierung der Kärnten Werbung eine
ernsthafte Möglichkeit: „So würden einzig und alleine die betroffenen
Unternehmer selbst über die Geschicke und über die Schwerpunkte
entscheiden und bestimmen können.“ Die Privatisierung würde auch die
Chance eröffnen, dass die Kärnten Werbung aus der politischen
Geiselhaft befreit wird.
Köfer zeigt zudem auf, dass das Land Kärnten offenbar bei der
Ausstellung der entsprechenden Bescheide und der Einhebung der
Tourismusabgabe weiter massiv säumig sei: „Uns wurde die Information
zugespielt, dass es aktuell ein Loch von mehreren Millionen Euro
geben soll.“ Um hier völlige Klarheit zu erlangen, wird das Team
Kärnten eine entsprechende Landtagsanfrage einbringen.
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