- 24.02.2017, 12:50:55
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ORF III am Wochenende: „zeit.geschichte“ über Humor in totalitären Regimen, „Nabucco“ mit Domingo in „Erlebnis Bühne“
Außerdem: Verena Scheitz bei „Kabarett im Turm“, Karl Merkatz mit seinen Töchtern in der „Väter“-Reihe
Utl.: Außerdem: Verena Scheitz bei „Kabarett im Turm“, Karl Merkatz
mit seinen Töchtern in der „Väter“-Reihe =
Wien (OTS) - ORF III Kultur und Information widmet sich am Samstag,
dem 25. Februar 2017, mit drei „zeit.geschichte“-Dokumentationen dem
Witz und Humor in totalitären Regimen, bevor Kabarettistin Verena
Scheitz mit ihrem ersten Soloprogramm zu sehen ist. Am Sonntag, dem
26. Februar 2017, steht eine Episode der „Väter“-Reihe mit Karl
Merkatz sowie Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“ mit Plácido Domingo auf
dem „Erlebnis Bühne“-Spielplan.
Samstag, 25. Februar: „zeit.geschichte“ mit „Hitlers Angst und
Görings Lederhose. Flüsterwitze im Nationalsozialismus“ (20.15 Uhr),
„ Was ist schöner: Sex oder Sozialismus? Flüsterwitze im Kommunismus“
(21.05 Uhr) und „Lachen im Keller – Fritz Grünbaum“ (22.00 Uhr),
„Kabarett im Turm: Verena Scheitz – ‚Scheitz dir nix‘“ (22.50 Uhr)
In totalitären Systemen verschaffen sich unterdrückte Gesellschaften
oftmals mit Hilfe von Humor ein Ventil für die repressive Tristesse
des Alltags. Die Dokumentation „Hitlers Angst und Görings Lederhose.
Flüsterwitze im Nationalsozialismus“ (20.15 Uhr) von Christian
Rathner beschäftigt sich mit den im NS unter vorgehaltener Hand
erzählten „Flüsterwitzen“. Die Themen der Witze sind dabei wie eine
Zeitreise durch Regime-Phasen und Kriegsjahre. Je schlechter die
Kriegslage, desto schärfer die Sanktionen. Auch im alle
Lebensbereiche durchdringenden Kommunismus suchten die Menschen
Erleichterung durch Humor. Der Film „Was ist schöner: Sex oder
Sozialismus? Flüsterwitze im Kommunismus“ (21.05 Uhr) von Robert Gokl
und Gregor Stuhlpfarrer analysiert die zersetzenden Kräfte von Witzen
in der Geschichte des Realsozialismus von den Anfängen der
Sowjetunion unter Lenin über die Gulag-Witze im Stalinismus bis zur
biederen Humorlosigkeit der DDR. Alfred Dorfer belebt die Scherze der
Vergangenheit für ein Publikum von heute – und Zeitzeugen aus
Osteuropa erzählen vom oft gefährlichen, aber befreienden Lachen
hinter dem Eisernen Vorhang. Um einen Doyen des Wiener Kabaretts geht
es anschließend mit „Lachen im Keller – Fritz Grünbaum“ (22.00 Uhr).
Die Dokumentation zeigt u. a. Ausschnitte aus Grünbaums Filmen –
bevor der Faschismus seinem Wirken ein Ende bereitete.
Der Samstagabend klingt humorvoll mit einer neuen Folge von „Kabarett
im Turm“ (22.50 Uhr) aus. In „Scheitz dir nix“ verarbeitet die
Kabarettistin und ORF-Moderatorin Verena Scheitz ihre Erfahrungen bei
Charity-Events. Dabei wird geschnorrt, gesungen, sich wichtig gemacht
und reichlich vom Büffet des Gutmenschdaseins genascht.
Sonntag, 26. Februar: „Erlebnis Bühne“ mit „Väter: Karl Merkatz mit
seinen Töchtern“ (19.45 Uhr) und „Nabucco“ (20.15 Uhr)
Den Sonntagabend in ORF III eröffnet eine Folge der Gesprächsreihe
„Väter“ (19.45 Uhr) aus dem Jahr 1994. Hermi Löbl unterhält sich
diesmal mit Karl Merkatz und seinen Töchtern Brigitta und Josefine,
denen der beliebte österreichische Schauspieler zwei Häuser am Irrsee
selbst gebaut hat. Anschließend präsentiert Barbara Rett Verdis
Operndrama „Nabucco“ (20.15 Uhr) in einer Inszenierung aus dem Royal
Opera House 2013. Unter der musikalischen Leitung von Nicola Luisotti
wird die mitreißende Geschichte des jüdischen Volks in der
babylonischen Gefangenschaft und das Schicksal des antiken Königs
Nebukadnezar erzählt. Neben Plácido Domingo in der Titelrolle sind u.
a. Liudmyla Monastyrska, Vitalij Kowaljow, Andrea Carè und Marianna
Pizzolato zu erleben.
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